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Neusäß

27.11.2019

2021 soll es wieder einen Citylauf in Neusäß geben

Nach dem Neusässer Citylauf 2015 im Rahmen des Stadtfestes gab es nicht nur begeisterte Stimmen.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

In Neusäß stoßen viele Anträge der Fraktionen im Finanzausschuss auf breite Zustimmung. Doch bei der Kinderbetreuung in den Ferien bleibt alles beim Alten. 

Mehr Einigkeit als Kontroversen gab es bei der letzten Runde der Haushaltsberatungen in Neusäß, als die Fraktionen ihre Anträge stellten. Viele der Ideen fanden allgemeine Zustimmung oder sollen zumindest weiter geprüft werden.

  • Citylauf So war sich der Finanzausschuss einig, dass es wieder einen Citylauf geben sollte. Der letzte fand 2015 im Rahmen des Stadtfestes statt. Die Stadträte waren sich einig, dass dies eine tolle Veranstaltung war, die auf große Resonanz stieß. Die Freien Wähler hatten nun beantragt, dass gleich im kommenden Jahr mit Unterstützung der Vereine und der Feuerwehr der nächste Lauf stattfinden soll. Dies sei jedoch zu kurzfristig, wie die Debatte ergab. Außerdem wies Bürgermeister Richard Greiner darauf hin, dass die Feuerwehr nach etlichen „unschönen Erlebnissen“ beim Citylauf 2015 keine Bereitschaft zur Mitarbeit mehr angekündigt hatte: „Die Einsatzkräfte und Streckenposten sind wohl an den Absperrungen teilweise beleidigt oder sogar bedroht worden“, erinnerte der Bürgermeister.

Danach habe man ohnehin beschlossen, dass die Stadtverwaltung mit der Organisation einer solchen Großveranstaltung überfordert sei und man eine externe Firma beauftragen muss. Mit dem Thema soll sich jetzt der Kultur- und Sportausschuss befassen und einen Citylauf für 2021 planen.

  • LED-Umrüstung von Flutlichtanlagen Vereine, die ihre Flutlichtanlagen auf energiesparende LED-Beleuchtung umrüsten wollen, erhalten auf Anregung der Freien Wähler künftig auf Antrag und nach Prüfung von der Stadt einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent (statt bisher 25 Prozent).
  • Tempo-Anzeigetafeln Für die Anschaffung von vier weiteren Tempo-Anzeigetafeln werden auf Antrag der Freien Wähler 14.000 Euro im Haushalt 2020 eingeplant.
  • Ferienbetreuung Auf Ablehnung stieß dagegen der Antrag der Freien Wähler, die Kinderbetreuung auf alle Ferien und für Kinder bis 14 Jahre auszuweiten. Zurzeit bietet die Stadt für Kinder bis zehn Jahren in den Oster- und Sommerferien sowie am Buß-und Bettag eine Betreuung an. Letztere besuchten in dieser Woche gerade mal vier Kinder, wie Josef Hoppe von der Verwaltung berichtete. „Im Vorjahr waren es zwei.“ Aus Umfragen und Erfahrung wisse man außerdem, dass eine Betreuung in den Pfingst- und Weihnachtsferien überhaupt nicht nachgefragt werde, so Hoppe. Darüber hinaus versuche man bei der Stadt immer, im Notfall eine Betreuung zu organisieren, zum Beispiel bei einer Tagesmutter.

Ein altersgerechtes Angebot für Teenager bis 14 Jahre sei mit erheblichem Mehraufwand an Personal, das man nicht habe, und Geld verbunden. Ute Anthuber (CSU) fand es unsinnig, ein Angebot zu bieten, das nicht nachgefragt wird. Das sahen ihre CSU-Ratskollegen genauso.

2021 soll es wieder einen Citylauf in Neusäß geben

Ein altersgerechtes Angebot ist entscheidend

Christian Rindsfüßer (SPD), der sich auch beruflich mit den regelmäßigen Umfragen des Landkreises zur Betreuungssituation befasst, meinte, die Eltern möchten zwar immer gerne die Option haben, ihr Kind betreuen zu lassen, bevorzugen dann aber in der Praxis individuelle Lösungen mit Betreuung durch Großeltern, Nachbarn oder Freunde. Bei den Jugendlichen sei es entscheidend, wirklich ein altersgerechtes Angebot zu machen, sonst würden es die Kinder meiden. „Kein 14-Jähriger geht mit den Erstklässlern in die Ferienbetreuung“, sagte Ute Anthuber.

Bürgermeister Greiner sagte zusammenfassend, Eltern könnten sich bei Bedarf an die Verwaltung wenden und dann würde man nach passenden Lösungen suchen. Der Antrag wurde abgelehnt.

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