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Landkreis Augsburg

06.12.2019

Die Staudenbahn kommt. Aber nicht im Jahr 2022

Der Landkreis Augsburg bekennt sich zur Staudenbahn und will die Reaktivierung voranbringen.
Bild: Diana Zapf-Deniz

Der Kreistag will die Reaktivierung und übernimmt erste Kosten. Offen ist aber nach wie vor, wie die Reaktivierung der Strecke finanziert werden soll.

Der Landkreis Augsburg bekennt sich zur Staudenbahn und will die Reaktivierung voranbringen: Wie am Freitag bekannt wurde, übernimmt der Kreis die Kosten für die Unterlagen, die für die erste Planungsphase nötig sind. Die Entscheidung wird von allen Kreistagsfraktionen geschlossen mitgetragen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Gleichzeitig wurde klar: Wenn die Staudenbahn wieder einmal fährt, dann deutlich später als bislang geplant. Ursprünglich war der Start Ende 2022 angepeilt worden.

„Der tatsächliche Zeitpunkt für die Inbetriebnahme ist für uns aktuell zweitrangig. Es geht jetzt ausschließlich darum, zu unserem Bekenntnis zu stehen und die erforderlichen Schritte zu unternehmen, damit das Projekt überhaupt zur Umsetzung gelangt“, sagte Landrat Martin Sailer am Freitag.

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Für die Abwicklung des gesamten Projekts ist ein vierstufiger Plan vorgesehen:

  • Projektvorbereitung
  • Durchführung des Planfeststellungsverfahrens
  • Bauvorbereitung, Realisierung
  • Betriebsaufnahme

Mit der Finanzierung der so genannten Projektvalidierung – sie ist für alle Beteiligten eine zwingende Voraussetzung für eine Kostenaufstellung – stemmt der Landkreis die erste Phase. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit diesem ersten Schritt das Fundament für die Reaktivierung der Staudenbahn gelegt haben“, sagt Landrat Sailer. In den vergangenen Tagen und Wochen habe es intensive Gespräche mit dem Ministerium, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, den Bürgermeistern vor Ort, der Staudenbahn-Betriebsgesellschaft sowie weiteren Partnern gegeben. Gemeinsam sei eine abgestimmte Vorgehensweise festgelegt worden. Im nächsten Schritt geht es dann um die konkrete Planung.

Auch der bayerische Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) hat bei einem Termin in Gersthofen bekräftigt, dass der Freistaat ein „starkes Interesse“ an einer Reaktivierung der Staudenbahn habe. Das Konzept sei stimmig.

Die Rede ist von bis zu 20 Millionen Euro

Offen ist aber nach wie vor, wie die Reaktivierung der Strecke finanziert werden soll, die Rede ist von bis zu 20 Millionen Euro. Laut Reichhart hat der Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft am Dienstag die Bestellgarantie für die Züge der Staudenbahn auf 15 Jahre ausgeweitet. Zudem versuche man, den Bund als Finanzier ins Boot zu holen. Was aber nicht in Frage komme, sei, die Bestellgarantie „einredefrei“ zu stellen. Das meint, dass der Freistaat auch bezahlt, wenn kein Zug auf der Strecke fährt.

Für Staudenbahn-Vorkämpfer Hubert Teichmann ist aber genau das der entscheidende Punkt. Ohne die Einredefreiheit sei die Bestellgarantie nichts wert, keine Bank mache da mit. Vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass die von Teichmann geführte Bahnbetriebsgesellschaft aus finanziellen Gründen die Strecke nicht ertüchtigen kann.

Lesen Sie dazu auch einen Kommentar von Maximilian Czysz: Besser die Staudenbahn kommt später als nie

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Die Diskussion ist geschlossen.

09.12.2019

Damit werden dann die Verdichtungszüge bis Gessertshausen unter Fahrdraht mit Dieseltriebwagen gefahren?

Macht ja nichts, Politik und Presse peitschen zusammen mit Greta schon weiter auf uns ein, obwohl man bei der Schaffung von realen Alternativen für den Alltag mal wieder kläglich scheiterte.

>> Mit der Finanzierung der so genannten Projektvalidierung – sie ist für alle Beteiligten eine zwingende Voraussetzung für eine Kostenaufstellung – stemmt der Landkreis die erste Phase. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit diesem ersten Schritt das Fundament für die Reaktivierung der Staudenbahn gelegt haben“, sagt Landrat Sailer. <<

Man überbrückt die Zeit bis nach den Kommunal- und Kreistagswahlen.

Und nochmals - der Freistaat hätte ab Ende 2022 die Züge bezahlt - so bezahlen Fahrgäste, Landkreise und Stadt Augsburg den Busverkehr über den AVV selbst.

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07.12.2019

Die Staudenbahn zu reaktivieren ist eine große Steuerverschwendung,denn kein Mensch braucht die Staudenbahn außer der Herr Teichmann. Ich meine die Millionen sollte man für eine Umgehungstraße von Gessertshausen und Diedorf bereit stellen. Unserer Poitiker sollten mal eine Umfrage machen welche Bürger für die Staudenbahn is,.ich glaube nicht das die Pendler die nach Augsburg zur Arbeit fahren müßen auf die Staudenbahn umsteigen werden. Ich frage mich schon, wo bleibt da der Rechnungshof der diese Steuerverschwendung verbieten wird. Das tausend Menschen jeden Tag die Staudenbahn benützen werden ist eine glatte Lüge. Die meisten Arbeiter die von der Arbeit nach Hause fahren verbinden zu gleich ihren Einkauf und möchten auf dem schnellsten Weg nach Hause kommen. Man kann nur hoffen das die Politiker das auch so sehen und nicht Millionen für die Staudenbahn ausgeben werden

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