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Aichach

21.05.2020

Schulleiter veröffentlicht Lyrisches aus der Aichacher Wandelbar

Der Autor Erwin Lenz mit seinem neu erschienenen Werk „Wundersam Wandelbar“.
Bild: Alice Lauria

Plus Der Schulleiter Erwin Lenz aus Aichach hat einen Gedichtband mit dem Titel „Wundersam Wandelbar“ veröffentlicht. In dem Szenelokal entstanden die Gedichte auch.

Unter dem Titel „Wundersam Wandelbar“ hat der Aichacher Erwin Lenz einen Gedichtband veröffentlicht. Auf 84 Seiten hat der Schulleiter des Ignaz-Taschner-Gymnasiums Dachau seine Beobachtungen aus dem Leben festgehalten. Entstanden sind die niedergeschrieben Zeilen allesamt in der Aichacher Wandelbar, daher auch der Titel.

Lenz hielt sich vor Corona gerne und oft in den Abendstunden in dem Aichacher Szenelokal auf. Zum Teil alleine, teils in Gesellschaft. Er beobachtet. Die Leute um sich herum, die Gesichter, die Konversationen. Dort sieht er Dinge wie Freude oder Liebeskummer. Einfach Leben. Eigene Erfahrungen.

Erwin Lenz machte sich in der Wandelbar Notizen, der Feinschliff folgte daheim

Die Notizen macht er sich meist direkt in der Bar, der Feinschliff entsteht dann in zwei bis drei Wochen zu Hause, „bis ich zufrieden bin“, sagt der Autor. „Das bin halt ich, das sind meine Gedanken, das macht mir Spaß“, beschreibt der Aichacher sein Erstlingswerk.

Eigentlich waren die Gedichte nicht für eine Veröffentlichung geschrieben worden. Er ließ sich aber von Freunden und Familie überzeugen. Im Nachhinein freut es Lenz, dass er für seine drei Kinder Spuren hinterlassen hat. Den Klappentext ziert ein Bild, das er selbst gemalt hat. „Alles wandelt sich: Das ist spannend, das macht neugierig, das macht Mut“ beschreibt er hier sehr gut den Tonus seiner sonst sehr unterschiedlichen Gedichte.

Jedes der Gedichte des Aichachers enthält eine überraschende Wendung

In jedem einzelnen Gedicht gibt es eine überraschende Wendung. Die lyrischen Werke in „Wundersam Wandelbar“ lesen sich flüssig, lassen den Leser aber verweilen, um das Gelesene zu greifen. Er schreibt vom Regen „Schön wär’s.“, vom Glauben „An wen?“, von Balkonien „Fast daheim“ und vom (Frühlings-)Erwachen „Aufgeht die Knospe“. Er bezieht Hermann Hesses „Harry Haller“ in Gedichte mit ein und er schreibt eine „Reminiszenz an Erich Fried“, einen bekannten österreichischen Lyriker.

Manche Verse haben nur wenige Zeilen mit viel Aussage, andere geben in vielen Zeilen ein und dieselbe Aussage wieder. Bei einigen der enthaltenen Werke findet der Leser auch eine Angabe zum Entstehungstag des jeweiligen Gedichts.

Gedichtband soll bald auch in Aichacher Buchhandlungen verkauft werden

Über den großen Schritt der Veröffentlichung sagt Lenz: „Ich freue mich, dass es draußen ist in der Welt. Was daraus wird, liegt nicht in meiner Hand, und das ist gut so.“

Der Verkauf des Buches wird nach den derzeitigen Einschränkungen wegen Corona auch in den örtlichen Buchhandlungen erfolgen, derzeit kann es online erworben werden. Lenz jedenfalls ist entspannt in seinen Erwartungen an sein Buch. „Es muss keiner lesen, aber es darf jeder lesen.“

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