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Gersthofen

23.09.2019

Beton Rennig weiht in Gersthofen ein neues Werk ein

Die Rennigs feiern 100 Jahre Unternehmensgeschichte. Hier sind die dritte und vierte Generation mit Claudia Rennig-Linke (Geschäftsführung), Michael Linke (technische Geschäftsführung), Josef Rennig (Seniorchef), Wilhelm Kaspar (Prokurist), Bettina Rennig (Geschäftsführerin) und Franz Rennig (Seniorchef) zu sehen und auch die fünfte Generation wächst bereits heran.
Bild: Diana Zapf-Deniz

Die Firma Rennig freut sich über den neuen Standort im Gersthofer Industriegebiet. 500 Gäste kommen und erfahren, warum Sand das neue Gold ist.

Neben der Ziegelei in Gersthofen ist auf 10.000 Quadratmetern ein nagelneues Transportbetonwerk der Firma Rennig Beton entstanden. Der Neubau begann mit dem Spatenstich im Juli 2017. Am Wochenende wurde nun das Betonwerk mit rund 500 geladenen Gästen eingeweiht.

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Hauptsitz der Firma ist in Augsburg. Doch es gibt sie in Gersthofen schon seit 2004 und sie war bereits früher schon mal über 30 Jahre in der Ballonstadt. Allerdings durfte das Kies- und Betonwerk am Mercedesring nur bis 2018 betrieben werden. Deshalb suchte man ein neues Grundstück.

Von dem neuen Standort sehr angetan

Die beiden Seniorchefs Josef und Franz Rennig, die das Unternehmen in dritter Generation führten, waren von dem neuen Standort sehr angetan, erzählte Michael Linke, technischer Geschäftsführer. Denn entscheidend sei die Tieflage, um das Werk unten zu platzieren und so den Höhenunterschied für Silos zu nutzen. Gleichzeitig würden die Emissionen für die Nachbarn gemindert. Sand- und Kiesanlieferungen erfolgen ebenerdig, sodass auf zusätzliche Hebeeinrichtungen verzichtet werden könne.

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Der Standortfaktor mit der guten Verkehrsanbindung sei ebenfalls entscheidend gewesen. Zudem sei man sehr glücklich über die Nachbarschaft aus der Baubranche. 260 Tonnen Stahl und 4000 kubikmeter eigener Beton wurden verbaut. Weit über fünf Millionen Euro investierte die Firma in den Neubau, verrät Wilhelm Kaspar, Prokurist der Firma, bei einer Führung. Kaspar ist seit über 30 Jahren dem Unternehmen treu und erzählte interessante Fakten.

Rennig hat ein eigenes Betonlabor

Der durchschnittliche Mengenumsatz in allen Transportbetonanlagen betrage jährlich 100.000 Kubikmeter. Seit Bestehen habe das Unternehmen, die Tochterunternehmen nicht mit einbezogen, etwa vier Millionen Kubikmeter Transportbeton hergestellt. Rennig hat ein eigenes Betonlabor, zwei Betontechnologen, eine schmale Verwaltung und insgesamt 60 Mitarbeiter sowie 20 Mitarbeiter aus anderen Unternehmungen.

Viele Besucher staunten, als sie hörten, dass es rund 3800 Sorten verschiedene Betonsorten gibt. „Sand ist das neue Gold“, berichtete Betontechnologe Dieter Köhler und erklärte die große Anlage dabei detailliert. Auch Flugasche sei nicht mehr leicht zu bekommen und so arbeite man an neuen Rezepturen. Faszinierend sind auch die Betonfasern, die nicht wirklich wie Fasern aussehen, sondern wie längliche platte Stifte. Diese werden ohne Zerstückelung in den Beton gemischt. So entstehe Stahlbeton.

Auch das 100. Firmenjubiläum wird gefeiert

Es wurde an dem Tag nicht nur das neue Werk mit einem großen Festakt eingeweiht, sondern auch das 100. Firmenjubiläum gefeiert. Die beiden Cousins Josef und Franz Rennig, deren Töchter Bettina Rennig und Claudia Rennig-Linke das Unternehmen heute leiten, ließen die Firmengeschichte mit historischen Bildern und Erzählungen Revue passieren. „Ein Dankeschön gilt unseren Mitarbeitern für ihre Einsatzbereitschaft in der Vergangenheit und natürlich auch in der Zukunft“, beendeten die beiden ihren kurzweiligen Vortrag. Zahlreiche Kunden, Lieferanten und Subunternehmer kamen zur Feier.

Kinder konnten in einem riesigen Sandberg Schätze suchen und Foodtrucks sowie die benachbarte Brauerei sorgten für Essen und Getränke. Ein Höhepunkt war die Torte einer Konditorei aus Königsbrunn. Denn die Torte stellte das neue Werk samt Gelände dar. Selbst der Betonmischer war essbar.

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