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Inchenhofen

03.11.2019

Wie der Leonhardiritt die Zuschauer begeistert

Beim Leonhardiritt in Inchenhofen säumten rund 4000 Zuschauer die Straßen in der Marktgemeinde. Auf 19 Festwagen wird das Leben des Inchenhofener Kirchenpatrons dargestellt, auf diesem Festwagen die Taufe des heiligen Leonhard.
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Beim Leonhardiritt in Inchenhofen säumten rund 4000 Zuschauer die Straßen in der Marktgemeinde. Auf 19 Festwagen wird das Leben des Inchenhofener Kirchenpatrons dargestellt, auf diesem Festwagen die Taufe des heiligen Leonhard.

Plus 200 Pferde, 19 Motivwagen, sechs Kutschen: Die Prozession in Inchenhofen begeistert 4000 Zuschauer. Was das Fest ausmacht.

Als nach einer halben Stunde Nieselregen einsetzt, geht der Leonhardiritt in Inchenhofen unverändert weiter. Musikkapellen spielen Blasmusik, Pferde wiehern und ziehen Wagen hinter sich her. Die Moderatoren sagen an, was die Darsteller auf den Wagen zeigen: Der heilige Leonhard, wie er getauft und wie ihm die Bischofswürde angeboten wird. Die Tropfen stören niemanden – und nach ein paar Minuten hört es wieder auf zu regnen. (siehe auch: Leonhardi was? Nie gehört.)

So schön ist der Leonhardiritt in Inchenhofen.
Video: Philipp Schulte

Die Veranstalter haben gestern mächtig Glück. Noch am Vormittag schüttet es. Doch von zwölf Uhr an klart der Himmel immer weiter auf, sogar die Sonne kommt durch. Bis zum Ende des Festumzugs bleibt es trocken und es ist nicht kalt. Das freut besonders die Mitwirkenden auf den Wagen, wie später zu hören ist. Sie verharren eineinhalb Stunden in ihren Positionen. Bewegen verboten.

Leonhardiritt: 4000 Besucher säumen die Straßen

4000 Besucher säumen die Straßen während des Ritts. Das schätzt Hans Schweizer, Vorsitzender des Leonhardikomitees. Aufgrund des Wetters sei etwas weniger los als im vergangenen Jahr, sagt er. Schweizer, der seit 50 Jahren beim Leonhardiritt mitwirkt, kennt die Bedeutung dieses Brauchtums. Der Inchenhofener Umzug sei der älteste Leonhardiritt in Bayern, sagt er.

200 Pferde, 19 Motivwagen und viele Gruppen zogen beim Leonhardiritt durch Inchenhofen.
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Der Leonhardiritt in Inchenhofen
Foto: Erich Echter

Seit 1965 findet der Leonhardiritt in Inchenhofen ohne Unterbrechung statt. Eingeführt wurde er 1457. Leonhard von Limoges, der der katholischen Wallfahrtskirche in Inchenhofen ihren Namen gibt, lebte im 6. Jahrhundert. Er ist Patron der Gefangenen, der Geisteskranken, der Mütter und der Tiere. Deshalb sind 200 Pferde an der Prozession beteiligt. Sie ziehen sechs Kutschen und 19 Motivwagen.

Inchenhofen: Florian Herrmann ist Ehrengast

Als Ehrengast kommt Florian Herrmann, Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien sowie Leiter der bayerischen Staatskanzlei, in die Marktgemeinde. Er zeigt sich beeindruckt, wie vielfältig der heilige Leonhard dargestellt wird.

Der Augsburger Weihbischof Florian Wörner spricht mit den Zuschauern ein Gebet. Ihm liege Leonhards Streben nach Freiheit besonders am Herzen, sagt er. Inchenhofens Bürgermeister Karl Metzger sagt, der Leonhardiritt stärke den Zusammenhalt in der Gemeinde. Früher seien die Menschen auf Pferde angewiesen gewesen. Das Erbe des Leonhardiritts müsse gepflegt werden.

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