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Meitingen-Herbertshofen

29.06.2017

Angst vor Kosten des Straßenausbaus

Die Herbertshofener Ortsdurchfahrt, Klemens- und Ulrichstraße, liegt still in der Mittagshitze da. Die sonst recht viel befahrene Hauptstraße soll bald saniert werden. Die Anwohner befürchten hohe Kosten.
Bild: Foto: Peter Heider

Beim Ortsteilgespräch in Herbertshofen lassen die Bürger ihren Befürchtungen zu den Kosten der  geplanten Sanierung der Ortsdurchfahrt freien Lauf. 

Obwohl die Räume im Herbertshofener Schützenheim kühl sind, wurde den zahlreichen Besuchern beim Ortsteilgespräch geradezu heiß, als es um die Kosten des geplanten Straßenausbau im Ort ging. Die Diskussionen darüber beherrschten das Ortsteilgespräch, zu dem Bürgermeister Michael Higl eingeladen hatte und zu dem zahlreiche Herbertshofener gekommen waren. In naher Zukunft stehen der Ausbau der Ortsdurchfahrt, also der Klemens- und Ulrichstraße, sowie der Mühlstraße an. Je nach Dringlichkeit sollen sie in den nächsten acht Jahren in Angriff genommen werden. Innerhalb einer Zeit von 45 Jahren, so Bürgermeister Higl, „müssen alle Straßen saniert werden“.

Higl gab bekannt, dass die Anlieger sich aller Voraussicht nach an den Sanierungskosten beteiligen müssen. Werner Kellermann fragte, ob es nicht sinnvoller sei, bei den Straßen nur die Verschleißschicht zu erneuern statt sie voll zu sanieren, wenn die Kanäle keine Schäden aufwiesen. Bauamtsleiter Thomas Dahlmann erklärte dazu, dass im September das Ingenieurbüro Tremel eine Bewertung über die Straßenverhältnisse abgeben werde. Danach werde man Klarheit über den Zustand unter der Oberfläche haben.

Ob diese Kostenbeteiligung der Bürger eigentlich sozial ist, fragte Georg Roth. „Es hat nicht jeder so ein dickes Einkommen, um die Sanierungskosten mit Links zu zahlen“, so Roth. Viele Bürger und vor allem Rentner täten sich schwer solche Zusatzbelastungen zu stemmen, monierte Jan Wenzel. Der ehemalige Meitinger Gemeinderat Rudolf Rösner merkte an, dass auch viele Auswärtige durch Herbertshofen fahren, in den Sommermonaten zum Beispiel auf dem Weg zum Meitinger Freibad SunSplash. Für die Straßenerneuerung würden aber nur die Herbertshofener zur Kasse gebeten, das sei leider gesetzlich so verankert, kritisierte er.

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Der Vorsitzende der Freien Lechtal Wähler, Stefan Müller, regte an im Zuge der Renovierung der Ortsdurchfahrt nicht nur den Straßenbelag zu erneuern sondern im Rahmen des Gesamtkonzepts auch eine für die Anwohner kostenneutrale Aufwertung der Freiflächen vorzunehmen. Zudem beantragte er, die schmale Holbeinstraße zur Einbahnstraße zu machen, damit die Verkehrsströme in diesem Bereich besser verteilt werden könnten.

Beim Ortsteilgespräch notiert

Urnengräber Ein weiteres Thema waren die Urnengräber am Herbertshofener Friedhof. „Im Laufe des Jahren werden vier zusätzliche Stelen den bisherigen Stelenstandort erweitern“, sagte dazu der Meitinger Rathauschef.

Tempo 30 Derzeit werden im gesamten Markt Meitingen von Mitarbeitern des Bauhofes Tempo-30-Schilder installiert, damit Raser den Fuß vom Gas nehmen. Bürgermeister Higl betonte, dass beispielsweise eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 31 bis 40 Stundenkilometer eine Geldstrafe von 150 Euro koste und mit einem Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg sowie einem Monat Fahrverbot bestraft werde.

Einkaufen Bedauerlich fand Georg Schweihofer, dass es in Herbertshofen außer dem Supermarkt Lidl keine weitere Einkaufsmöglichkeit, wie früher die Bäckerei Winterstein, gebe. „Man muss, wenn man frische Backwaren will, nach Meitingen fahren“, kritisierte er.

Rodelberg Der Herbertshofener Rodelberg bleibt laut Bürgermeister auch nach Umbau des Supermarkts Kindern und Wintersportlern erhalten; er werde wird lediglich ein paar Veränderungen erfahren.

Rufbus Steigende Zahlen meldete Higl bei den Nutzern des Rufbusses. Derzeit werden monatlich zwischen 370 bis 450 Fahrten verzeichnet.

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