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Gersthofen

01.12.2020

Buggyfit: Ein Trimm-dich-Pfad für jung und alt in Gersthofen

Hoch das Bein! Buggyfit-Trainerin Simone Roth zeigt Rentner Anton Langenmeir, dass die Übungen nicht nur für junge Mütter geeignet sind.
Bild: Marcus Merk

Plus Die Gersthofer Buggyfit-Gruppe hat einen Outdoor-Parcours eingerichtet. Neben jungen Müttern wird er auch von Rentnern benutzt.

Nicht nur Anton Langenmeir hat sich gewundert, als er auf seiner Joggingrunde auf dem Weg hinter dem Gersthofer Friedhof verschiedene Plakate mit Turnübungen entdeckt hat, die an Bänken und Bäumen angebracht sind. "Ich habe es gleich ausprobiert“, lacht der 65-Jährige, der vor einigen Jahren auch die Anregung gab, den Fitnessparcours beim Merkurtempel an der Berliner Straße zu errichten. Nicht nur Langenmeir hat sich gefragt, woher diese sportlichen Anweisungen kommen. Denn wie man selbige mittels eines QR-Code abrufen kann, weiß der Rentner nicht.

Des Rätsels Lösung: Aufgehängt wurden die Plakate von Simone Roth. Die 31-Jährige leitet seit 2015 die Gersthofer Buggyfit-Gruppe. Dort treffen sich jede Woche mehrmals junge Mütter mit ihren Kindern zu verschiedenen Kursen. Die Übungseinheiten sind dabei auf die Bedürfnisse von frischgebackenen Müttern abgestimmt. Auch die Kinder sind immer mit dabei – ganz egal, ob im Kinderwagen oder auf dem Arm. Baby und Buggy werden in das Training mit einbezogen. Deshalb der Name Buggyfit.

Am Trimm-dich-Pfad der 70er-Jahre orientiert

Bereits während des ersten Lockdowns hat Simone Roth Onlinekurse wie "fit & play at Home“, Beckenboden-Workout oder Wirbelsäulengymnastik angeboten. "Viele Frauen waren froh, dass sie sich so überhaupt auspowern konnten“, sagt die Mutter von zwei Buben im Alter von sechs und drei Jahren, die selbst im neunten Monat noch ihre Kurse abgehalten hat.

Beide Strecken sind jeweils einen Kilometer lang und beinhalten sieben Stationen. Bäume und Bänke sind dabei als Geräte integriert.
Bild: Marcus Merk

Im Sommer konnte man sich dann wieder mit Abstand im Freien treffen. "Vor der zweiten Welle der Corona-Pandemie habe ich dann Mama-Jogging angeboten. Damit ist es mit dem Lockdown light jetzt auch wieder vorbei“, so Simone Roth. Deshalb hat sich das Franchise-Unternehmen, das in Deutschland rund 100 Lizenznehmerinnen hat, die Sache mit dem Outdoor-Parcour einfallen lassen. Orientiert hat man sich dabei am Trimm-dich-Pfad der 70er-Jahre.

Auf YouTube werden die Übungen erklärt

Simone Roth hat dafür zwei Strecken ausgesucht, die mitten in der Stadt liegen. "Ich habe auch über eine Strecke am Lech nachgedacht, aber da müssten die Mamas ja mit ihrem ganzen Equipment erst einmal mit dem Auto hinkommen." Der erste Pfad startet auf der Rundbank beim Oscar-Romero-Pfarrzentrum und führt dann an der Friedhofsmauer entlang über die beiden Spielplätze bis zum Merkurtempel an der Berliner Straße. Der zweite Pfad startet beim Kinderhaus am Ballonstartplatz und führt auf dem Hochweg einmal um dieses Wohngebiet, das überwiegend von jungen Familien bewohnt wird, herum.

Beide Strecken sind jeweils einen Kilometer lang und beinhalten sieben Stationen. Bäume und Bänke sind dabei als Geräte integriert. "Wenn man den QR-Code scannt, wird die entsprechende Übung auf YouTube erklärt“, sagt Simone Roth, die auch Kurse in einer Hebammenpraxis gibt. Ihr Fazit: "Da ist nichts dabei, was man nicht schaffen kann. Das kann im Prinzip jede Mama machen, während sie mit dem Kind an die frische Luft geht.“ Aber auch Rentner wie Anton Langenmeir, der beim Ortstermin zufällig mit dem Fahrrad vorbeikommt. Für ihn macht Simone Roth die Übungen spontan in Form eines Einzeltrainings vor.

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