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Partnerschaft

17.08.2018

Sielenbacher Weltmeisterpokal für die Franzosen

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Während des Tirol-Aufenthaltes wurde im Landessportcenter in Innsbruck Quartier gemacht. Vor malerischer Kulisse strahlen die Franzosen mit den Sielenbachern um die Wette.
Bild: Alice Lauria

Beim Aufenthalt der rund 50 Freunde aus St. Fraimbault de Priéres in der Gemeinde war einige Gaudi geboten.

Es ist Tradition, dass sich im jährlichen Wechsel die Gemeinden Sielenbach und St. Fraimbault de Prières gegenseitig besuchen. Hierzu gehören spannende Ausflüge ebenso wie gesellige Abende. In diesem Jahr weilten 49 französische Gäste im Ecknachtal. Es stand für sie einiges auf dem Programm.

Direkt nach der Ankunft am Samstag in den französischen Nationalfarben unter dem Motto „Allez la France“ lud das Sielenbacher Partnerschaftskomitee die Gäste zum Sautrogrennen an die Ecknach zwischen Schafhausen und Sielenbach ein – ein Riesenspaß für alle Beteiligten, unter ihnen einige französische Gäste, die sich über die Abkühlung im frischen aber trüben Nass bei tropischen Temperaturen sichtlich freuten. Der Sonntag begann besinnlich beim gemeinsamen Gottesdienst in Maria Birnbaum, um dann am Nachmittag bei erneut schwül-heißem Wetter mit dem traditionellen Bouleturnier auf dem Dorfplatz seinen Höhepunkt zu finden. Der Hitze trotzend wurde bis zum Abend gespielt. Nach schmackhafter Verköstigung aller bei Pizza und Leberkäse kamen bei der Siegerehrung Mannschaften aus beiden Nationen aufs Treppchen.

Der Aufenthalt stand diesmal unter dem Thema „Lebensmittelerzeugung“. So wurden für die Gäste zwei Besichtigungen organisiert: in der Molkerei Zott in Mertingen sowie in der Bäckerei Scharold in Derching. Am Abend gab es im Tödtenrieder Feuerwehrhaus zünftig bayerischen Rollbraten. Dort berichteten die französischen Freunde von zwei eher traditionellen Lebensmittelbetrieben aus ihrer Heimat. Anhand von liebevoll gebastelten Schautafeln zeigten sie den Sielenbachern Bilder der Produktion einer Käserei und einer Cidre Kelterei.

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Hartnäckigkeit wird mit spektakulärer Aussicht belohnt

Am Dienstag startete eine zweitägige Reise nach Tirol. Dort ging es per Gondel auf die Hohe Salve, einen der schönsten Aussichtsberge in den Kitzbühler Alpen, und dank perfekten Wetters ein wirklich beeindruckendes Erlebnis für alle. Das Landessportcenter Tirol in Innsbruck wurde zum Nachtquartier. Am nächsten Tag stand nach einer Stadtführung in Innsbruck die Besichtigung der Skisprungschanze Bergisel auf dem Programm. Allerdings kam es im letzten Moment zur Planänderung, weil der Schrägaufzug hinauf zur Schanze hitzebedingt ausfiel. Die sportlichsten unter den französischen Gästen machten sich auf, zu Fuß die 440 Stufen zu erklimmen, während sich ein Großteil der Gruppe dafür entschied, stattdessen das „Tirol Panorama“ Museum zu besuchen. Eine kleine hartnäckige Gruppe blieb allerdings bei der Schanze und versuchte Alternativen zu finden, um doch noch hinauf zu gelangen, mit Erfolg. Schlussendlich wurden die übrigen Teilnehmer per Kleinbus auf den Rettungswegen nach oben gebracht. Eine Hartnäckigkeit, die von einem spektakulären Ausblick im Aussichtsrestaurant belohnt wurde.

Am Donnerstag stand im Zuge der Rückfahrt nach Sielenbach noch ein Zwischenstopp in einer Heumilchsennerei in Fügen im Zillertal auf dem Programm. Hier konnten sehr anschaulich die Unterschiede zu einer Großmolkerei aufgezeigt werden. Während in Mertingen bei Zott viele Prozesse für den Besucher nicht sichtbar sind, konnte hier fast die komplette Käseherstellung beobachtet werden. Am eisigen und malerischen Achensee folgte noch ein Picknick, welches die hart gesottensten jungen Franzosen für ein sehr kaltes kurzes Bad nutzten, um danach zurück nach Sielenbach zu fahren. Hier erwartete sie bereits der Abschiedsabend im Pfarrheim bei Blasmusik der Junga Sialabecka und einer ganz besonderen Überraschung: Die Wollomooser Goaßlschnalzer zeigten ihr Können begleitet von Akkordeonklängen sehr zum Erstaunen der französischen Freunde. Auch wurden gegenseitig Geschenke verteilt. Für die Gastgeber gab es eine kunstvoll aus Eisen geschnittene Skulptur einer Parkbank mit zwei Freunden, einem Herz und der Inschrift „Freundschaft“ zum Aufstellen. Im Gegenzug bekamen die Gäste eine Nachbildung des WM-Pokals als Leihgabe überreicht, auf welchem allerdings bereits für 2022 Deutschland als nächster Inhaber eingraviert wurde, nur um daran zu erinnern, dass dieser in vier Jahren wieder zurückzugeben ist. Dies sorgte bei allen für Gelächter, und als die Blaskapelle noch die französische Nationalhymne, die Marseillaise anstimmte, war die Stimmung im Sielenbacher Pfarrheim nicht mehr zu toppen. Mit einem leckeren Buffet gefolgt von einer reichen Käseauswahl und Dessert konnte dieser besondere Abend noch lange ausklingen. Am nächsten Morgen ging es dann für die französischen Freunde nach tränenreichem Abschied mit Zwischenstopp im Europapark Rust zurück nach Hause. Wieder eine unvergessliche Woche für alle, die im nächsten Jahr in umgekehrter Form nach Wiederholung schreit.

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