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Zusmarshausen

20.01.2018

Der Kindergarten für Zusmarshausen liegt im Zeitplan, wird aber dennoch teurer

Beim Hebauf für den neuen Zusmarshauser Kindergarten sprachen Alexander Senges und Rainer Treu den Richtspruch.
Bild: Andreas Lode

Halbzeit beim Kindergarten-Bau in Zusmarshausen. Es gibt zwar bislang weder Pannen noch Unfälle, dennoch steigen die Kosten für das Großprojekt an.

Zwei hochaufragende Kräne, ein Bauwerksskelett aus Beton und Ziegeln und darum herum Matsch. Besonders schön sieht die Baustelle des neuen Kindergarten in der Holzappelstraße in Zusmarshausen noch nicht aus, doch hier findet heute ein wichtiger Termin statt: es wird Hebauf gefeiert und die vorläufigen Bauerfolge betrachtet. Bürgermeister, Architekten und Bauleiter waren gleichermaßen zufrieden mit dem erreichten Fortschritt.

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Tatsächlich ist der Rohbau so gut wie abgeschlossen. Auch der Dachstuhl ist termingerecht beendet worden, mit der Dacheindeckung wurde bereits begonnen. Momentan laufen laut Bauleiter Klaus Lutzenberger außerdem Spenglerarbeiten sowie die Installation der Sanitäranlagen. Nächste Woche soll dann mit dem Einbau der Heizungen, der Elektronik und der Lüftung begonnen werden. In vier Wochen folgen die Fenster. Trockenbau- und Innenputzarbeiten sind für Anfang April geplant. Der Bezug soll laut Informationen des Rathauses im Spätherbst 2018 erfolgen.

Bislang gab es keine Winterpause

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„Bisher haben wir keine Winterpause einlegen müssen, deswegen sind wir gut im Zeitplan“, erklärt Architektin Claudia Müller vom Architekturbüro 3+Architekten. Sie freut sich ebenso wie Bürgermeister Bernhard Uhl darüber, dass bisher keine Pannen oder Unfälle auf der Baustelle zu vermelden sind.

Bei den zunächst veranschlagten 5,3 Millionen für die Baukosten wird es allerdings nicht bleiben. Uhl schätzt, dass das Gebäude eher knapp unter sechs Millionen Euro kosten wird. Er sieht dafür zwei Gründe: „Zum einen ist die wirtschaftliche Lage in der Baubranche gerade sehr gut. Das bedeutet für uns, dass wir weniger Angebote bekommen und diese im Durchschnitt teurer sind. Zum anderen sind wir auf viele Sonderwünsche eingegangen.“ Beispielsweise seien alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen worden, um eine Ausgabeküche nachrüsten zu können, erklärt Uhl. Der Marktgemeinderat sei über die Mehrkosten informiert.

Platz für knapp 160 Kinder

Im Dezember 2015 hatte der Marktgemeinderat durch einen Grundsatzbeschluss den Weg für einen Kindergartenneubau frei gemacht. Steigenden Geburtenzahlen hatten das sanierungsbedürftige alte Kindergartengebäude zu klein werden lassen. Nach der Fertigstellung wird das neue Gebäude für fünf Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen Platz bieten. Insgesamt wird es dann knapp 160 Kinder beherbergen. Auch der alte Kindergarten soll weiter genutzt werden. Er wird laut Uhl zu einem Hort umgebaut.

Beim Hebauf waren die Mehrkosten allerdings kein großes Thema. Die Zimmerer Alexander Senges und Rainer Treu trugen den Richtspruch vor und zerschlugen traditionell das Glas an der Wand des Kindergartens. Anschließend gab es noch einen kleinen Umtrunk in der benachbarten Schreinerei von Thomas Günther.

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