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Kühbach

23.12.2020

Neubau nach Hallenbrand in Paar: Gemeinderat stimmt zu

Im August ist diese Lagerhalle in Paar abgebrannt. Der Landwirt baut jetzt einen neue Halle.
Bild: Erich Echter (Archivbild)

Plus Landwirt Johann Krammer kann seine im Sommer abgebrannte Halle in Paar wieder aufbauen. Ein Kühbacher Gemeinderat stimmt aber gegen den Antrag.

Josef Golling will das Problem an der Wurzel anpacken. Das Kühbacher Gemeinderatsmitglied stimmte in der Sitzung am Dienstag als Einziger gegen den Antrag von Johann Krammer auf Wiederaufbau der im Sommer abgebrannten landwirtschaftlichen Halle im Ortsteil Paar. Grund waren Beschwerden von Anwohnern wegen Ruhestörung. Bürgermeister Karl-Heinz Kerscher setzt auf ein Schreiben des Landwirts mit einer Nutzungsbeschreibung.

Der Großbrand lässt von der Halle in Paar nur Asche übrig

Von der Halle war nach dem Großbrand im August nur Asche übrig geblieben. Den Anbau, der vom Feuer verschont blieb, möchte der Landwirt nun auch abreißen und aus Halle und Anbau eine durchgehende Mehrzweckhalle machen. Der Bürgermeister betonte: „An der Hallengröße ändert sich nichts.“ Die neue Halle soll rund 60 Meter lang und 24 Meter breit sein und ein durchgehendes Satteldach haben.

Die neue Halle hat eine Lüftung, um die Lärmbelästigung zu verringern

Wie die künftige Nutzung des Gebäudes aussehen soll, hat sich Kerscher vom Landwirt beschreiben lassen. Danach ist, wie schon im alten Gebäude, im westlichen Teil ein Kartoffellager vorgesehen. Neu ist die integrierte Lüftung, die die Lärmbelästigung deutlich verringern soll. Wegen der geänderten Anforderungen habe der Landwirt auch eine Außenwand zur Abschottung des Lärms eingeplant, teilte Kerscher mit. Die Ostseite wird als Sortier- und Aufbereitungshalle für Saatkörner und Zwiebel sowie allgemein zur Lagerung von Kartoffeln, Getreide und Mais genutzt. Im hinteren Bereich will der Landwirt Maschinen unterstellen. Als geplante Arbeitszeiten gab Krammer zwischen sechs und 22 Uhr an.

Kritiker Josef Golling verweist auf Beschwerden von Anwohnern in Paar

Golling wollte dem nicht einfach zustimmen. Er fand: Wir sollten uns das genauer ansehen.“ Er wies auf mehrere Beschwerden von Anwohnern wegen Lärmemissionen hin. Eine Verbesserung ist aus seiner Sicht nur möglich, „wenn man das Problem an der Wurzel packt“. Den Grund des Übels sah er in der „konzentrierten Form von Fahrzeugen und Aktivitäten“ auf dem Gelände. Er schlug vor, im Gewerbegebiet eine Möglichkeit für den Bau der Halle zu schaffen. Golling betonte: „Ich bin nicht gegen die Landwirtschaft und auch nicht gegen den Betrieb.“

Der Bürgermeister machte deutlich: „Wir haben nicht zu bestimmen, ob ein Landwirt an einer anderen Stelle etwas macht.“ Er wies auf die Vorkehrungen zur Verbesserung des Lärmschutzes und die Nutzungsbeschreibung des Landwirts hin, die Bestandteil des Bauantrags sind. Zu Franz Lechners Einwand, dass die Fahrzeuge gewartet werden müssten und das nur nach Arbeitsende möglich sei, sagte Kerscher: „Bei der Beschreibung ist keine Werkstatt enthalten.“ Bis auf Golling stimmten alle dem Antrag zu.

Der Landwirt plant eine weitere Halle unweit von Großhausen

Gegen eine andere Mehrzweckhalle, die Landwirt Krammer südlich der Ortsverbindungsstraße von Kühbach nach Großhausen bauen will, wehrt sich die neu gegründete Kühbacher Bürgerinitiative (BI) "Paartal erhalten - für Mensch und Natur". Der Gemeinderat hatte in der Septembersitzung über den Antrag abgestimmt. Er gilt mit acht Ja- und genauso vielen Nein-Stimmen als abgelehnt. Das Landratsamt muss nun entscheiden.

In seiner Weihnachtsansprache ging der Bürgermeister auf Neuerungen und Herausforderungen ein. Trotz der schwierigen Umstände hätten große Vorhaben wie der Bau von Verbandskläranlage und Pumpwerk sowie Kanalbau in der Paarer- und Dieselstraße abgeschlossen werden können. Ebenso neue Projekte wie der Rathausanbau oder das Baugebiet „Rettenbacher Straße“ in Unterbernbach. Kerscher war zuversichtlich: „Das alles zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Zuschuss beschlossen: Die Stockschützen Unterbernbach bekommen einen zehnprozentigen Zuschuss für die Materialkosten. Sie hatten in Eigenregie die Wege rund um das Sportheim gepflastert. Den Parkplatz wird die Gemeinde aufschottern.

Empfang abgesagt: Der Neujahrsempfang am 6. Januar entfällt, teilte der Bürgermeister mit.

Umbau Marktplatz: Die Planungsarbeiten für die städtebaulichen Maßnahmen des Marktes fördert die Regierung von Schwaben mit 43.200 Euro. Die Gemeinde trägt Kosten in Höhe von 28.000 Euro. Die Planungen für die Umgestaltung des Marktplatzes sollen im kommenden Jahr beginnen.

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