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Westheim

11.09.2019

Die Pferdeflüsterer vom Nerz-Hof in Westheim

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Kinder lieben Tiere und Pferde sind natürlich etwas ganz besonderes. 
Bild: Diana Zapf-Deniz

Beim Abschluss des Ferienprogramms dürfen die Kinder auf dem Nerz-Hof den Ponys ganz nahe kommen. Sie wissen nun, warum sie auf die Pferdeohren achten müssen. 

Spätestens seit dem Film „Der Pferdeflüsterer“ mit Robert Redford aus dem Jahr 1998 ist der gewaltlose Umgang mit Pferden in aller Munde. Warum sollten also nicht auch Kinder einmal Pferdeflüsterer sein dürfen und lernen, wie man mit Pferden artgerecht umgeht? Eine besondere Kurzexkursion durften Kinder zum Ende des Ferienprogramms der Stadt Neusäß auf der Reitanlage Nerz in Westheim machen. Einen Vormittag lang bekamen sie von einer echten pferdegestützen Coachin die wichtigsten Informationen rund um das Ross nicht nur erklärt, sondern auch gezeigt.

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Bevor es zu den beiden Ponys Mio und Baileys, zwei ganz zauberhafte Wallache, ging, gab es Theorieunterricht. Karin Mayer zeigte den jungen Reitfans Zeichnungen von Pferden. „Guckt mal, wenn ein Pferd so schaut wie das hier, dann muss man es ihn Ruhe lassen“, erläutert sie anschaulich.

Warum Pferde im Stehen schlafen können

Die aufmerksamen Zuhörer erfuhren, dass Pferde deshalb im Stehen schlafen können, weil sie ihre Knie einrasten lassen können und dass sie sich nur dann hinlegen, wenn sie sich ganz sicher fühlen. In einer Herde würden aber nie alle liegen, denn einer passe immer auf. Um die Pferdesprache zu verstehen, müsse man auf die Ohren gucken: „Wenn wir jetzt gleich zu den Pferden gehen, dann beobachten wir sie ganz genau und schauen, ob sie ihre Ohren nach uns drehen.“

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Annelie, Lilly, Sophie, Raphael und nochmal Sophie sind voller Vorfreude, können es kaum erwarten, endlich auf die Koppel zu gehen. Und tatsächlich ergeht es Baileys, dem lieben Shetlandpony nicht anders, denn es guckt ganz frech und neugierig über die Stalltüre zu den Kindern. Vorsichtig gehen alle auf die Koppel und da standen Mio und Baileys. Sie gehen langsam aufeinander zu. Die Kinder können mit Streicheln gar nicht mehr aufhören. Die beiden Ponys genießen es sichtlich. „Wenn man freundlich ist mit den Pferden, dann sind sie es auch zu uns“, wissen Magdalena und Paul, die mit auf die Kinder aufpassen.

Die Ohren sind oben und der Kopf unten

Natürlich müssen die Pferde geputzt und gestriegelt und auch die Hufe ausgekratzt werden. „Der braucht es aber dringend, dass er sauber gemacht wird“, stellt Raphael fest und lernt, dass man mit Striegel und Kardätsche das Fell und die Mähne sauber bekommt. „Und? Sind eure Pferde entspannt?“, fragt Mayer in die Runde. „Ja, Baileys Ohren sind oben, sein Kopf hängt nach unten und er frisst“, ruft Sophie freudig. „Ihr könnt Mio und Baileys auch die Mähne zwischen den Ohren kraulen. Das lieben sie und wenn es ihnen ganz gut geht, dann schlabbern sie sogar mit der Unterlippe“, gibt die Coachin als Geheimtipp.

Beim Hufe sauber machen müsse darauf geachtet werden, dass kein Stein im Huf ist, denn das sei für die Pferde so unangenehm wie für uns ein Stein im Schuh.

Kinder werden zu Chefs für die Ponys

Nun geht´s auf Pferd und im Sattel mit Helm auf dem Kopf zur Halle. Annelie darf auf Mio, dem schwarzen Pony reiten. Prompt kommt einem unweigerlich der Spruch in den Sinn, dass auf dem Rücken der Pferde das Glück der Erde liegt, so glücklich und stolz guckt das Mädchen. In der großen Halle lernen die Kinder, wie sie gute Chefs für ihre Ponys sind, denn nur so könnten die Pferde ihren Führern auch vertrauen.

Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, dass Mio genau das macht, was Lilly möchte. Denn die Signale für Mio müssen eindeutig sein, damit er schön mitläuft oder dass er rückwärts geht. Am Ende kommen alle glücklich und zufrieden wieder am Stall an und haben sehr viel über die zwei liebenswerten Ponys und deren Artgenossen gelernt.

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