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Fußball-Bayernliga

10.01.2020

Paukenschlag in Pipinsried: Plesche macht im Sommer Schluss

Seit Sommer 2016 leitet Roman Plesche (vorne) die sportlichen Geschicke beim FC Pipinsried. Nun verkündete der 32-Jährige überraschend seinen Weggang zum Saisonende. Was ist passiert?
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Seit Sommer 2016 leitet Roman Plesche (vorne) die sportlichen Geschicke beim FC Pipinsried. Nun verkündete der 32-Jährige überraschend seinen Weggang zum Saisonende. Was ist passiert?
Bild: Rummel

Der Sportliche Leiter verlässt den FC Pipinsried im Sommer. Warum Roman Plesche aufhört, wie es weitergeht sowie was Conny Höß und Fabian Hürzeler sagen.

Paukenschlag beim FC Pipinsried: Der Sportliche Leiter Roman Plesche hört am Saisonende beim Dorfklub auf. Der frühere Präsident Konrad Höß lockte den 32-Jährigen im Sommer 2016 ins Dachauer Hinterland, seither lenkte der gebürtige Sulzberger (Allgäu) die Geschicke beim FCP. Mit dem Abgang Plesches stellt sich auch die Frage, wie es beim designierten Bayernliga-Meister weitergeht.

Die künftige Ausrichtung war auch für Plesche entscheidend: „Es war einfach nicht klar, wohin die Reise gehen soll. Die mittelfristige Richtung hat mir gefehlt. Ich bin sehr ehrgeizig und habe mich jetzt entschlossen, diesen Schritt jetzt zu gehen.“ Ein weiterer Grund sei die offene Trainerfrage gewesen: „Das sind die wichtigsten Personalien. Ich hätte das gerne schon erledigt gehabt. Da sind einfach ein paar Punkte zusammen gekommen.“ Leicht habe sich Plesche die Entscheidung aber nicht gemacht: „Ich war immer mit Herzblut in Pipinsried dabei. Der Verein ist mir ans Herz gewachsen und der Abschied fällt mir sehr schwer. Nach vier Jahren muss man sich aber auch überlegen, wie es weiter geht und ich habe mich für eine neue Herausforderung entschieden.“

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Bild: Rummel

Einer, der Roman Plesche auch privat sehr gut kennt, ist Trainer Fabian Hürzeler. Die beiden kamen 2016 gemeinsam zum FC Pipinsried und prägten seither die Entwicklung des Vereins. Für den Coach ist der Abschied Plesches ein gravierender Eingriff in die Arbeit des Verein: „Wir sind ständig im engen Austausch. Wir haben in Pipinsried gemeinsam so viel erlebt und so viel erreicht, weshalb der Abschied natürlich wehtut.“ Dennoch nimmt Hürzeler seinem Kumpel die Entscheidung nicht übel: „Wieso auch. Roman hat seine Visionen und die passen für ihn mit der Ausrichtung des Vereins nicht mehr zusammen.“

Paukenschlag in Pipinsried: Plesche macht im Sommer Schluss

Ausgerechnet Hürzeler könnte künftig die Nachfolge seines Kumpels annehmen. „Für uns wäre es gut vorstellbar, dass Fabian Hürzeler künftig die Kaderplanung übernimmt“, so Uli Bergmann, Geschäftsführer der Pipinsrieder Fußball GmbH: „ „Ich bedauere Romans Entscheidung, denn er hat in den letzten Jahren viel für den Verein geleistet. Wir werden uns in den nächsten Tagen besprechen und schauen, was für alle Seiten die beste Lösung ist.“ Bergmann machte aber einen gefassten Eindruck: „Es ist keine außergewöhnliche Sache, dass es auf bestimmten Positionen irgendwann Veränderungen geben wird. Ich sehe die sportliche Zukunft des FC Pipinsried deshalb nicht gefährdet.“ Einen eigenen Rückzug schließt Bergmann aus: „Ich werde definitiv weitermachen.“

Plesche-Abgang - Das sagt Konrad Höß

Ob Roman Plesche bis Sommer weitermachen darf, ist fraglich., ebenso wie die Zukunft des Trainerduos. Prinzipiell könne sich Hürzeler vorstellen, weiterzumachen, auch in einer Doppelfunktion: „Der Verein hat mich schon gefragt, ob ich zusätzlich die Rolle des Sportlichen Leiters übernehmen möchte. Entschieden ist aber noch nichts. Dafür muss die Richtung des Vereins klar sein und ich muss wissen, wer alles im Boot sitzt.“ Zumal Hürzeler in der nächsten Saison gerne die Ausbildung zum Fußballlehrer machen würde.

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Bild: Sebastian Richly

Ein weiterer Wegbegleiter Plesches ist Konrad Höß. Der frühere Präsident des FC Pipinsried holte den gebürtigen Sulzberger (Allgäu) 2016 ins Dachauer Hinterland. Für Höß ist die Entscheidung seines „Zöglings“ ein schwerer Verlust: „Das tut dem Verein sehr weh. Pipinsried kann Plesche nicht ersetzen“, so der 77-Jährige, den Plesche am Mittwochabend bereits über seine Entscheidung informiert haben soll: „Er hat sich bei mir und meiner Frau für die Chance bedankt. Ich habe jetzt mehr denn je Angst um mein Lebenswerk.“

Pipinsried: Wie macht Roman Plesche ab Sommer?

Wie es bei Roman Plesche im Sommer weitergeht, steht ebenfalls noch nicht fest. Plesche: „Ich bin in Gesprächen mit mehreren Vereinen, klar ist aber noch nichts.“ Plesche wird mit dem Ligakonkurrenten TSV Schwaben Augsburg in Verbindung gebracht. Plesche: „Ich wechsel jetzt nicht in die Dritte Liga, falls das einige dachten.“ Plesche macht klar: „Viel wichtiger als meine Zukunft, ist die Rückrunde des FC Pipinsried. Wir haben hier noch eine Vision zu erfüllen. Wenn der Verein es wünscht, gebe ich bis zum letzten Tag alles für den FCP.“

Eines ist klar, der FC Pipinsried muss schnellstmöglich die offenen Fragen klären, auch weil im Sommer viele Verträge mit Schlüsselspielern auslaufen. Die nächste Saison rückt immer näher und die wird der Dorfklub aller Voraussicht nach wieder in Bayern höchster Spielklasse spielen – dann ohne ihren sportlichen Architekten. (mit fupa)

Lesen Sie dazu: Höß und Höhenflug - Pipinsrieds Manager Roman Plesche im Interview

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