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Bürgerversammlung

14.11.2018

Rehlinger klagen über Parksituation im Ort

Bodeneben und gepflastert ist der Gehweg an der Rehlinger Hauptstraße westlich der Raiffeisenbank. Hier befindet sich auch der Treppenaufgang. Aus Bequemlichkeit parken viele Bankkunden direkt vor dem Gebäude. Bei der Bürgerversammlung klagten Zuhörer, dass dadurch Fußgänger behindert würden. Hier gehen auch viele Schulkinder entlang.
Bild: Josef Abt

Zuhörer sorgen sich um Sicherheit von Kindern, weil Autofahrer auf dem Gehweg vor der Bank parken. Auch weitere Verkehrsthemen werden besprochen.

100 Besucher kamen zur Bürgerversammlung in Rehling. Mangels geeigneter Räume fand sie erstmals in der Schulturnhalle statt. Nach dem Bericht von Bürgermeister Alfred Rappel (wir berichteten) stellten die Zuhörer ihre Fragen.

Schwerpunkt bei den Wortmeldungen war die Parksituation im Ortskern, speziell auf dem Gehweg vor der örtlichen Raiffeisenbank. Mitten durch den Ortskern mit Bank, Rathaus, Gaststätte und Pfarrhaus führt die Kreisstraße AIC 9 von Langweid (Landkreis Augsburg) kommend nach Allmering und Aindling. Auf dieser Strecke hat sich das Verkehrsaufkommen massiv verstärkt. Dazu kommen immer größer werdende landwirtschaftliche Fahrzeuge. Vielen Bürgern war daher die Sicherheit für die Kinder und für die Fußgänger ein großes Anliegen.

Einige Zuhörer bemängelten die Park- und Haltesituation vor dem Bankgebäude. Viele Kunden parken ihr Auto nämlich direkt vor der Treppe auf der Pflasterzeile vor der Bank. Sie ist eigentlich ein Fußweg. Wegen der parkenden Autos müssen sich Kinder auf dem Weg zur Schule oder zum Kindergarten zwischen den Autos und der Begrenzungsmauer hindurchschlängeln oder gar auf der Kreisstraße daran vorbei gehen. Nur so gelangen sie zu neu geschaffenen und mit Verkehrshelfern gesicherten Überquerungshilfe.

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Bürgermeister Rappel verwies darauf, dass dieses Thema schon oft im Gemeinderat behandelt worden sei. Da es sich um eine Kreisstraße handle, könne nur das Landratsamt Anordnungen wie zum Beispiel ein Halteverbot aussprechen. Parken ist an der Stelle nicht erlaubt, da der Pflasterstreifen offiziell ein Gehweg ist. Rappel sagte, er könne nur an die Vernunft der Autofahrer appellieren. Am Rathausplatz oder im Hof der Gaststätte auf den bankeigenen Stellplätzen gebe es genug Parkmöglichkeiten. „Doch viele sind zu bequem, um ein paar Schritte mehr zu machen“, so Rappel.

Einige Zuhörer fragten den anwesenden Bankvorstand Georg Gschossmann, ob hier beim Umbau des südlich angrenzenden, neu erworbenen Gebäudes auch ein neuer Zugang für Fußgänger vorgesehen sei. Gschossmann versicherte, es werde eine Lösung mit dem Übergang zum neuen Gebäude der Allianz-Agentur angestrebt: Hier wird von Süden kommend ein neuer Aufgang zum Bankgebäude geschaffen, den auch Fußgänger und Schulkinder nutzen können, um zu der Straßenquerung zu kommen. Leider werde er nicht barrierefrei möglich sein. Eine kleine Treppe werde unumgänglich sein.

Der Bürgermeister versicherte, dass dieses Thema im Gemeinderat noch einmal zur Sprache kommen werde. In dem Zusammenhang wurde auch das Parkproblem beim Ärztehaus an der Bergstraße moniert. Dort komme es mit landwirtschaftlichen Maschinen oft zu brenzligen Situationen. Rappel sagte, hier müsse „jeder Verkehrsteilnehmer seine Fahrweise anpassen“.

Sorge vor erhöhtem Schwerlastverkehr durch Kindergartenneubau

Da im Frühjahr mit dem Neubau des Kindergartens begonnen wird, fürchten einige Eltern einen verstärkten Schwerlastverkehr zur Baustelle. Michael Jakob regte an, hier einen Helfer zur Schulwegsicherung für Kinder einzusetzen. Rappel zeigte sich offen dafür, sofern sich jemand dafür zur Verfügung stellt.

Peter Strobl wollte wissen, warum das neue Kindergartengebäude ein „Industriedach“ und kein normales Satteldach bekommt, das bei Bedarf ausgebaut werden könnte. Rappel argumentierte, diese von den Architekten gewählte Konstruktion passe ins Gesamtkonzept des Gebäudes. Diese drei kleinen Satteldächer seien bereits mehrheitlich für optisch gut befunden worden.

Ein Neubürger in der Hambergstraße bemängelte den starken Schwerlastverkehr, der hier von und zur Bauschuttdeponie und Sandgrube führt. Die Fahrzeuge seien oft viel zu schnell unterwegs. Aus den Seitenstraßen herauszufahren, sei oft reine Glückssache, so der Zuhörer. Er forderte daher eine Geschwindigkeitsbeschränkung.

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