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Gersthofen

15.06.2018

Gersthofen will mehr Platz im Rathaus schaffen

Umbauten sollen mehr Platz im Gersthofer Rathaus schaffen.
Bild: Foto: Marcus Merk

Pläne Das Gersthofer Gebäude platzt aus allen Nähten. Künftig wird  unter anderem ein ehemaliger Luftschutzbunker als Möbellager genützt.

Gersthofen Mehr Platz im Gersthofer Rathaus soll geschaffen werden. Der Grund: Die Verwaltung ist mit ihren zunehmenden Aufgaben gewachsen – und auch die Gersthofer Fraktionszimmer reichen inzwischen nicht mehr aus. Der Bauausschuss stimmte nun zu, dass ein Konzept entwickelt wird, wie die Anordnung der Räume verändert werden soll.

Schon im vergangenen Jahr waren von Anfang April bis Ende Juni die Räume des Einwohnermeldeamts umgebaut worden. Notwendig wurde dies unter anderem durch erhöhte Anforderungen an den Datenschutz, doch auch der Komfort für die Bürger sollte wachsen.

Das neue Einwohnermeldeamt hat einzelne Beratungskabinen mit Schallschutzwänden. In diesen können die Mitarbeiter in Ruhe vertrauliche Gespräche mit den Kunden führen, die in neu geschaffenen Räumen mit Sitzmöglichkeiten Platz nehmen können. Auch eine komplett neue Möblierung aller fünf Arbeitsplätze und eine flexible offene Gestaltung der Räume durch Glasschiebetüren wurde integriert.

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In Gersthofen entsteht ein Bürgerservicezentrum

Nun soll das Rathaus zum Bürgerservicezentrum umgestaltet werden. „Vor dem Umbau müssen der Trausaal in ein Besprechungszimmer sowie die Büros des Sachgebiets Kinder/Jugend/Soziales umziehen“, erklärte Bürgermeister Michael Wörle. Für das wegfallende Zimmer muss ein neuer Besprechungsraum geschaffen werden. Dazu soll das zweite Ober- beziehungsweise Dachgeschoss Geschoss des Rathauszwischenbaus, der sich entlang dem kleinen Rathausplatz befindet, ausgebaut werden. Jetzt befindet sich dort ein Möbellager. Auch das vierte Obergeschoss des Neubaus, in dem sich derzeit noch das Archiv der Hoch- und der Tiefbauabteilung befindet umgestaltet werden.

Das Möbellager kann Wörle zufolge in die Technikräume des Luftschutzbunkers in der Tiefgarage ziehen. „Der Schutzraum wurde im Herbst entwidmet, somit kann die ohnehin nicht mehr funktionstüchtige Luftschutzraumeinrichtung ausgebaut werden“, so Wörle. Das Bauarchiv kann durch zusätzliche fahrbare Regalsysteme im Keller untergebracht werden. Externe Auslagerungsmöglichkeiten werde zunächst nicht benötigt. „Wir werden auch prüfen, was von allem überhaupt noch aufgehoben werden muss.“

Auch wenn feststeht, dass im Fall einer Bebauung des Gersthofer Lochs durch den Investor Peter Pletschacher die Strasser-Villa abgerissen wird, und infolgedessen das darin untergebrachte Kulturamt neue Räume benötigt, spielte dies in der Diskussion im Bauausschuss keine Rolle. „Weil wir mit dem Projekt Pletschacher noch nicht so weit sind, ist das im Moment noch kein akutes Thema“, erklärt Rathaussprecherin Ann-Christin Joder auf Anfrage. „Aber wenn das Kulturamt kurzfristig umziehen muss, gibt’s Ausweichräume – die Kollegen müssen nicht auf der Straße sitzen.“

Ein Vorkonzept gibt‘s schon

Architekt Günter Utz hatte bereits ein grobes Vorkonzept erstellt. Mit den oben genannten Änderungen wird die Hauptnutzfläche im Rathaus um circa 274 Quadratmeter erweitert. Eine erste grobe Kostenschätzung des Architekten liegt bei knapp 1,3 Millionen Euro.

„Die Alternative wäre ein Anbau, den würden wir für dieses Geld nicht hinbringen“, sagte Albert Kaps (Pro Gersthofen). „Außerdem ist die Erweiterung dringend notwendig. Es ist fünf nach zwölf.“

Jürgen Schantin (W.I.R.) erinnerte daran, dass seine Gruppierung die zweitgrößte Fraktion im Stadtrat ist. „Bekommen wir dann endlich auch ein größeres Fraktionszimmer?“ Michael Wörle sagte: „Ich gehe davon aus, dass wir vernünftige Räume für alle Fraktionen zur Verfügung stellen können.“

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