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Diedorf

06.08.2020

Diedorf fehlt für ein neues Feuerwehrhaus vorerst das Geld

Diedorfs Feuerwehr hofft auf ein neues Feuerwehrhaus. Doch aufgrund der finanziellen Probleme durch Corona wird das womöglich noch dauern.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Plus Diedorf braucht ein neues Feuerwehrhaus, doch der Gemeinde fehlen die finanziellen Mittel. So soll es mit dem Projekt nun weitergehen.

Ein neues Feuerwehrhaus für Diedorf scheint für alle Beteiligten in den nächsten Jahren angesichts der finanziellen Lage der Marktgemeinde unrealistisch. Diese Einschätzung hat Marktbaumeister Rolf Jüngst aus einem, seinen Worten nach, „sehr konstruktiven“ Gespräch mit der Feuerwehr Diedorf auf die letzte Sitzung des Gemeinderats vor der Sommerpause mitgebracht. Auch die Verantwortlichen der Feuerwehr würden diese Einschätzung teilen. Dennoch muss sich beim Gerätehaus etwas tun. Das hat ein Gutachten ergeben. Jetzt stehen die Gespräche allerdings wieder am Anfang. Dabei gab es für das neue Feuerwehrgerätehaus bereits einen Zeitplan und einen Kostenrahmen.

Das Diedorfer Feuerwehrhaus entspricht nicht mehr den Anforderungen

Klar ist: Das Feuerwehrhaus aus den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts entspricht nicht mehr den Anforderungen an die heutigen Aufgaben der Feuerwehr in der Marktgemeinde. Unter anderem müssen sie und ihr Gerät einsatzbereit sein, auch für Unfälle auf der B300 und an der Bahnlinie im Ortsbereich. Ein Gutachten hat im vergangenen Jahr aufgezeigt, dass unter anderem zwei Stellplätze und auch ein Mannschaftstransportwagen in Diedorf fehlen. Zudem gibt es zu wenig Platz für die Umkleiden. Die Spinde befinden sich heute praktisch direkt hinter den Fahrzeugen im Garagenbereich. Zwar hatte die Gemeinde bereits vorsorglich das ans Feuerwehrhaus in der Lindenstraße angrenzende Grundstück gekauft. Doch jeder Entwurf, der auf den beiden Grundstücken möglich war, zeigte auch Nachteile, etwa bei einem Übungsplatz oder bei den Zu- und Abfahrten.

Weil zudem die Kosten für den Um- und Anbau mit 5,2 Millionen Euro veranschlagt wurden und damit nur wenig unter einem Neubau (allerdings ohne Grundstück) lagen, ging es schließlich auch um die Option eines völlig neuen Gebäudes an neuer Stelle. Im Gespräch war zuletzt der jetzige Streethockeyplatz an der Hauptstraße als Favorit der Feuerwehr. Die Umsetzung des Neubaus war für 2023 geplant.

Diedorfs Gemeinde und Feuerwehr wollen gemeinsam weiter planen

Doch nun wird es wohl in den kommenden Jahren nicht so weit kommen. Stattdessen wollen sich Verwaltung, Gemeinderäte und Vertreter der Feuerwehr noch in dieser Woche an einem Runden Tisch zusammensetzen und darüber sprechen, wie es nun weitergehen kann. Themen sollen unter anderem die Sicherheit der Feuerwehrfrauen und -männer sein sowie die Ertüchtigung der Flucht- und Rettungswege. Unter anderem soll es auch um Lagerflächen in der Nähe des Feuerwehrhauses gehen.

Für das nächste Jahr ist zudem der Einbau eines zweiten Fluchtwegs im Schützenheim geplant, das ebenfalls im Feuerwehrhaus im ersten Stock untergebracht ist. Und dann ist da noch die Sache mit der neuen Drehleiter: Für 2023 oder 24 ist der Kauf einer neuen Drehleiter geplant. Die soll aber möglicherweise etwas länger sein als die aktuelle: nämlich 30 statt 24 Meter.

„Wir riskieren sonst, dass wir von der Leitstelle nicht mehr so oft alarmiert werden“, beschrieb Gemeinderat Michael Kruis (WfD), der selbst bei der Feuerwehr ist. Für die neue Leiter reicht dann das alte Feuerwehrhaus aber definitiv nicht mehr – eventuell muss angebaut werden.

Die Ergebnisse des Runden Tisches will der Gemeinderat dann mit zu seiner Klausurtagung Ende September nehmen. Anschließend will der Gemeinderat weiter beraten.

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