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Aichach

06.07.2019

Radfahrer Daniel Schrag tritt bei Olympischen Jugendfestival in Baku an

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Freut sich auf die Rennen in Aserbaidschan: Nachwuchsradfahrer Daniel Schrag. Der Aichacher vertritt Deutschland bei der Jugend-Olympiade.
Bild: Sebastian Richly

Der 16-Jährige vertritt Deutschland in Aserbaidschan. Wie sich der Nachwuchsradfahrer auf die europäische Großveranstaltung vorbereitet und was sein Ziel ist.

Wie viele Radrennen Daniel Schrag in diesem Jahr bereits gefahren ist, kann der 16-Jährige nicht wirklich beantworten. Egal ob Rennrad, Cross, Mountainbike oder auf der Bahn – der Aichacher ist ein echter Allrounder, was den Radsport betrifft. Einen Wettkampf hatte sich der Nachwuchsfahrer aber besonders dick im Kalender angestrichen, das Europäische Olympische Jugendfestival. Dort messen sich die besten Nachwuchssportler Europas in mehreren Olympischen Disziplinen, insgesamt werden rund 4000 Nachwuchssportler erwartet. Schrag ist einer von nur sechs Fahrern (drei männliche und drei weibliche), die Deutschland vom 21. bis 27. Juli in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, vertreten.

So hart trainiert Daniel Schrag für Baku

„Das war mein großes Ziel. Als ich das erste Mal von diesem Wettbewerb gehört habe, wollte ich unbedingt dort hin“, so Schrag, der von einigen Wochen vom Bundestrainer die freudige Nachricht erhielt: „Ich war mir nicht sicher, gerade nach einem schwachen Rennen im Mai habe ich wirklich gezweifelt. Es ist natürlich umso schöner, jetzt dabei zu sein.“ Die Nominierung für Baku ist der Lohn für seine harte Arbeit. Vier bis sieben Mal sitzt der Gymnasiast mehrere Stunden im Sattel, gemeinsam mit Vater Ulrich, der gleichzeitig sein Trainer ist: „Mittlerweile komme ich aber nicht mehr hinterher“, sagt Ulrich Schrag, der früher ebenfalls viele Rennen gefahren ist: „Da Daniel sehr vielseitig ist, müssen wir häufig das Training anpassen. Ohnehin steht im Frühjahr ein härteres Programm auf dem Plan. Es würde nichts bringen, wenn er völlig erschöpft vom Rad fällt und nicht mehr regeneriert.“

So oft wie möglich werden Daniel Schrag und seine jüngere Schwester Emily, die ebenfalls Nachwuchsrennfahrerin ist, von Vater Ulrich und Mutter Silke begleitet – in Baku wird Daniel Schrag aber auf sich allein gestellt sein. „Allein das mit dem Visum wäre schwierig geworden und ganz billig ist es auch nicht“, verrät Mutter Silke. Außerdem begleiten die Eltern Schwester Emily zu den Deutschen Omnium Meisterschaften (Mehrkampf im Bahnradsport) in Köln. Die wird Bruder Daniel verpassen, doch damit kann der 16-Jährige gut leben. Er wird im olympischen Dorf untergebracht sein, vom Reiseziel weiß er allerdings nicht sehr viel. „Ich weiß, dass Baku am Meer liegt und wie die äußeren Bedingungen sein werden. Achja und dass dort schon der Eurovision Songcontest war und natürlich das Europa-League-Finale (Fußball).“ Sehen wird er von der Stadt nicht viel. Dafür hofft er, möglichst viel von den Wettbewerben zu sehen. Das Jugendfestival erinnert zumindest in Teilen an die Olympischen Spiele. Bei Eröffnungs- und Abschlusszeremonie gibt es Fahnenträger und auch eine Flamme wird entzündet.

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Aichacher will Medaille in Aserbaidschan

Am wichtigsten ist für den Aichacher aber ohnehin die Radstrecke. Die hat er sich im Vorfeld genau angeschaut: „Der Kurs kommt mir nicht ganz entgegen. Für mich könnte es ruhig hügeliger sein. Deshalb hoffe ich, dass es viel Gegenwind gibt.“ Insgesamt müssen die Nachwuchsfahrer beim Straßenrennen 75 Kilometer zurücklegen. Drei mal absolvieren die Sportler die Runde, die einen rund 1,5 Kilometer langen Anstieg für die Fahrer bereithält. „Eine Medaille wäre ein Traum, aber auch ein Platz unter den Top Ten schon ein Erfolg“, so Schrag, der etwas gut zumachen hat. Bei den Deutschen Straßenmeisterschaften in Linden (Rheinland-Pfalz) hatte der 16-Jährige mit Magenkrämpfen zu kämpfen und musste frühzeitig aussteigen.

Das hat der Aichacher, der in Baku auch im Zeitfahren an den Start geht, bereits abgehakt. Beim Kampf gegen die Uhr gilt es für die Fahrer, zehn Kilometer möglichst schnell hinter sich zu bringen. Für den Klassikerfahrer Schrag nicht unbedingt die Spezialdisziplin. Den wirklichen Spezialisten bei der Tour-de-France wird Schrag in Baku nicht zusehen können. Der Aichacher drückt in diesem Jahr übrigens dem Belgier Wout von Aert die Daumen.

Nachwuchsrennfahrer Daniel Schrag aus Aichach tritt in Aserbaidschan in Baku an.
Bild: Sebastian Richly
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