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EU: Die Bürokratie bleibt lästig

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Kommentar Von Gerald Lindner
21.05.2019

Wer kann sich noch erinnern, als es dank des Schengen-Abkommens zum ersten Mal möglich war, quer durch Europa zu reisen?

Es war ein wunderbares Gefühl, an der Grenze den Ausweis stecken lassen zu können. Und es ist seither äußerst unwahrscheinlich, dass man das mühsam verstaute Reisegepäck wieder auspacken muss, wenn die Grenzpolizisten es so wollen. Soweit, so einfach. Doch wenn sich die Nationalitäten mischen, zum Beispiel über eine Eheschließung, dann wird’s schnell etwas kompliziert.

Denn die bürokratischen Hürden sind immer noch hoch – in jedem Fall aber lästig: Wenn eine Geburtsurkunde, die ja eigentlich nur Geburtsdatum, -ort und -land beinhaltet, für teures Geld von einem staatlich zugelassenen Übersetzer ins Deutsche übertragen werden muss, dann grenzt das schon ans Lächerliche. Das gleiche gilt, wenn jemand, der zwar einen ausländischen Pass besitzt, aber hier aufgewachsen ist, bei der Einbürgerung noch einen Sprachtest ablegen muss.

Wunderbare Luxusprobleme

Andererseits sind dies wunderbare Luxusprobleme. Denn wir haben fast vergessen, dass es vor nicht allzulanger Zeit noch lebensgefährlich sein konnte, in Europa die Grenzen zu übertreten. Unrühmlichstes Beispiel dafür ist die deutsch-deutsche Grenze. Glücklicherweise ist auch sie seit 30 Jahren Vergangenheit.

Was so in einer Ehe mit vier Pässen alles passieren kann, lesen Sie hier: Täglich ein Stück Europa leben

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