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Gersthofen

23.02.2018

Die Baustelle geht in die Verlängerung

Die neue Gersthofer Mittelschule, hier beim Umzug der Schüler im Januar soll sieben neue Klassenzimmer bekommen.
Bild: Archivbild: Marcus Merk

 Gersthofen erweitert die vor einem Monat bezogene neue Mittelschule. Das hat einen seltsam anmutenden Grund. 

Gersthofen Sie ist gerade erst einen guten Monat lang in Betrieb – nun geht die Stadt Gersthofen schon daran, die neue Mittelschule zu erweitern. Denn schon zur Eröffnung mussten sechs Klassen in Fachräumen, wie dem Musiksaal, untergebracht werden, weil Klassenzimmer fehlen. Nun hat der Bauausschuss Plänen für einen Anbau zugestimmt.

Das Raumprogramm für den Neubau wurde aufgrund von Schülerprognosen erstellt und im Dezember 2011 von der Regierung von Schwaben genehmigt. Es sieht 24 Klassen vor, die auch realisiert worden sind. Weil sich aber die Schülerzahlen deutlich anders entwickelt haben als vorgesehen, fehlen bereits sieben Räume, erklärte Tibor Sroka von der Gersthofer Bauverwaltung.

Mehrere Varianten gegen die Gersthofer Raumnot

Als sich dieses Problem schon relativ früh abgezeichnet hatte, wurde die neue Schule so konzipiert, dass sie problemlos erweitert werden kann. Das Büro Behnisch Architekten, die Planer der Schule, hatten nun mehrere Varianten vorgelegt, um die Raumnot zu beheben.

Variante I Hier würden die sieben Klassenzimmer, drei Ausweichräume und zwei WC-Anlagen an beiden Flügeln der Schule angebaut. Realisiert werden könnte dies von März 2018 bis Juni 2021. die Kosten bezifferte Sroka auf 2,85 Millionen Euro. Für den Anbau müssten 30 Stellplätze verlegt werden.

Variante II sieht eine Erweiterung um sechs Klassenzimmer mit einem Ausweichraum und einer WC-Anlage an einem Flügel vor. Für das siebte Klassenzimmer würde im ersten Obergeschoss – wie es bereits jetzt schon der Fall ist – ein Mehrzweckraum verwendet. Auch hier müssten 30 Stellplätze verlegt werden. Die Bauten könnten laut Schätzung der Planer im November 2020 fertig sein, bei Kosten von 2,2 Millionen Euro.

Variante III umfasst die Erweiterung um neun Klassenzimmer mit zwei Ausweichräumen und zwei WC-Anlagen an beiden Flügeln. Dies ließe sich Sroka zufolge ebenfalls bis November 2020 machen, 36 Stellplätze müssten ausgelagert werden, die Kosten steigen bei dieser Variante auf 3,25 Millionen Euro.

Zwei weitere Varianten hatten die Planer ausgearbeitet, in denen auch das Haus für die Musikvereine, das zum neuen Mittelschulgebäudekomplex gehört, verwendet würde.

Variante A In den bestehenden Musikräumen werden sechs Klassenzimmer und vier Ausweichräume realisiert. Die WC-Anlagen sind vorhanden. Für die Musikvereine entsteht ein Ersatzneubau auf dem Gelände. Projektdauer wäre hier bis August 2022 bei geschätzten Kosten von vier Millionen Euro.

Variante B In den bestehenden Musikträumen werden wie bei Variante A sechs Klassenzimmer und vier Ausweichräume realisiert. Für die Musikvereine wird das Mensagebäude des Gymnasiums genutzt beziehungsweise Räume im Gymnasium umgebaut. Dies würde Sroka zufolge – abhängig vom Fortschritt des Gymnasiumsneubaus – bis Januar 2024 in Anspruch nehmen und 1,9 Millionen Euro kosten.

Ringen um das künftige Raumprogramm

Die Bauverwaltung empfahl dem Ausschuss Variante III mit neun Klassenzimmern. Bürgermeister Michael Wörle räumte allerdings ein: „Da könnten wir Probleme mit der Förderung durch die Regierung von Schwaben bekommen, weil derzeit kein Bedarf für neun Klassen besteht.“ Dem pflichtete Jürgen Schantin (W.I.R.) bei, der während der Planung des Neubaus selbst noch Gersthofer Bürgermeister war: „Es war damals schon ein Kampf, die 24 Klassenzimmer für den Neubau durchzubekommen.“

Allerdings könnte es sein, dass bei Fertigstellung der sieben neuen Klassenzimmer tatsächlich bereits neun benötigt werden, verwies Wörle auf einen Unsicherheitsfaktor.

Bernhard Happacher (FW) plädierte für Variante II: „Wir halten uns auf diese Weise den anderen Flügel frei für weitere Anbauten.“ Die Proberäume der Musikvereine dürften nicht angetastet werden. „Das ist für uns ein eigenständiger Baukörper“, so Happacher.

Einstimmig sprachen sich die Bauausschussmitglieder für die Variante II aus. "Kommentar

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