Newsticker
Kassenärzte erwarten Aufhebung der Impf-Priorisierungen im Mai
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. "Schweinwerfer" und Co. - die kuriosesten Verschreiber des Jahres

Aichach-Friedberg

21.01.2020

"Schweinwerfer" und Co. - die kuriosesten Verschreiber des Jahres

Die „Buchstabensuppe“ ist hier bei dem Schweizer Künstler Ursus Wehrli (“Die Kunst aufzuräumen“) wunderbar geordnet – bei Verschreibern hingegen wird so mancher „Schatz im Silbensee“ gehoben.
Foto: Ursus Wehrli

Plus Manche Verschreiber passieren aus Unachtsamkeit. Andere, weil die Technik dazwischenfunkt. Hier sind unsere kuriosesten Beispiele.

Kein Redakteur, kein Korrektor und kein Leser will sie in der Zeitung haben: Rechtschreibfehler. Manchmal aber sind sie so kurios, dass man darüber lachen kann. Deshalb machen wir heute mal eine Ausnahme: Wir haben die schönsten Verschreiber für Sie gesammelt, die uns im vergangenen Jahr in Zuschriften an unsere Redaktion, eigenen Artikeln oder anderswo aufgefallen sind.

Auf einem Christkindlmarkt im Landkreis gab es im vergangenen Jahr eine Neuerung der besonderen Art. Dort war, zumindest laut Ankündigung, ein „Verkaufsstrand“ zu finden. Warum ist nicht schon längst jemand auf diese Idee gekommen?

Viel Applaus für eine „Primäre“

Auch bei einem Konzert in Aichach war eine Neuerung zu erleben. Für die „Primäre“ gab es jedenfalls viel Applaus.

Anderswo wurde eine althergebrachte Veranstaltung abgesagt. Das Kaffeekränzchen am „Risenmontag“ fiel aus. Möglicherweise hatten sich zu wenige Teilnehmer mit einer Körpergröße von über zwei Metern angemeldet.

Besser lief es hingegen bei einer Veranstaltung in Aindling: Sie war „von den Besuchern her gut besucht“. Stimmt – die Nichtbesucher waren ja nicht da.

Verderben will gelernt sein

Vorträge darüber, welche Regeln es beim Vererben zu beachten gilt, finden im Landkreis regelmäßig statt. Eine neue Variante versprach ein Infoabend zum Thema „Erben und Verderben“. Ja, auch Verderben will gelernt sein.

Veranstaltungen waren im vergangenen Jahr immer wieder gut für ungewöhnliche Beschreibungen: So wurden nach einem Schießwettbewerb im Landkreis mit Teilnehmern aus ganz Süddeutschland die Sieger des „hochdosierten“ Cups bekannt gegeben. Offenbar gab es ein ordentliches Preisgeld, das die Gewinner mit wohldosierter Freude entgegennahmen.

Auch die Einladung zu Wettbewerben oder Feiern birgt die ein oder andere Stolperfalle. Vor allem, wenn der Veranstalter/die Veranstalterin es jedem/jeder recht machen will und deshalb „alle Mitgliederinnen und Mitglieder“ zum Sommerfest einlädt.

Vorfreude auf die zukünftige Brotzeit

Auf die motivierende Kraft der Gedanken setzten die Organisatoren einer Wanderung: Die Teilnehmer sollten sich bei „einer zukünftigen Brotzeit“ im Biergarten stärken. Die Aussicht auf das reiche Mahl genügte offenbar, um dennoch viele Wanderer anzulocken.

In die Zukunft gerichtet war auch der Hinweis auf der Internetseite eines Vereins. Er bat um Geduld, da seine „neue Internetpräsens“ gerade erst entstehe. Wer allerdings weiß, dass das Präsens die grammatikalische Zeitform der Gegenwart ist, fragte sich, warum der Internetauftritt nicht jetzt, also gegenwärtig, schon fertig war.

Neben der Grammatik eine beliebte Stolperfalle: falsche Bezüge. So wie in diesem Beispiel: „Eine alte Salutkanone ist noch im Besitz der Soldatenkameradschaft. Diese soll nun nach optischer Aufarbeitung verkauft werden.“ Ob die Soldatenkameradschaft wirklich eine optische Aufarbeitung benötigt, mag eine Frage des persönlichen Geschmacks sein. Aber wer verkauft denn deshalb gleich einen ganzen Verein?

„Akklimatisierung“ per Hand

Der Klimawandel und der Klimaschutz war im vergangenen Jahr in aller Munde. „Klimahysterie“ wurde sogar zum Unwort des Jahres 2019 gekürt. All das könnte ein Grund dafür sein, warum ein Besucher einer Nominierungsversammlung vor einer Abstimmung forderte, per Hand zu „akklimatisieren“.

„Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“, lautet eine beliebte Redensart. Das dachte sich wohl auch ein Antragsteller, der drei „Abstellträume“ für sein Dachgeschoss beantragte.

Apropos Träume: Welcher Sportverein träumt nicht davon, einen Champion in seinen Reihen zu haben? Eine neue Methode zur Nachwuchsfindung tauchte unerwartet in einer Ausschusssitzung auf: Hier wurde über eine Halle zur „Championzucht“ gesprochen. Bislang ist nicht bekannt, ob sie bereits erfolgreich war und erste Champions daraus hervorgegangen sind.

TÜV-geprüfte „Schweinwerfer“

Erfolgreich hingegen war eine Werkstatt im nördlichen Landkreis mit einer ganz besonderen Rarität unter Autoliebhabern: Sie tauschte „Schweinwerfer“ aus, die sogar den vom TÜV geforderten Einstellungen entsprachen. Tierschützer dürften mehr als nur einen kritischen Blick darauf geworfen haben.

Ein Verschreiber, der uns zwar schon im Dezember 2018 passiert, aber erst beim zufälligen Nachlesen im Juli 2019 aufgefallen ist, war ein Artikel über den „Aindlinger Hallenbach“, von dem wir zuvor noch nie gehört hatten. Ein Bach im Bad? Nein, so liest sich das, wenn Redakteure ins Schwimmen kommen.

Neues von den „Klinken an der Paar“

So gut, dass sie gleich mehrfach im Blatt landeten, waren die „Klinken an der Paar“. Sogar in einer Überschrift auf der ersten Seite unseres Lokalteils waren sie zu lesen. Dass dabei stets das zweite „i“ fehlte, bemerkten Redakteure und Korrektoren erst sehr viel später. Nicht mal Kollegen, denen wir die Überschrift mit dem Hinweis vor die Nase hielten, dass sie einen Fehler enthält, entdeckten ihn auf Anhieb.

Lesen Sie dazu auch: Wir haben die schönsten Verschreiber 2018 gesammelt

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren