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Motorsport

05.11.2017

Mit 52 PS immer vorne mit dabei

Ines Schmitt tritt zusammen mit anderen Fahrern im Bayernteam an. In Karlsruhe landete die Mannschaft auf dem fünften Platz.
Bild: Schmitt

Ines Schmitt aus Eurasburg wird beim Deutschen ADAC-Endlauf Dritte in der Damenwertung.

Mit 52 Pferdestärken hat Ines Schmitt schon viele Turniersiege eingefahren. Der Motorsport ist ihr Hobby. Auch ihr Start beim 64. Deutschen ADAC Turniersport Endlauf im Karlsruher Stadtteil Grötzingen war von Erfolg gekrönt. Und dies in doppelter Hinsicht.

Auf dem Siegertreppchen stand die Eurasburgerin als Drittbeste in der Damenwertung. Zehn weibliche Fahrer waren unter den insgesamt 53 Startern aus zwölf ADAC-Regionalclubs. Einen Pokal fuhr sie aber auch im vierköpfigen Bayernteam ein. Ihre Mannschaft mit Teamkollegen Gernot Riemey aus Bad Brückenau, Sebastian Oswald aus Freilassing und Rüdiger Schneider aus Burghausen platzierte sich auf dem fünften Platz. „Das ist ein super Ergebnis, auf das wir stolz sein können“, freut sich Ines Schmitt. Seit 2016 gibt es den Zusammenschluss nord- und südbayerischer Fahrer, die als Mannschaft „ADAC in Bayern“ antreten. Ein Team besteht aus maximal fünf Teilnehmern, die sich innerhalb des Regionalclubs qualifizieren müssen. Es gibt zwölf ADAC-Regionalclubs. „Meine Teamkollegen kamen vor dem Turnier sogar nach Mering zum Training. Auch das brachte den Erfolg für die Mannschaft“, freut sich Ines Schmitt. Im Meringer Motorsportclub (MCM), einem Ortsclub des ADAC, ist sie die Zweite Vorsitzende. „Die Entscheidung in Karlsruhe war knapp und sehr spannend“, berichtet sie von ihrem persönlichen Erfolg.

Ines Schmitts Glücksbringer ist seit 18 Jahren ein roter Opel Kadett, Baujahr 1977, mit dem sie fast alle Turniere bestreitet. „Mein Fahrzeug ist im Gegensatz zu modernen Autos sehr übersichtlich. Hilfsmittel wie Parksensoren, Rückfahrkamera oder andere elektronische Assistenten brauch ich nicht“, betont die leidenschaftliche Motorsportlerin.

Die erste Teilnahme an einem deutschen Endlauf war für Ines Schmitt 1999 in Rastede in Niedersachsen. Dort verbuchte sie mit ihrem 52-PS-Gefährt einen sehr mäßigen Erfolg. „Aber es war eine tolle Erfahrung und seitdem nehme ich immer wieder teil und die letzten Jahre auch regelmäßig.“

Beim vom ADAC Nordbaden ausgetragenen Turnier in Grötzingen fuhr sie nun ihr bisher bestes Ergebnis bei Endlauf ein. Slalom vorwärts und rückwärts, Halten vor einem Hindernis, Wenden in drei Zügen, Fahrgasse, Spurgasse, Parken und Haltelinie, so lautet in Kürze die Aufgabenstellung laut ADAC-Turnierordnung. Ziel ist es dabei, den Parcours schnell und fehlerlos zu absolvieren, ohne Hindernisse zu berühren. Gleichzeitig müssen die Fahrer bei ihrem Stopp vor Gattern und beim Parken aber unter dem geforderten Maximalabstand von 15 Zentimetern bleiben. Je Fehler gibt es zehn oder 20 Strafsekunden zur Fahrzeit dazu.

„Ich hatte im ersten Lauf einen Fehler in der Spur, im zweiten Durchgang war alles perfekt und das in einer guten Zeit“, sagt sie. Im dritten Lauf bewies sie dann noch mehr Nervenstärke und absolvierte diesen fehlerfrei bis auf einen Korrekturzug in der Parklücke, der „zu viel“ Zeit kostete. „Besser und schneller geht immer, aber ich bin stolz auf den dritten Platz“, betont Ines Schmitt. Ihr gutes Ergebnis hänge viel von Tagesform ab und ein bisschen Glück gehöre natürlich auch dazu, ist ihr klar. „Der Parcours war toll zu fahren. Mein Auto lief gut. Die Gemeinde Mering ermöglichte mir im Vorfeld ein Training auf dem Bauhof zur intensiven Vorbereitung, das war ideal.“

Lorbeeren konnte die langjährige Turniersportlerin auch im vergangenen Jahr bei der süddeutschen Meisterschaft einfahren, wo sie ebenfalls Dritte wurde. Der ADAC-Turniersport sei ideal, denn er kann mit dem eigenen, für die Straße zugelassenen Pkw, betrieben werden und die Kosten, etwa für Startgelder, seien überschaubar. Leider sind die Starterzahlen rückläufig und immer weniger Vereine richten Turniere aus, bedauert Ines Schmitt.

Deshalb fährt sie auch zu Veranstaltungen der ADAC-Regionalclubs Württemberg, Westfalen und Hessen-Thüringen und für den Turniersportcup sogar bis Kiel. „Im Jahr kommen so mal locker 10000 Kilometer zusammen. Ich starte deshalb auch gelegentlich mit dem Opel Meriva meines Teamkollegen aus Nordbayern.“

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