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Theater

04.06.2019

Die Herzkönigin auf der Bühne

Liana Ervandian war bei der Aufführung von „Alice im Wunderland“ die Herzkönigin.
Bild: Realschule Zusmarshausen

Die Realschule Zusmarshausen produziert „Alice und Wunderland“ und zeigt das Stück bei den Theatertagen

Um hier dabei zu sein, muss man schon einiges zu bieten haben: Die Theatergruppe der Realschule Zusmarshausen konnte in diesem Jahr an den Theatertagen der Realschulen in Ergolding als eine von nur acht Schulen in Bayern teilnehmen. Beeindruckt zeigte sich Kultusminister Michael Piazolo bei der Eröffnung der Veranstaltung von der „Begeisterung und dem Ideenreichtum, mit dem die Kinder und Jugendlichen Inszenierungen auf die Bühne bringen“.

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Gezeigt hat die Realschule Zusmarshausen dort das Stück „Alice im Wunderland“. Theatergruppenleiterin Ulrike Bielek hat das Stück mit den Schauspielerinnen das Schuljahr über selbst erarbeitet. Das Ergebnis konnten Eltern und Schüler bereits vor den Theatertagen im Theaterhof der Schule in Zusmarshausen sehen. Viel Ungewöhnliches geschieht darin.

Lewis Carroll hat seine Geschichte von „Alice“ vor über 150 Jahren für ein kleines Mädchen geschrieben, entstanden ist ein durchaus verrücktes Buch.

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Auch heute noch findet sich darin vieles, das Kinder beschäftigt: Man wächst, fühlt sich aber doch klein, war eigentlich sicher, dass man etwas kann, aber plötzlich ist alles falsch, und die Erwachsenen belehren einen schon wieder. Dies bringt viel Verwirrung mit sich. Einmal sagt Alice in dem Stück: „Als ich heute Morgen aufgestanden bin, wusste ich noch, wer ich war. Aber jetzt bin ich so oft schon jemand anderes gewesen, dass ich es gar nicht mehr mit Sicherheit sagen kann.“

Die Schauspielerinnen zeigen: „Alice im Wunderland“ ist eine Geschichte über die Pubertät und über die Fantasie, die beim Erwachsenwerden hilft – aber genauso über die Zeit, denn in der geschieht Veränderung. Und diese Zeit scheint manchmal mehr Kraft zu haben als alle anderen Phänomene des Lebens. Was sie mit uns macht in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, das hat die Fantasie der Theatermäuse beflügelt, das ist ihr Thema, von dem sie neben und in der Geschichte um „Alice“ in ihrem Theaterstück erzählen.

Zusammen mit ihrer Spielleiterin Ulrike Bielek machten sie sich auf den Weg und ließen hoch konzentriert und begeisternd auf der Bühne wunderschöne Bilder entstehen und verwoben eigene Gedanken und die „alte“ Geschichte miteinander. Unterstützt wurden sie von einem sagenhaften, unglaublich selbstständigen Technikteam mit Licht und Ton. Ulrike Bielek betont, dass es ihr wichtig war, mit den Schauspielerinnen auch die Gefühle darstellerisch herauszuarbeiten. Ähnlich äußerte sich der Kultusminister bei den Theatertagen. „Auf der Theaterbühne gehen unsere Schülerinnen und Schüler auf Entdeckungsreise: Sie nehmen eigene Talente wahr und stellen ihre Kreativität und Ausdrucksfähigkeit unter Beweis. Mit der Teilnahme am Schultheater können sie ihr Selbstvertrauen stärken und ihre Persönlichkeit weiterentwickeln.“

Was Michael Piazolo allerdings nicht erleben konnte: Bei der Aufführung in Zusmarshausen hatte ein kleines Fest mit kulinarischen Köstlichkeiten die Aufführung umrahmt. Organisiert hatte es der Elternbeirat. (ubie, jah)

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