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Landkreis Augsburg

25.03.2017

Feuerwehren: Revolte gegen den Kreisbrandrat

Unter Druck: Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister sieht sich mit einem massiven Misstrauensvotum der Kommandanten konfrontiert. Nun will er um mehr Vertrauen werben. Schließlich geht seine Amtszeit noch weitere fünf Jahre.
Bild: Marcus Merk

Mehr als die Hälfte der Kommandanten des Landkreises spricht sich in einer Befragung gegen Alfred Zinsmeister aus. Doch der hat einen mächtigen Verbündeten

Der Streit innerhalb der Kreisbrandinspektion für den Landkreis Augsburg wird zur offenen Revolte gegen Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister. In einer Befragung unter den Kommandanten der Freiwilligen Wehren im Kreis hat sich mehr als die Hälfte unzufrieden mit dem obersten Feuerwehrmann des Landkreises gezeigt.

Allerdings fehle diesem Votum jede Legitimation, sagte Zinsmeister gestern gegenüber unserer Zeitung. Der 54-Jährige war erst vor einem Jahr mit 74 Prozent der abgegebenen Stimmen von den Kommandanten für weitere sechs Jahre als Kreisbrandrat bestätigt worden. Die jetzige Abstimmung fand dagegen nur in den Inspektionsbereichen Nord und Mitte statt. Im Süden lehnten die Kommandanten laut Zinsmeister eine Abstimmung ab.

In den Bereichen Nord und Mitte kassierte der Kreisbrandrat dagegen ein deutliches Misstrauensvotum. 72 von 92 Teilnehmern sind unzufrieden mit dem Kreisbrandrat. Bei 132 Freiwilligen und sechs Berufsfeuerwehren im gesamten Landkreis entspricht das mehr als der Hälfte der Kommandanten.

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Zinsmeister kritisierte die Umstände der Abstimmungen, die unter der Regie der Kreisbrandinspektoren Rainer Kuchenbaur und Jürgen Breu stattfand. Nicht einmal die Mindeststandards eines „rechtsstaatlichen Wahlverfahrens“ seien beachtet worden. So sei er gar nicht eingeladen worden, um sich gegen zum Teil haltlose Vorwürfe zu verteidigen, in denen es unter anderem um seinen Führungsstil geht.

Angekreidet wird dem Kreisbrandrat auch die Entlassung eines Kreisbrandmeisters vor über einem Jahr, der in Feuerwehrkreisen sehr beliebt war. Diese Entscheidung habe er im Benehmen mit dem Landratsamt getroffen, sagte Zinsmeister gestern. Über die Gründe dürfe er nicht sprechen - auch nicht seinen Inspektoren gegenüber.

Vehement bestreitet Zinsmeister, dass er die Entlassung der beiden Inspektoren Breu und Kuchenbaur betrieben habe. „Es gab keinen Versuch, das zu tun.“ Bestätigt wird seine Darstellung von Marion Koppe und Verena Wanner. Koppe ist am Landratsamt Chefin im Geschäftsbereich „Sicherheit und Ordnung, Kommunales und Verbraucherschutz.“ Wanner leitet den Fachbereich Sicherheit und Ordnung, zu dem auch der Brand- und Katastrophenschutz zählt. Über ihren Tisch wäre ein Abberufungsantrag gegangen.

Der einflussreichste Verbündete von Zinsmeister ist Landrat Martin Sailer, dem die Kreisbrandinspektion letztendlich untersteht. Sailer wertete das Misstrauensvotum der Kommandanten gestern „allenfalls als Indiz dafür, dass in der Kommunikation innerhalb der Feuerwehr Handlungsbedarf besteht.“ Zinsmeister „genießt auch weiterhin mein vollstes Vertrauen,“ hieß es in einer schriftlichen Erklärung des Landrats. Der Kreisbrandrat selbst bezeichnete das Umfrage-Ergebnis als „Ansporn“. Er soll nun mithilfe eines Drei-Stufen-Plans Vertrauen zurückgewinnen und die Kommunikation verbessern. Am Ende soll eine Dienstversammlung mit allen Kommandanten stehen, auf der hinter verschlossenen Türen eine Aussprache stattfindet.

Von besonderer Bedeutung ist dabei ein Gespräch, das am kommenden Mittwoch geplant ist. Zinsmeister, die Kreisbrandinspektoren und die Kreisbrandmeister sollen sich unter der Regie von Landkreis- chef Sailer verständigen. Geschäftsbereichsleiterin Koppe: „Der Mittwoch ist maßgebend.“

Läuft das Gespräch schlecht, sind Konsequenzen offenbar nicht mehr auszuschließen. Rein rechtlich kann der Kreisbrandrat im Benehmen mit dem Landratsamt Kreisbrandmeister oder -inspektoren entlassen. Zinsmeister sagte gestern: „Ich habe nicht vor, Abberufungen auszusprechen. Aber das kann sich ändern.“ Die Kreisbrandinspektoren Breu und Kuchenbaur gaben gestern keine Stellungnahme ab.

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25.03.2017

Da geht es wiedereinmal nur um eines Postenschieberei.

Ich meine wenn Alfred Zinsmeister kein Vertrauen mehr bei den Komandanten hat, so soll er seinen

Stuhl räumen.. Es liegt am Landrat Martin Sailer diese Streitereien zu beenden.denn es schadet

den Ruf der ganzen Feuerwehr. Wenn die beiden Feuerwehrmänner wie der Kreisbrandinspektor und

der Kreisbrandmeister ihre Sache gut gemacht haben ,so muss nicht der Alfred Zinsmeister andere

Personen vorschieben. Ich wahr auch 40 Jahre aktiv bei der Feuerwehr und manchmal habe ich mich

schon gefragt,warum die oberste Führung bei der Feuerwehr sinnlose Verordnungen heraus

gebracht haben Das die Feuerwehr heute fast keine jungen Leute mehr bekommt ist ein

verschulden von der oberste Führung der Feuerwehr.. Mit nur sinnlosen Verodnungen kann man

junge Menschen nicht begeistern zur Feuerwehr zu gehen. Wenn Allfred Zinsmeister für die

Feuerwehr etwas gutes tun möchte ,so soll er seinen Posten räumen und .,dann herrscht wieder

Friede bei der Feuerwehr. Die Feuerwehr hat die Aufgabe Menschen zu helfen, und nicht mit

Postenschiebereien auf sich auf merksam zu machen

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