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16.08.2019

Container für die Internationale Schule

Bis der Neubau am Gersthofer Bahnhof bezogen werden kann, gibt’s ein Provisorium für Verwaltung und Fachräume

Seit 2005 hat sich die International School Augsburg (ISA) in Gersthofen etabliert. Doch schon seit Längerem platzt die Schule aus allen Nähten. Ein Neubau wird angestrebt. Doch bis es so weit ist, gibt’s erst einmal ein Provisorium.

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Ab drei Jahren bis zum international anerkannten Abitur gehen die Schüler in die ISA heute in 14 Jahrgangsstufen. Rund die Hälfte der 350 Schüler kommt aus über 30 Nationen.

Mit 21:5 Stimmen hat Gersthofens Stadtrat Ende Juni wie berichtet seinen Segen für einen Neubau der Internationalen Schule in der Nähe des Bahnhofes gegeben. Das Vorhaben wird auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Wunschvorstellung der ISA-Leitung ist, bereits im September 2023 einzuziehen. Ob das klappt, ist allerdings offen. Denn schon die Suche nach einem neuen Standort war schwierig. Die ISA, die 2005 im ehemaligen Infomatec-Gebäude in der Ziegeleistraße mit 61 Schülern angefangen hatte, hat dort längst anbauen müssen.

Container für die Internationale Schule

Inzwischen hat sie rund 350 Schüler aus 38 Nationen und 90 Mitarbeiter. Prognosen zufolge könnte die englischsprachige Privatschule, die für internationale Firmen als Standortfaktor gilt, in den nächsten Jahren auf bis zu 600 Schüler wachsen. Doch dafür braucht sie Platz.

Als Standort für ihren neuen Campus hat die Schule ein rund 35000 Quadratmeter großes Areal an der Westendstraße nördlich des Park-and-ride-Platzes am Bahnhof im Auge. Teile der Fläche gehören bereits der Stadt Gersthofen, andere müssten noch einem Landwirt abgekauft werden. Nach den Vorstellungen der ISA soll ihr die Stadt die nötigen Grundstücke in einer langfristigen Erbpacht überlassen. Der Schulstandort in Gersthofen wäre somit auf Jahrzehnte gesichert.

Ursprünglich wollte die Stadt die Internationale Schule im Paul-Klee-Gymnasium unterbringen, sobald dessen Neubau auf dem Festplatz bezogen ist. Doch das wäre erst Mitte des kommenden Jahrzehnts so weit.

Doch weil die Schule bereits jetzt aus allen Nähten platzt, muss ein Provisorium her, bis der Neubau steht. Daher soll unmittelbar neben dem Bestandsgebäude an der Wernher-von-Braun-Straße im Gersthofer Gewerbegebiet ein Schul- und Verwaltungsgebäude in Containerbauweise neu errichtet werden. Der Neubau soll nach Angaben der Gersthofer Stadtverwaltung für die Auslagerung der Fachklassenräume sowie der Verwaltungsräume errichtet werden. Es werden die sanitären Einrichtungen im Hauptgebäude genutzt. Dafür muss eine Befreiung erteilt werden, denn die Baugrenze des dort geltenden Bebauungsplanes wird durch eine Treppe leicht überschritten. Dies kann aus Sicht der Bauverwaltung allerdings gewährt werden.

Die ISA umfasst vier Schulbereiche: eine Vorschule ab drei Jahren, eine Grundschule mit den Klassen 1 bis 5 sowie eine Oberstufe, die in die Middle School (Klassen 6 bis 8) und eine Highschool (Klassen 10 bis 12) unterteilt ist. Die Unterrichtssprache ist Englisch. Die ISA bietet alle Abschlüsse an: das International Baccalaureate (Hochschulreife), das High School Diploma (Fachhochschulreife), das International General Certificate of Secondary Education (mittlere Reife) sowie den qualifizierten Hauptschulabschluss.

Die ISA verlangt ein jährliches Schulgeld, das im unteren fünfstelligen Eurobereich liegt.

Der Bauausschuss hatte keine Einwendungen gegen den Containerbau. Die Erlaubnis ist allerdings befristet bis zum 31. Dezember 2024. Denn dann soll der reguläre Neubau beim Bahnhof stehen.

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