Newsticker

Zahl der Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden fast auf Rekordhoch
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. „Oberbayerischer Stamm“ im Aichacher Stadtgarten enthüllt

Kunst 

16.10.2017

„Oberbayerischer Stamm“ im Aichacher Stadtgarten enthüllt

Begleitet von den Paartal Musikanten enthüllten Bürgermeister Klaus Habermann und Werner Plöckl, Vorsitzender des Kunstvereins, die Skulptur „Oberbayerischer Stamm“ von Maria Maier.
3 Bilder
Begleitet von den Paartal Musikanten enthüllten Bürgermeister Klaus Habermann und Werner Plöckl, Vorsitzender des Kunstvereins, die Skulptur „Oberbayerischer Stamm“ von Maria Maier.
Bild: Gerlinde Drexler

„Schwäbischer Stamm“ korrespondiert mit dem neuen Werk von Maria Maier - eine weitere Schenkung von Hannes Meisinger.

Ein vielstimmiges „Oh“ war am Samstagabend von den Zuschauern bei der Enthüllung des „Oberbayerischen Stammes“ im Stadtgarten in Aichach zu hören. Blau leuchtend ist die Skulptur bereits die zweite aus dem Projekt „Bayerische Stämme“ der Künstlerin Maria Maier, die in Aichach steht. Die Skulptur erweitert die „KunstRaumStadt“-Serie, die Mäzen Hannes Meisinger mit Unterstützung des Kunstvereins Aichach und der Stadt realisiert hat.

Der „Schwäbische Stamm“, der bereits im Stadtgarten in Aichach steht, war der erste „Baum“ aus Maiers Projekt, der als Stahlskulptur umgesetzt wurde. Vor 17 Jahren, als die in Amberg geborene Künstlerin die Idee zu den „Bayerischen Stämmen“ hatte, habe sie die sieben „Bäume“, die für die Regierungsbezirke stehen, nur als kleines Modell inszenieren können, erinnerte sie sich bei der Einweihung. Die von der Aichacher Firma Hausmann gefertigte Skulptur im Stadtgarten ist vier Meter hoch und zwei Meter fünfzig breit.

Maiers ursprüngliche Idee war, entweder alle Objekte als kleiner „Bayerischer Wald“ oder nur einen „Baum“ in den jeweiligen Regierungsbezirk aufzustellen. „Eigentlich in der Regierungshauptstadt“, erzählte sie mit einem Schmunzeln. Denn jetzt stehen zwei ihrer Stämme in Aichach und weisen damit auf die geschichtliche Vergangenheit der Paarstadt hin. Die war bis zur Gebietsreform, die sich heuer zum 40. Mal jährt, altbayerisches Kernland und gehört seitdem zu Schwaben.

Fast Auge in Auge stehen sich im Stadtgarten nun der Schwäbische und der Oberbayerische Stamm gegenüber. „Absolut friedlich und fast konspirativ Dialog führend“, sagte Bürgermeister Klaus Habermann. Angesichts des Jubiläums der Gebietsreform stellte er die Frage in den Raum, ob gerade jetzt „ein Kunstwerk mit dem Titel „Oberbayerischer Stamm“ hier in Aichach positioniert und an den Kunstverein, an die Stadt übergeben werden kann, ohne dass dies als politisches Statement gewertet werden könnte. „Ja und Nein“, fand der Bürgermeister. Ja, weil die Stadt die Skulptur jederzeit gerne angenommen hätte. Andererseits sei die Übergabe des Oberbayerischen Stammes – in Blickkontakt zum Schwäbischen Stamm – im Jubiläumsjahr der Gebietsreform zumindest augenzwinkernd „irgendwie als kleine Wiedergutmachung“ zu sehen, so Habermann.

Ein Thema, das auch Kunstvereinsvorsitzender Werner Plöckl mit einem Augenzwinkern aufgriff. Er spielte mit seiner Bemerkung auf den Katalonien-Konflikt in Spanien an: „Man muss keine Angst haben, dass wir auf einmal katalanisch reden.“ Primär würde sich der Kunstverein über ein schönes Kunstwerk freuen, machte der Vorsitzende deutlich. Plöckl erinnerte daran, dass vor rund einem Jahr zusammen mit der Stadt sechs Metallskulpturen des Kunstvereins unter dem Motto „KunstRaumStadt“ im öffentlichen Raum aufgestellt und somit für die Allgemeinheit erlebbar gemacht wurden. Die Skulpturen entstammen einer Schenkung und wurden größtenteils 1992 und 1996 im Rahmen der Bildhauersymposien in Aichach gefertigt. Wie sie ist auch der „Oberbayerische Stamm“ eine Schenkung Meisingers. Alle im Stadtgebiet aufgestellten Skulpturen wurden im Rahmen der Museumsnacht bis Mitternacht beleuchtet.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren