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Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland
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12.07.2010

Beim Altstadtfest hatte auch die WM keine Chance

Friedberg Die Zahl der Akteure und Besucher beim ersten Altstadtfest-Wochenende - nach Schätzungen der Stadt etwa 54 000 - hätte gereicht, um ein ganzes Fußballstadion zu füllen. König Fußball war während der WM-Endspiele kein Alleinherrscher in Friedberg. Auch während die Nationalmannschaft spielte, war der Marienplatz sehr gut gefüllt. Zu sehen gab es dort eine Doppel-Aburteilung in Bestbesetzung: Unmittelbar nach Stadtpfarrer Markus Hau musste auch Bürgermeister Dr. Peter Bergmair in den Bottich der Bäckertaufe. Um das mitzuerleben, verzichteten viele Gäste sogar auf die Fernsehübertragung des Spiels um Platz drei.

Irritiert über ein Public Viewing im Vereinshaus

So auch Organisationsleiter Frank Büschel von der Stadt Friedberg, der eigentlich ein großer Fußball-Fan ist. Er hätte gedacht, dass die WM dem Altstadtfest bedeutend mehr Besucher kosten würde. Wäre das deutsche Team ins Endspiel gekommen, hätte es, so Büschel, wohl anders ausgesehen. So war von der Weltmeisterschaft in der Festzone nur wenig zu merken. Für Büschel war dies allerdings der "einzige Vorteil" der schmerzlich erlebten deutschen Halbfinalniederlage gegen Spanien.

In den Ständen störten keine Fernseher das historische Bild. "Großes Lob dafür", sagte Büschel. Irritiert war er allerdings über ein "Public Viewing" bei dem Vereinshaus am Eisenberg.

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Aber auch historiengetreu blieb man während des Fußballspiels auf dem Laufenden. Am "Werklstatt"-Stand verkündete ein Pappschild jeweils die aktuellen Spielstände. Das hatten sich Sonja Richter und Monika Dauer ausgedacht und ließen sich von Freunden ununterbrochen informieren. Sie wurden immer wieder gefragt, ob der Spielstand überhaupt noch aktuell ist. Natürlich, alle Besucher waren immer auf den neuesten Stand.

"Es ist gut angelaufen", zeigt sich Büschel zufrieden mit dem Festauftakt. Nach Rücksprache mit Zöllnern und Cordonisten geht er von jeweils 18 000 Besuchern an allen drei Tagen aus. Grob geschätzt dürften es auch am gestrigen Sonntag wieder 18 000 gewesen sein. (bei Redaktionsschluss lagen noch keine zuverlässigeren Angaben vor).

Es war also ein in vielfacher Hinsicht sehr heißes Auftaktwochenende für alle. Die Uniformierten mussten bei über 30 Grad im Schatten dabei besonders schwitzen, den am Himmel zeigte sich kein Wölkchen. Da war jede Erfrischung sehr willkommen.

So lupfte Zöllner Stefan Link nur allzu gerne seinen Dreispitz, um sich durch Bademagd Christine Croseck mit einem nassen Schwamm für einen kurzen Moment erfrischen zu lassen. Und die Cordonisten benannten ihre Uniform kurzerhand in Ein-Mann-Sauna um. Der Schweiß lief den Rotuniformierten bis in die Stiefel. "Wir sammeln ihn und schütten ihn am Abend in den Bäckertaufen-Bottich", verriet Cordonist Peter Seidenbusch schmunzelnd. Sonst wäre ein Bad darin auch wirklich keine Strafe, sondern bei deutlich über 30 Grad eher eine Belohnung.

Der Eintritt kostet einmalig fünf Euro

Gefeiert wird jetzt in der Friedberger Altstadt stilecht noch bis zum Sonntag, 18. Juli. Und zwar freitags von 18 bis 1 Uhr, samstags von 16 bis 1 Uhr, sonntags von 11 bis 24 Uhr und montags bis donnerstags von 18 bis 24 Uhr. Der Eintritt kostet einmalig fünf Euro, Kinder bis zwölf Jahre und historisch Gekleidete müssen überhaupt kein Geld berappen.

Infos und Programm im Internet unter

www.friedberger-zeit.de

Bei uns im Internet

Ein Video und viele Bilder vom historischen Altstadtfest unter

augsburger-allgemeine-land.de

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