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Gemeinderat II

22.11.2017

Pflegebedürftige Senioren im Blick

Caritas-Sozialstation erhält Zuschuss. Bauprojekt für barrierefreie Wohnungen bleibt noch offen

Im Eiltempo führte Petersdorfs Bürgermeister Dietrich Binder die Gemeinderäte durch die Sitzung am vergangenen Montagabend. Den Zuschussantrag der Caritas-Sozialstation Aichach erläuterte der Rathaus-Chef detaillierter, denn: Mit Blick auf den Überschuss der Caritas-Sozialstation habe der Zuschussantrag nicht nur in Petersdorf zu Irritationen geführt, sagte Binder. Der Überschuss sei allerdings rein rechnerischer Natur. Für die Jahre 2016/2017 sei mit einem satten Minus zu rechnen.

Nach Gesprächen mit Petersdorfer Bürgern und einigen Recherchen hat Binder nachdrücklich einen Zuschuss in Höhe von 77 Cent pro Einwohner empfohlen. Zwei Gründe seien dafür ausschlaggebend: Privatwirtschaftliche Träger würden entlegene Orte gar nicht erst anfahren und die Caritas arbeite mit examinierten Pflegekräften. Aktuell würden 14 Petersdorfer ambulant betreut, 15 häuslich versorgt. Einstimmig beschlossen die Räte einen Zuschuss in Höhe von 1312 Euro.

Zurückgestellt wurde bei dieser Sitzung nur ein Antrag. Ein Bauherr plant die Errichtung von zwei Einzelhäusern in der Sonnenstraße in Alsmoos. Dort sollen – so der Plan – vier barrierefreie seniorengerechte Erdgeschosswohnungen mit jeweils drei Zimmern und einem Parkplatz entstehen. Um dieses Bauvorhaben umzusetzen, das im Gemeinderat inhaltlich als sehr positiv empfunden wurde, weil so Wohnraum für Senioren geschaffen werde, wären allerdings Abgrabungen des Geländes von ein bis zwei Metern nötig.

Da sich mit Blick auf die vorliegenden Pläne keiner so recht vorstellen konnte, wie das aussehen würde und ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, ohne Abgrabung die Wohnungen zu errichten, wurde der Antrag zurückgestellt. Ein Vor-Ort-Termin soll nun Einzelheiten klären. Der Grund der Zurückstellung ist nicht nur auf fehlende Unterlagen zurückzuführen, sondern auch auf die Tatsache, dass die Räte eigentlich am festgelegten Bebauungsplan festhalten wollen – und dieser sehe keine Abgrabung vor.

Auch die anderen Beschlüsse auf der Agenda wurden schnell und einstimmig gefällt: In Axtbrunn darf ein Hausbesitzer eine Terrassenüberdachung an ein Wohnhaus anbringen. In Willprechtszell wird ein Pferdestall in einen gewerblichen Hühnerstall umgewandelt. Der Legehennenstall soll Platz für 400 Hennen bieten. Allerdings ist die Haltung einer geringen Anzahl vorgesehen. Der Betrieb möchte auf Bio-Haltung umstellen.

Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte auch, ein Angebot beim Ingenieurbüro Mayr einzuholen, das mit der Überrechnung des Alsmooser Grabens betraut werden soll. Das bedeutet, dass untersucht wird, wie viel Niederschlagswasser der Alsmooser Graben aufnehmen kann. Grund der Überrechnung ist die Einleitung dieses Wassers aus dem Baugebiet „Ehemalige Schule“. Für Robert Langenegger war unverständlich, wie eine solche Überrechnung erst nach der Ausweisung des Baugebiets erfolgen könne. Binder erklärte, dass Berechnungen dieser Art in der Regel recht lange dauern können. Eine beschränkte Erlaubnis zur Einleitung liege bereits vor. Bis zum 31. Dezember des kommenden Jahres müsse eine entsprechende Untersuchung nachgereicht werden. (brast)

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