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Aichach-Friedberg

21.03.2018

Raiffeisenbank setzt auf Nähe zum Kunden

Günter Hahn (links) und Peter Burnhauser präsentierten die Bilanz der Raiffeisenbanken im Kreis.
Bild: Brigitte Glas

Kreisverband betont die Bedeutung des Filialnetzes. Gleichzeitig sollen die digitalen Angebote ausgebaut werden. Was sonst noch bei der Raiffeisenbank geplant ist.

Die Geschäftszahlen 2017 präsentierte der Raiffeisenkreisverband bei einem Bilanzpressegespräch. Getragen vom starken Kundengeschäft ist die Bilanzsumme der vier Genossenschaften (Aindling, Adelzhausen-Sielenbach. Rehling, Kissing-Mering) um 7,4 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro gewachsen. „Unser Erfolgsrezept sind Kundennähe, schlanke Betriebsabläufe und gut qualifizierte Mitarbeiter. Damit trotzen wir der anhaltenden Niedrigzinsphase“, so der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Kissing-Mering, Peter Burnhauser. Auf die ungebrochen starke Kreditnachfrage verwies Günter Hahn, Raiffeisenchef in Adelzhausen. Der unterversorgte Wohnungsmarkt und niedrige Zinsen hielten den „Immobilienmotor“ am Laufen. Bei praktisch nicht mehr vorhandenen Zinsen bei Bankeinlagen seien Unternehmenswerte eine bevorzugte Anlagealternative. Ein breit gestreutes Aktienportfolio biete bei langer Anlagefrist weiterhin attraktive Renditen. Mit einem Zuwachs von 19 Prozent sei das Investmentsparen 2017 der Renner gewesen. Zunehmend fänden Kunden auch Gefallen an Goldanlagen, insbesondere, um das Vermögen langfristig zu schützen. Den veränderten Kundenerwartungen tragen neue Beteiligungsstrukturen und Kooperationen Rechnung.

An den Standorten Rehling, Motzenhofen und Wollomoos würden die Landwirte mit Beratung, einem umfassenden Sortiment und technischen Anlagen auf neuestem Stand versorgt, so die beiden Vorsitzenden des Kreisverbands. Der Warenumsatz sei auf knapp 21 Millionen Euro stabilisiert worden. „Die Raiffeisenbanken sehen sich als Dienstleister mit ausgeprägtem Kundenbezug“, meinten Burnhauser und Hahn.

Die Kundengelder gelangten als Firmen- und Baukredite in den regionalen Wirtschaftskreislauf. Deren Summe belaufe sich auf 1,2 Milliarden Euro. Als Gewerbesteuer flossen den Kommunen 2017 rund 2,1 Millionen Euro zu. Mit 140000 Euro unterstützten die Raiffeisenbanken förderwürdige Projekte und gemeinnützige Vereine.

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Die Genossenschaftsidee erweise sich als Erfolgsgeschichte. Die Ratingagentur S&P habe der genossenschaftlichen Finanzgruppe erneut die beste Benotung im deutschen Wettbewerbsvergleich erteilt. „Wir sind verlässlich, stabil und erfolgreich; das schätzen unsere Kunden“, betonte Burnhauser. Im Vertrieb und beim Kunden bewähre sich die dezentrale Struktur und die regionale Präsenz. Die Raiffeisenbanken würden von ihren Mitgliedern getragen. Kontinuität gebe es bei den Arbeitsplätzen. Die Mitarbeiterzahl der vier Banken sei nur leicht auf 263 zurückgegangen.

Vehement verteidigen Burnhauser und Hahn die Autonomie der selbstständigen Raiffeisenbanken. Die tiefe Verwurzelung im Geschäftsgebiet gehöre zum genossenschaftlichen Erbgut. Fusionen seien im Kreisverband derzeit kein Thema. Es gelte, Kundennähe zu praktizieren und gleichzeitig die digitalen Angebote und Kanäle auszubauen. Hahn ergänzt: „Wir bekennen uns zur Filiale als Ankerplatz für die Kundenbeziehung.“

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