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Gersthofen

01.08.2018

Gersthofen geht zum Jubiläum in die Luft

Einen Fesselballon mit dem Logo des Ballonmuseums hat die Stadt Gersthofen bereits. Fürs Stadtjubiläum 2019 soll nun auch ein Gasballon angeschafft werden.
Bild: Archivfoto: Marcus Merk

  2019 werden 50 Jahre Stadterhebung gefeiert. Aus diesem Anlass wird ein Gasballon angeschafft. Und es wird noch mehr Geld locker gemacht. 

 

  Zum 50. Stadtjubiläum geht Gersthofen im wörtlichen Sinne in die Luft: Denn anlässlich der Feierlichkeiten ein halbes Jahrhundert nach der Stadterhebung wird ein Gasballon zur Befüllung mit Helium oder Wasserstoff angeschafft, der das Stadtlogo trägt. Alles in allem lässt sich die Stadt ihr Fest etwas kosten: Nach heutigem Stand sind schon rund 300000 Euro erreicht – ein gut Teil davon für Marketingmaßnahmen.

Gersthofer Stadtrat beschließt den Kauf

Den Kauf des eigens gefertigten Gasballons hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Dafür sollen Kosten von rund 80000 Euro eingeplant werden, davon noch 50000 Euro im Jahr 2018. Dabei gibt es ja bereits einen Heißluftballon mit der Aufschrift „Erlebnis Ballonmuseum Gersthofen“. Groß gefeiert werden soll das Jubiläum am 7. Juni 2019.

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Im kommenden Jahr ballen sich die Jubiläen in der Stadt: Der Stadtteil Batzenhofen feiert 1050 Jahre Bestehen, die Feuerwehr Gersthofen 150 Jahre, der TSV 110, die Chorgemeinschaft 100 Jahre. Fünf Jahrzehnte bestehen dann der TC Rot-Weiß, die Stadtkapelle, die Lechana, der Gersthofer Alpenverein sowie der Partnerschaftsverein Nogent-Gersthofen.

Gersthofer Bürger für Bürger

„Durch diese Vielzahl soll das 50. Stadtjubiläum ein Fest werden, das von Gersthofer Bürgern für Gersthofer Bürger veranstaltet wird“, so die Stadtverwaltung. Ein zentraler Punkt sollen die beiden Festwochenenden vom 30. Mai bis 2. Juni und vom 6. bis 10. Juni mit Festzelt am Volksfestplatz sein.

Beim Festumzug am Sonntag, 9. Juni, unter dem Motto „Gersthofen im Wandel der Zeit“ werden sich rund 60 Feuerwehren beteiligen. Gersthofer Schulen präsentieren die Geschichte in jeweils passender Gewandung als Fußgruppen, die Ortsvereine sollen sich mit Themenschwerpunkten ihres Vereins historisch präsentieren. Auch mittelalterliche Gruppen aus Augsburg haben laut Verwaltung ihre Teilnahme bereits zugesagt. Der eigens für das Jubiläum tagende Arbeitskreis war sich einig, einen Kostenbeitrag von maximal 200 Euro je teilnehmender Fußgruppe und für die Vereine mit Motivwagen 500 Euro auszuzahlen. Dafür sollen insgesamt 15000 Euro bereitgestellt werden. Die restlichen 45000 Euro (inklusive Zuschuss für die Vereine beim Festumzug) sollen in den Etat 2019 einfließen.

CSU-Fraktionsvorsitzender Max Poppe fragte: „Fallen diese insgesamt 95000 Euro zusätzlich zu den bereits dem Bürgermeister zur Verfügung gestellten 130000 Euro für die Festvorbereitung an?“ Letztere Summe sei zweckgebunden für Marketing, deswegen müssten die anderen Kosten zusätzlich bereitgestellt werden, sagte Bürgermeister Michael Wörle. „Voraussichtlich werden wir für 2019 noch einmal rund 100000 Euro benötigen.“

Brandner Kaspar trinkt mit dem Boandlkramer

Doch es könnte noch teurer werden: „Eine Woche vor der Kulturine 2019 will die Kol-La drei Tage Freilufttheater anbieten“, sagte Kol-La-Spielleiter und Stadtrat Herbert Lenz (FW). Geplant ist das Volksstück „Der Brandner Kaspar und das ewige Leben“, das, wie berichtet, nicht zuletzt vom Theater Gersthofen als Großproduktion für das Stadtjubiläum ins Spiel gebracht wurde. „Wir rechnen mit 2000 Besuchern an drei Tagen“, sagte Lenz. Um dies finanziell stemmen zu können, soll daher noch ein Zuschussantrag bei der Stadt gestellt werden.

Wie hoch die Ausgaben der Stadt Neusäß beim 25. Jubiläum im Jahr 2013 waren, konnte Kulturbüroleiterin Anneli Bronner gestern auf Anfrage nicht sagen, weil die Kosten nicht nur im Kulturamt, sondern auch in anderen Abteilungen anfielen. „Wir im Kulturbereich hatten allerdings 10000 Euro mehr Etat als für das ,normale’ Stadtfest zwei Jahre zuvor.“ Beim jüngsten Stadtfest hatte Annelie Bronner 115000 Euro zur Verfügung.

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