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21.03.2019

Gemeinde lässt sich Krippe was kosten

Langweid setzt auf Klettermöglichkeiten, Weidengang und Bobbycarstrecke. Am 8. April ist die Eröffnung

Endspurt für die Bauarbeiten: Am Montag, 8. April, wird die neue Kinderkrippe in Stettenhofen eröffnet. Damit die Kleinen auch bald im rund 1000 Quadratmeter großen Garten spielen können, gab der Gemeinderat in jüngster Sitzung grünes Licht für das Konzept des Landschaftsarchitekten Dieter Weinbrenner.

Er stellte eine Gartenplanung vor, die dem Forscher- und Bewegungsdrang der Jüngsten entgegenkommen soll. Ein Spielplatz mit Klettermöglichkeit, Holzhütten, Sandkasten und Schaukel, ein Weidengang als Krabbelweg und eine Bobbycar-Strecke hat der Planer vorgesehen. Bäume sollen einmal ausreichend Schatten werfen. Bis die grünen Dächer so weit sind, werden Sonnensegel über dem Sandkasten für den nötigen Schutz vor der Sonne sorgen.

Als Belag auf Wegen und unter den Spielgeräten schlug der Planer ein Gummimaterial ähnlich der federnden Untergründe auf Sportplätzen vor. Das schlägt allerdings mit 90 Euro pro Quadratmeter zu Buche und ist damit weit teurer als andere, ebenfalls für Kinderkrippen zugelassene Beläge.

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Christian Herfert (CSU) erinnerte sich an schmerzhafte Sportverletzungen durch Ausrutscher auf Tartan-Bahnen. „Ist das nicht ein Problem für einen Kinderspielplatz?“, fragte er beim Planer nach. Der gab Entwarnung. Es gebe bei den neuen Gummimischungen keine erhöhte Verletzungsgefahr, versicherte er. Im Gegenteil habe der Boden neben der angenehmen Haptik den Vorteil, dass er sehr eben sei und sich keine Teile daraus lösen würden, die kleine Kinder in den Mund nehmen.

„Stimmig“ fand Karl Jakob (CSU) das Konzept. Allerdings solle geprüft werden, ob sinnvolles Einsparpotenzial vorhanden ist. 250000 Euro kostet der Garten mit dem Gummiboden auf allen vom Planer vorgeschlagenen Flächen; 50000 Euro weniger, wenn ein anderes Material zum Einsatz kommt. Weitere 10000 Euro sind im Konzept für über einen Feldweg zu befahrende Personalparkplätze vorgesehen.

Etwas Luft im Finanzierungskonzept hat die Gemeinde durch eine erfreuliche Entwicklung: Das Krippengebäude war mit zwei Millionen Euro Baukosten veranschlagt, kostet aber 200000 Euro weniger. Die Gartenanlage stand mit 120000 Euro in der Planung, dafür könne man nun durch die Einsparung großzügiger sein, so Bürgermeister Jürgen Gilg. Die überall zu verzeichnenden Kostensteigerungen am Bau seien auch bei der Gartenanlage zu berücksichtigen. Als Vergleich zog er den Garten des St.-Vitus-Kindergartens heran. Vor ein paar Jahren habe man dafür 160000 Euro gezahlt, „das wären nach heutigen Preisen auch 200000 Euro“. Auf einen Kostenrahmen von 230000 Euro inklusive der 10000 Euro für den Parkplatz einigte sich der Gemeinderat einstimmig. Dafür könne er das vorgelegte Konzept mit maßvoller Reduzierung des teuren Gummibelages umsetzen, so Planer Dieter Weinbrenner.

Der Garten ist maßgeschneidert für die Bedürfnisse der Kleinsten, denn die größeren Kinder im Kindergarten haben ihren eigenen Bereich. In Stettenhofen wird der Nachwuchs in insgesamt vier Kindergartengruppen und bald drei Krippengruppen betreut. Der Neubau bietet Raum für zwei Krippengruppen, die dritte Gruppe bleibt im bisherigen Gebäude.

Der Elektrogroßhändler Sonepar baut eine kleine Büroeinheit an. Nachbarn oder gemeindliche Belange werden davon nicht tangiert. Der Gemeinderat gab seine einmütige Zustimmung.

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