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Marktgemeinderat

27.12.2018

Friedhofsgebühren steigen deutlich an

Um kostendeckend zu arbeiten, müssen die jährlichen Pflegegebühren für Gräber auf dem Friedhof in Biberbach angehoben werden.

In Biberbach landen auf dem Gottesacker einige Fremdstoffe im Müll. Das macht die Entsorgung teuer. Doch es gibt weitere Kostenfaktoren

Personalkosten und Aufwand bei der Pflege der Friedhöfe steigen. Das rechnete Kämmerin Martina Mayrböck dem Biberbacher Gemeinderat vor. Um kostendeckend zu arbeiten, müssen die jährlichen Pflegegebühren angehoben werden. Für Gräber auf dem Friedhof in Biberbach wurden dafür bisher 26 Euro berechnet, ab August 2019 werden es 41 Euro sein.

Grabbesitzer in Affaltern werden künftig 26 Euro anstatt 20 Euro bezahlen müssen. Auch bei den Bestattungsgebühren gibt es Anpassungen. So werden bei Bestattungen in Familiengräbern künftig 454 Euro anstatt wie bisher 410 Euro fällig, für die Leichenträger fallen höhere Gebühren an und die Verwaltungsgebühr steigt von 15 Euro auf 18 Euro, beschloss der Rat. Hinsichtlich der Pflegegebühren sei vor allem die Müllentsorgung ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, so Mayrböck. Früher konnte das Grüngut günstig kompostiert werden, inzwischen finden sich darin eine Menge Fremdstoffe, was die teure Entsorgung als Restmüll nötig macht. „Wer mehr bezahlt, erwartet aber auch einen sauberen Friedhof“, so Franz Bayer (CSU). Immer wieder werde auch er von Bürgern auf verkrautete Wege und liegen gelassenes Laub angesprochen, bestätigte Alois Pfaffenzeller (FW). Dafür müsse man mehr Geld in die Hand nehmen. „Wenn die bezahlten Stunden geleistet sind und noch Arbeit übrig ist, dann bleibt diese eben liegen.“ Die Zeiten, in denen Bürger ehrenamtlich den Friedhof in Ordnung gehalten haben, sind vorbei, so Wolfgang Bertele (FW). Damit werde man sich im neuen Jahr befassen müssen, stimmte Bürgermeister Wolfgang Jarasch zu.

Erzieherinnen werden auch mal krank. Oder sie erwarten selbst Nachwuchs. Was grundsätzlich ja schön ist, aber den Betrieb der Kita in Biberbach schwierig machen kann. Dem Gemeinderat erklärte Kita-Leiterin Franziska Engemann in jüngster Sitzung, wo es hin und wieder knirscht bei der Kinderbetreuung im Ort. Vor sechs Jahren hatte der Gemeinderat festgelegt, dass für jeweils zehn Kinder eine Betreuungsperson zur Verfügung stehen muss. Auf dem Papier ist das auch so. Doch wenn Personal ausfällt, ist viel Improvisationskunst gefordert. Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass der Anstellungsschlüssel als eingehalten gilt, auch wenn Abwesenheitszeiten von bis zu 42 Tagen überbrückt werden müssen. Dann klaffen Theorie und Wirklichkeit auseinander und schöne Projekte wie die Schreinerwerkstatt oder das Forscherlabor können nur eingeschränkt oder gar nicht stattfinden, so Engemann. „Hier braucht es mehr Flexibilität um Stunden bei Bedarf hochzufahren“, warb die Kita-Leiterin für eine Anpassung des festgelegten Schlüssels. Zeit kosten auch viele hauswirtschaftliche Arbeiten, die mit dem warmen Mittagessen für die Kinder einhergehen. Etwa drei Stunden täglich sind Erzieherinnen damit beschäftigt. Zeit, die bei der Kinderbetreuung fehlt.

Eine Teilzeitkraft für diesen Bereich einzustellen schlug Sabine Duttler (BTL) vor. Zusätzlich sprach sich der Gemeinderat einstimmig dafür aus, den Anstellungsschlüssel flexibel zu handhaben. Ab dem 1. Januar 2019 ist es nun möglich, den festgelegten Schlüssel zu unterschreiten, wenn die Betreuungssituation das erfordert. Das sind gute Nachrichten für die Kinderbetreuung in Biberbach, bedankte sich die Kita-Leiterin bei dem Gremium.

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