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Ausstellung

11.10.2017

Wo der letzte Weg aus der Enge ins Licht führt

Fantasievolle Bilder zeigt Conny Krakowski (rechts) bei ihrer Ausstellung im Aichacher Köglturm.
2 Bilder
Fantasievolle Bilder zeigt Conny Krakowski (rechts) bei ihrer Ausstellung im Aichacher Köglturm.
Bild: Erich Echter

Conny Krakowski aus Pichl zeigt Bilder zum Thema „Am Ende einer Reise“ im Aichacher Köglturm

Planeten, Bäume und Wolken sind auf fast allen Bildern von Conny Krakowski zu sehen. Vor allem aber sind es surreale Traumwelten, die die 47-Jährige aus dem Aindlinger Ortsteil Pichl in unterschiedlich großen Formaten malt. In ihrer aktuellen Ausstellung im Köglturm in Aichach setzt sie sich mit Themen wie Leben und Sterben auseinander, nachdem kürzlich eine nahe Verwandte starb. „Am Ende einer Reise“ lautet das Motto, unter dem die Künstlerin 32 Arbeiten zeigt. Bürgermeister Klaus Habermann sagte bei der Eröffnung, das Thema passe gut in die Herbstzeit und zum nahenden Allerheiligentag.

Fast jedes von Krakowskis Bildern zeigt in irgendeiner Form einen Übergang. Mal ganz konkret und offensichtlich in Form von Brücken, mal versteckt als kleine Leitern, die von einer Ebene zur anderen führen. Manchmal auch eher symbolisch, zum Beispiel durch lichte Elemente. Obwohl sie sich bei ihren Arbeiten mit Themen wie Werden und Vergehen, dem Leben und Sterben auseinandersetzt, wirken die Bilder leicht und positiv. Es müsse nicht zwingend so sein, dass diese nicht ganz einfachen Themen mit Berührungsängsten verbunden seien, findet die Künstlerin. „Die Welt der Fantasie macht es möglich, diese Bereiche unseres Lebens von einer ganz anderen Seite aus zu betrachten.“

Zum Beispiel in ihrer Arbeit „Der letzte Weg“. Über eine breite Brücke schreitet jemand auf einen Baum mit einem leuchtenden Durchgang in seinem Stamm zu. Lichtstrahlen fallen auf den Baum, in dessen Ästen Leuchtkugeln zu schwingen scheinen. Mit einem Zitat verstärkt die Künstlerin jeweils ihre Aussage. In diesem Fall hat sie eines von Monika Minder ausgewählt: „Dankend, durch eine leise Tür, führen uns Träume aus der Enge.“

Ihre Bilder malt Krakowski aus dem Bauch heraus. „Ich habe keinen Plan, wenn ich anfange.“ Meistens sind es Wolken, die zusammen mit Planeten und Bäumen zu ihren Lieblingsmotiven gehören, die sie zuerst auf die Leinwand malt. Je nach Stimmung geht es dann weiter. Manche Bilder hat sie an einem Tag fertig, an anderen malt sie zwei Wochen. Und dann gibt es die Arbeiten, die ein paar Jahre darauf warten, fertig zu werden. „Wenn nichts mehr geht, dann kann ein Bild auch mal ein paar Jahre unvollendet im Atelier stehen“, erklärt sie.

Sie kam vor rund zehn Jahren durch puren Zufall zur Malerei und kniete sich daraufhin „in diese Themenwelt rigoros rein“. Einen Kurs hat Conny Krakowski nie besucht. Sie hat sich alles selbst beigebracht. Seit dem Jahr 2009 hat sie ihr eigenes Atelier, in dem sie auch Malkurse gibt. (mit ech)

Die Ausstellung „Am Ende der Reise“ im Köglturm in Aichach ist bis 29. Oktober samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr zu sehen. In der Museumsnacht am Samstag, 14. Oktober, ist von 19 bis 24 Uhr geöffnet.

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