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Marktgemeinderat

03.07.2014

Über Jugendarbeit soll erst der Ausschuss beraten

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Die Straße zwischen Binnenbach und Eisingersdorf wird ausgebaut. Noch ist nicht geklärt, in welcher Form das geschehen soll.
Bild: Johann Eibl

In Aindling wird über Amt eines Jugendbeauftragten länger debattiert. Meinungsverschiedenheiten zum Kindergarten

Mit welchen Aufgaben ist das Amt eines Jugendbeauftragten verknüpft? Benjamin Schröter, der seit Mai dem Marktgemeinderat von Aindling angehört, hatte sehr ausführlich nachgedacht darüber und seine Überlegungen zu Papier gebracht. Zwei eng bedruckte Blätter reichten dafür nicht aus. In der Sitzung am Dienstagabend befasste sich die Runde mit dem Antrag. So richtig anfreunden wollte sich damit kaum einer, einfach vom Tisch wischen, das stand aber ebenso wenig zur Debatte. Etwa in einem Monat soll sich der Ausschuss für Jugend und Familie damit auseinandersetzen.

„Ein bisschen ausführlich“ hatte Bürgermeister Tomas Zinnecker die Ausführungen von Schröter zu diesem Antrag genannt. „Da können wir fast einen Sozialpädagogen beauftragen.“ In seinen Augen sind für Kinder bis zu zwölf Jahren die Eltern zuständig. Im Laufe der Diskussion ließ Zinnecker anklingen, dass er bereits einen Kandidaten für das Amt des Jugendbeauftragten im Auge habe. Wiederholt war davon die Rede, dass man in erster Linie einen Vermittler zwischen den Interessen der jungen Leute und der Gemeinde suche. Helmut Lindermeir will keine Konkurrenz zu den Vereinen schaffen. Handlungsbedarf sah er aber durchaus. „Das Jugendheim ist eingeschlafen“, erinnerte er an frühere Pläne.

Überwiegend kritisch wurde ein Schreiben des Elternbeirats des Aindlinger Kindergarten zur Kenntnis genommen, in dem ausstehende Arbeiten an Spielgeräten moniert wurden. Ein Kind sei verunglückt, hieß es da. „Das war als Hilferuf gedacht“, erklärte Benjamin Schröter als stellvertretender Vorsitzender des Elternbeirats. Dieser Ruf sei auch in der Kirchenverwaltung angekommen, demnächst werde es ein Gespräch geben. Josef Settele blickte 25, 30 Jahre zurück. Damals hätte die Eltern angepackt, größere Arbeiten seien von der Kommune übernommen worden. Seine Forderung: nicht alles auf die Gemeinde abwälzen, sondern selber Einsatz zeigen. Dazu sagte Zinnecker: „Sie sprechen mir heute ausnahmsweise aus der Seele.“

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Der Bürgermeister setzte sich schließlich mit seiner Forderung durch: Den Bauhof sollte man künftig für solche Arbeiten im Kindergarten nicht mehr heranziehen. Begründung: Dieser Einrichtung fehlt es an Fachleuten für diverse Aufgaben. Schließlich gehe es darum, gerüstet zu sein für etwaige Forderungen, die auf den Kindergarten zukommen könnten, falls Probleme auftreten. „Zu scharf formuliert“ erschien Michael Balleis das Schreiben des Elternbeirats: „Als Bauhofmitarbeiter würde ich da draußen keine Hand mehr anrühren.“

Nach der Sitzung stand für den Marktgemeinderat noch die Besichtigung mehrere Orte auf dem Programm. Dazu gehörte auch die Ortsverbindungsstraße von Binnenbach nach Eisingersdorf. Dass dieser Abschnitt ausgebaut wird, das wird seit Längerem gefordert und steht wohl auch außer Frage. In welcher Form das geschehen soll, da gehen die Meinungen aber auseinander. Josef Settele berichtete von einem Anruf, in dem eine Frau die aktuelle Planung als Faschingsscherz kritisiert habe.

Am Mittwoch stellte Tomas Zinnecker auf Anfrage klar: „So wie es abgesteckt ist, wird es sicher nicht gebaut. Wir können der Bevölkerung nicht vermitteln, dass wir eine Straße durch die Wiese bauen.“ Eine Entscheidung über dieses Projekt werde erst zu einem späteren Zeitpunkt fallen.

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