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Umwelt

20.02.2012

Eine Ampel gegen dicke Luft

An der Realschule Neusäß misst eine Luftgütemesser den CO2-Gehalt. Ist er zu hoch, springt die Ampel auf Rot und das Klassenzimmer muss gelüftet werden.
Bild: Merk

Im Schulzentrum Neusäß zeigen zwei Ampeln an, wann der Klassenraum gelüftet werden muss. Bei stickiger und warmer Luft können sich die Schüler nicht so gut konzentrieren

Neusäß Die Schüler machen große Augen und drängen sich um das kleine weiße Gerät. Die Anzeige springt von Grün auf Gelb und schließlich auf Rot, ein schrilles Piepen ertönt. Ein sicheres Zeichen für dicke Luft im Klassenzimmer. Das kleine Kästchen, das die Schüler aus den fünften und sechsten Klassen des Schulzentrums Neusäß so beeindruckt, ist eine Co2-Ampel.

Ist die Ampel rot und piept, dann ist der Kohlenstoffdioxid-Gehalt in der Luft zu hoch und die Fenster müssen geöffnet werden. Ist genügend Frischluft im Raum, springt das Gerät wieder auf Grün, solange bis die Luft wieder zu schlecht ist.

Im Schulzentrum gibt es zwei solcher Ampeln, der Bund für Naturschutz hat sie gespendet. Im Moment wandern die Geräte von Klasse zu Klasse, damit alle Schüler sie kennenlernen.

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Bevor das Gerät an diesem Tag in ihrem Klassenzimmer aufgestellt wurde, haben die Fünft- und Sechstklässler ihre Hausaufgaben gemacht. Alle Fenster waren geschlossen, die Kinder haben gebüffelt - und die Ampel schlug prompt an. Erst durch kurzes Lüften wurde die Ampel dann wieder grün.

Manche Schüler hoffen auf weniger Kopfweh

Die Geräte sollen den Schülern und auch den Lehrern dabei helfen, das Lüften nicht zu vergessen. Denn in einem Raum voll verbrauchter Luft leidet die Konzentrationsfähigkeit, man wird schneller müde und das Lernen fällt viel schwerer.

Schülerin Laura kennt sich aus damit. „In vielen Räumen an der Schule ist es oft warm und stickig“, sagt sie. „Da kann man sich überhaupt nicht richtig konzentrieren.“ Auch Lauras Mitschüler Keanu sagt, er bekomme oft Kopfweh, wenn die Fenster zu lang geschlossen seien. Deshalb ist er gespannt, ob sich durch die Ampeln etwas ändern wird. Für Patrick ist das Gerät nicht so neu wie für die anderen Schüler: „Wir haben zu Hause schon in jedem Raum eine Ampel.“

„Wahnsinnig wichtig“ nennt der Schulleiter der Neusässer Realschule, Herbert Woerlein, die Co2-Ampel. „Heutzutage sind viele Räume dermaßen gut isoliert, dass kein Luftzug mehr durchkommt“, sagt er. „Da ist es besonders wichtig, zu wissen, wann man lüften sollte.“

Bei den aktuellen Temperaturen kommt das Durchlüften allerdings nicht bei allen Schülern gut an. Sechstklässlerin Laura klagt: „Dann wird es immer so bitterkalt.“

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