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Sitzung

25.05.2019

Rablwiese: Stadtrat setzt Haken unter Bebauungsplan

Bevor in Aichach gebaut wird, müssen zum Hochwasserschutz Retentionsflächen geschaffen werden

Einen Haken hat der Aichacher Stadtrat am Mittwochabend unter den Bebauungsplan „An der Wilhelm-Wernseher-Straße/Rablwiese“ gesetzt: Mit dem einstimmigen Satzungsbeschluss hat er das Verfahren für die Änderung abgeschlossen. Damit könnte der Weg frei sein für eine maßvolle Bebauung.

Wie berichtet, soll mit der Änderung dem Lebensmittelmarkt Norma ermöglicht werden, seine Verkaufsfläche zu erweitern. Dieser muss dafür seine Parkflächen im Süden erweitern. Einem Anwohner, der sich davon beeinträchtigt sieht, wird entgegengekommen: Die beiden südlichen Parkzeilen werden um etwa 80 Zentimeter tiefergelegt. Möglich wird durch die Änderung auch der Bau eines Wohnkomplexes im Süden des Areals.

Bedenken von Anliegern aus der Reithmaierstraße, die eine Verschlechterung bei Hochwasser befürchten, teilt die Stadt nicht. Auch das Wasserwirtschaftsamt geht von einer Verbesserung der Situation aus, weil vor Baubeginn auf dem Grundstück selbst durch Abgrabungen Retentionsraum geschaffen wird. Weitere Anregungen, wie ein räumlicher Rechen am Griesbacherl, seien nicht im Bebauungsplan zu regeln, hieß es. Helmut Beck (CSU) wollte wissen, warum es den räumlichen Rechen nicht schon gibt. Dafür müsste die Stadt rund 50 Quadratmeter Grund erwerben, beantwortete Bauamtsleiterin Carola Küspert die Frage. Das sei aber noch nicht gelungen. Bürgermeister Klaus Habermann ergänzte, der räumliche Rechen würde auch für den Grundstückseigentümer die Situation verbessern. Dennoch sei er momentan nicht bereit, zu verkaufen. Eine Verlegung des Rechens, wie Georg Robert Jung (FWG) ansprach, hätte laut Küspert eventuell eher eine gegenteilige Wirkung.

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beim Milchwerk Geändert wird auch der Bebauungsplan für das Milchwerk. Damit kann die Nutzung der Verkaufsflächen künftig flexibler geregelt werden. Geregelt wird außerdem die künftige Nutzung des Gebäudes, das im Baufeld 3 erst noch gebaut werden soll. Wie berichtet, haben sich die Hotelpläne dort zerschlagen. Gebaut werden soll ein Bürogebäude mit Tiefgarage. Das Gebäude im Baufeld 1 soll auf vier Etagen aufgestockt werden. Vor allem die Fluchttreppe, die in Richtung Kreisverkehr vorgesehen ist, fand Georg Robert Jung (FWG) städtebaulich nicht vertretbar. Der Billigungs- und Auslegungsbeschluss erging mit 23:6 Stimmen.

„Viel Geld ausgegeben“ hat der Aichacher Stadtrat am Mittwoch bei Auftragsvergaben, wie Bürgermeister Klaus Habermann feststellte. Den Ausbau der Steidlestraße übernimmt die Firma Schweiger aus Altomünster für rund 666000 Euro. Zwei Aufträge für Straßensanierungen erhielt die Firma Holl aus Burgheim. Sie saniert den zweiten Bauabschnitt der Augsburger Straße zwischen Wertstoffsammelstelle und Industriestraße für rund 276000 Euro. Der zweite Auftrag umfasst für rund 292000 Euro die Deckensanierung der Straße zwischen Edenried und Griesbeckerzell von der Kreuzung im Wald bis zum Ortseingang von Edenried, sowie die Sanierung der Straßen zwischen Griesbeckerzell und Hiesling, der Burgstraße und eines Teilstücks der Schloßstraße in Griesbeckerzell und der Straße zwischen Aichach und Unterschneitbach von der Paarbrücke bis zum Bahnübergang. Die Firma Strabag aus Regensburg erneuert die Wasserleitung in der Gartenstraße für rund 185000 Euro. Bei der Modernisierung des Brunnens 6 für die Wasserversorgung baut die Firma Betonbau aus Kösching die neue Betonraumzelle mit technischer Ausrüstung für rund 103000 Euro.

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