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Aindling

04.12.2020

Wer darf in Stotzard ins Gemeinschaftshaus? Gemeinde hat Vetorecht

Beim Feuerwehrball der Stotzarder Feuerwehr 2019 war der Saal im Gemeinschaftshaus bestens gefüllt. Vereine müssen nach der neuen Nutzungsverordnung für den Saal nur gemeindlichen Veranstaltungen Vorrang lassen.
Bild: Martha Brandmeir (Archivfoto)

Plus Der Aindlinger Gemeinderat segnet neue Vorgaben für die Nutzung des Saals in Stotzard ab. Geregelt wird auch, wer Vorrang hat, wenn es mehrere Bewerber gibt.

Das Gemeinschaftshaus in Stotzard gehört zwar der Marktgemeinde Aindling, wird aber seit der Eröffnung im Jahr 1992 von den örtlichen Vereinen verwaltet. Mitglieder dieser Vereine haben jetzt eine neue Nutzungsverordnung für den Saal erarbeitet. Die alten Bestimmungen waren überholt, weil sie fast 20 Jahre alt waren. In der neuen Satzung bekommt die Gemeinde Aindling auch ein Vetorecht, wer den Saal nutzen darf.

Mehrere Vereine nutzen das Stotzarder Gemeinschaftshaus. Die Gemeinde darf nun mitbestimmen, an wen der Saal vermietet wird.
Bild: Johann Eibl (Archivfoto)

Das Vetorecht soll – nach Wunsch der Aindlinger Gemeinderäte – verhindern, dass "zwielichtige Gruppierungen" oder Firmen den Saal buchen können. Als Beispiele wurden Scientology oder Anbieter von Kaffeefahrten genannt.

Rangfolge für den Saal in Stotzard

Peter Settele, der bei der DJK Stotzard Saalverwalter ist, stellte dem Aindlinger Gemeinderat jetzt die neuen Richtlinien vor. In dem Papier wird unter anderem eine Rangfolge aufgestellt, wer den Saal nutzen darf, wenn mehrere gleichzeitig in den Saal wollen. Vorrang haben gemeindliche Veranstaltungen wie Gemeinderatssitzungen, Bürgerversammlungen oder Seniorentreffen. Auf Platz zwei folgen Veranstaltungen von örtlichen Vereinen wie Vereinsfeiern, Theaterabende oder Konzerte. Auf Platz drei werden Privatveranstaltungen ortsansässiger Bürger, etwa Hochzeiten oder Familienfeiern, aufgeführt. Am Ende der Liste stehen Veranstaltungen von Vereinen, Privatpersonen oder privaten Firmen von außerhalb der Pfarrei Stotzard.

Saalgebühr wird jetzt auch offiziell in Euro erhoben

Die neue Verordnung regelt auch die Saalgebühr, die teilweise minimal erhöht wurde. So werden für Vereinsveranstaltungen der Ortsvereine pro Veranstaltung jetzt 30 Euro statt 50 Mark, so der aufgeführte Betrag in der alten Satzung, fällig. Das gleiche gilt für Privatveranstaltungen von Bürgern der Pfarrei. Für Gymnastikstunden oder Theaterproben werden 10 Euro (statt 20 Mark) berechnet. Nutzer von außerhalb der Pfarrei zahlen eine Tagespauschale von 70 Euro (früher 150 Mark). Der Pächter der Gaststätte muss für Veranstaltungen, die er bewirtet, 30 Euro abgeben.

Der Gemeinderat stimmte der neuen Nutzungsverordnung einstimmig zu. Karl Gamperl lobte die Arbeit der beteiligten Vereine mit den Worten: "Man muss froh sein, dass es solche Leute gibt, die das da ordentlich machen."

Weitere Themen aus dem Aindlinger Gemeinderat

Am Wochenende wollen sich die Aindlinger Gemeinderäte zu einer Klausur treffen, um über Bauprojekte zu sprechen. Dabei soll auch eine Prioritätenliste für Geh- und Radwege erstellt werden. Im Vorgriff auf dieses Thema verkündete Gemeinderat Josef Settele, dass in Gaulzhofen 100 Bürger für einen Geh- und Radweg unterschrieben haben. Auch in Stotzard würden noch Stimmen gesammelt, so Settele.

Im Frühjahr soll die Binnenbacher Ortsdurchfahrt erneuert werden.
Bild: Johann Eibl (Archivfoto)

Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung ging es um die Vergaben für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Binnenbach, die im Frühjahr 2021 starten soll. Der Zuschlag für die Straßenarbeiten ging an die Firma Schweiger Straßenbau GmbH aus Altomünster für ein Angebot über 1,7 Millionen Euro. Die Kanalarbeiten führt die Firma Helmut Seel Bau GmbH aus Berg im Gau aus - für 1,6 Millionen Euro.

Zudem beschloss der Marktgemeinderat den Kauf eines neuen Unimogs für den Bauhof für insgesamt etwa 270.000 Euro.

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