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Aichach-Friedberg

20.11.2020

Wittelsbacher Land nimmt eine Flüchtlingsfamilie aus Moria auf

Der Freistaat hat dem Kreis Aichach-Friedberg mitgeteilt, dass eine Familie aus dem abgebrannten Flüchtlings-Camp in Griechenland im Wittelsbacher Land unterkommen soll.
Bild: Petros Giannakouris, AP, dpa (Symbolfoto)

Plus Der Freistaat hat dem Kreis Aichach-Friedberg mitgeteilt, dass eine Familie aus dem abgebrannten Flüchtlingscamp Moria in Griechenland hier unterkommen soll.

Eine Familie aus dem griechischen Flüchtlingscamp Moria soll ins Wittelsbacher Land kommen. Das bestätigt das Landratsamt auf Nachfrage. Mit einem Dringlichkeitsantrag wollte die Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im September schon erreichen, dass sich der Landkreis dazu bereit erklärt, 25 Flüchtlinge aus dem "abgebrannten Elendslager Moria auf Lesbos" aufzunehmen. Das Vorhaben scheiterte im Kreisausschuss im September allerdings aus formalen Gründen. Landratsamtssprecher Wolfgang Müller erklärt: "Die Verteilung läuft grundsätzlich von oben nach unten." Das bayerische Innenministerium bestimmt, welche Flüchtlinge wo hinkommen.

Noch ist unklar, wann die Familie aus Moria nach Aichach-Friedberg kommt

Nach der Sitzung im Kreisausschuss signalisierte der Kreis dann aber dem Innenministerium, dass man Menschen aus Moria im Wittelsbacher Land aufnehmen könne, berichtet Müller. Dieses Angebot wurde offenbar angenommen. "Wir haben jetzt die Nachricht erhalten, dass eine Familie kommen soll", so Müller. Noch sei unklar, wann genau. Im Moment laufen bereits Überlegungen, wo die Familie am besten untergebracht werden kann.

Der Bund hat nach der Brandkatastrophe beschlossen, 1553 anerkannte Flüchtlinge aus Moria nach Deutschland zu holen. 100 davon gehen nach dem Verteilkonzept des Bundes nach Bayern. Die 100 Flüchtlinge werden auf insgesamt 15 Kommunen verteilt. In Schwaben nehmen außer dem Kreis Aichach-Friedberg die Städte Augsburg und Lindau Menschen aus Moria auf. Innenminister Joachim Herrmann sagte, die Aufnahmebereitschaft innerhalb Bayerns sei sehr groß gewesen. "Ich danke allen, die ohne Wenn und Aber ihre Unterstützung angeboten haben", so der Minister.

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