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13.02.2015

Alte Brücke über Zusam muss weg

Ob eine neue gebaut wird, steht in den Sternen

Ein Stück Geschichte ist sie, die Zusambrücke im Westen von Dinkelscherben. Schon um 1840 überquerten die Menschen an der Stelle die Zusam, wo die 1979 gebaute Brücke heute noch steht. 1991 wurde sie auf Spundwänden neu errichtet, für 36000 Mark. Seit vier Jahren ist die Behelfsbrücke gesperrt. Jetzt hat der Gemeinderat grünes Licht für den Abriss gegeben. Eine Reparatur lohne sich nicht mehr, da auch der Oberbau nicht mehr zu gebrauchen sei, zudem gebe es keine wasserrechtliche Genehmigung. „Etwa 4000 Euro werden uns der Abbruch und die Entsorgung kosten“, sagte Bürgermeister Edgar Kalb. Bald werden die Bagger anrücken.

Würde die Brücke an der Stelle wieder errichtet, dann empfiehlt Gemeinderat Stefan Steinbacher (FW), eine Flutmulde zu berücksichtigen. Im Falle eines Hochwassers käme es so nicht zu einem Übertritt. Das Wasser könnte ungehindert durchfließen. „Damit wären wir für immer für ein Jahrhunderthochwasser gerüstet“, erklärte Steinbacher. Alternativ könne man auch die Zusam punktuell aufweiten und eine entsprechend längere Brücke errichten. Allerdings ist das alles noch Zukunftsmusik, denn bevor man sich mit einem Neubau beschäftigt, stellt sich wieder einmal die Gretchenfrage: Braucht Dinkelscherben die Brücke oder nicht?

Die Angst vor der neuen Autobahn

Gemeinderat Hans Marz ( SPD) ist zwar für eine Brücke, jedoch nur, wenn es sich dabei um eine Fußgängerbrücke handelt. Er befürchte sonst eine erhöhte Verkehrsbelastung. „Die Strecke wird sonst zur Autobahn“, befürchtet Marz. Zudem müsse man vielleicht sogar die Einmündungen der Zusamstraße und der Marktstraße neu konzipieren. Das wäre doch alles eine Nummer zu groß. Annette Luckner (SPD) wünscht sich erst einmal eine genaue Kostenübersicht. Ohne die könne man sich gar nicht für oder gegen einen Neubau aussprechen, sagte sie. Für Edgar Kalb steht die Meinung der Bürger an erster Stelle. „Wir müssen grundsätzlich klären: Soll eine Brücke gemacht werden und wenn ja, an welcher Stelle?“

Das zu klären, wird in den kommenden Wochen Aufgabe der Gemeinderatsmitglieder sein. Bis zur nächsten Sitzung sollen die Volksvertreter die Stimmung der Anwohner aufnehmen. Dann könne man weitere Schritte planen und sich auch der Kostenfrage widmen. Diese würde dann Thema der anstehenden Haushaltsplanungen sein. Wann die Abrissarbeiten beginnen, sei noch nicht bekannt, heißt es im Rathaus.

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