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Biberbach

24.09.2019

Die Kasse zahlt: Biberbach will gesund und vital werden

Bürgermeister Wolfgang Jarasch erhielt vor einem Jahr von AOK-Direktor Alfred Heigl die Urkunde zur Förderzusage (von links). Jens Tietböhl, der Seniorenbeauftragte der Gemeinde Alois Pfaffenzeller und Christine Hagen waren beim Start dabei.
Bild: Sonja Diller

Seit einem Jahr gibt es in der Marktgemeinde das Projekt „Vital dahoim“. Was hat es bislang gebracht und wie können die Bürger mitmachen?

Wie man auch in fortgeschrittenem Alter in perfekter Balance durchs Leben geht, kann man am kommenden Donnerstag, 26. September, ab 18 Uhr in der Grundschule Biberbach erfahren. Der Vortrag von Ute Streicher, Fachärztin für Rehabilitation und Leiterin der Hessing Memory Klinik ist Teil des Modellprojekts „Vital dahoim“.

Der Startschuss fiel im Sommer 2018. Drei Jahre lang soll herausgefunden werden, was nötig ist, damit die Biberbacher gesund bleiben oder gesünder werden. Dafür nehmen die Gemeinde und die AOK viel Geld in die Hand. Insgesamt 160.000 Euro, davon 90 Prozent von der Krankenkasse, fließen in „Vital dahoim“.

Ansprechpartnerin für Gesundheitsbewusste

Eine Umfrage samt Analyse der Universität Augsburg, eine eigene Homepage, eine Gesundheitsmanagerin und die Anschubfinanzierung einiger Angebote sind im Budget für ein gesünderes Biberbach enthalten. Bürgermeister Wolfgang Jarasch sieht darin „eine einmalige Chance für den Ausbau der Gesundheitsförderung vor Ort.“ Für die Krankenversicherung stehen am Ende wertvolle Erkenntnisse darüber, wie effektive Präventionsangebote gestrickt werden. Dabei spielt Gesundheitsmanagerin Lena Malsch eine wichtige Rolle. Jeden Donnerstag ist sie im Rathaus Ansprechpartnerin für Gesundheitsbewusste und die, die es werden wollen.

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Im November 2018 wurden die Biberbacher gefragt, was ihnen zum gesunden Glück fehlt. ein Fragebogen mit 29 Punkten wurde an die Haushalte verteilt. Experten für Humangeographie der Universität Augsburg werteten die Antworten aus. 15 Prozent der Biberbacher, die sich an der Umfrage beteiligten, beurteilten ihren Gesundheitszustand als sehr gut, 52 Prozent waren mit „gut“ zufrieden mit sich; 28 Prozent beurteilten ihre Gesundheit als mittelmäßig. Dem Rest geht es schlecht oder wollte keine Antwort darauf geben. Zufrieden sind die Biberbacher mit der schönen Natur um sich herum, Mängel sehen sie bei der Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Orten, die zur Entspannung einladen. Angebote, die zur Bewegung motivieren, standen ganz oben auf der Wunschliste.

Strategien für ein vitales Leben

Deshalb gibt es in Flyern und online auf „www.vital-dahoim.de“ eine ganze Reihe von Anregungen, wie Bewegung Spaß machen kann. Vitale Wege durchs Lech- und Schmuttertal finden sich ebenso wie das „Achtsame Spazieren“ mit Gesundheitscoach Markus Kratzer, das im Juli und August sehr gut angenommen wurde. Projekttage in der Grundschule brachten das Thema Gesundheit greifbar für die Kinder auf den Stundenplan. Gestresste konnten sich beim Thementag „Stress lass nach! über Strategien für ein vitales Leben informieren.

Das nächste Kursangebot auf dem Vital-dahoim-Kalender schließt an den Vortrag „Biberbach in Balance“ an. Gangsicherheit und Gleichgewicht kann man bei „Balance im Alltag“ mit den Kursleiterinnen Gabriele Mader und Irene Schröttle trainieren. An zehn Terminen vom 14. Oktober bis zum 16. Dezember unterstützen Kraft-, Gleichgewichts- und spezielle Gedächtnisübungen den sicheren Gang.

Noch mehr neue Gesundheitsideen für Biberbach entwickelten die Teilnehmer des Projektgremiums „Vital dahoim“ erst kürzlich. Eine Kunstausstellung rund um die Gesundheit und Themen rund um die Ernährung sollen aufgegriffen werden.

  • Kontakt „Mitmachen kann jeder“, ist Lena Malsch offen für Vorschläge. Persönlich und telefonisch erreichbar ist sie jeden Donnerstag im Erdgeschoss des Rathauses oder unter 08271/4281 110. Elektronische Post erreicht sie unter „vital-dahoim-biberbach@augsburg-asb.de. Alle Informationen und Angebote findet man online unter www.vital-dahoim.de
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