Newsticker
Streit über Corona-Impfstoff: EU-Krisentreffen mit Astrazeneca findet nun doch statt
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. In Baar gibt es eine Märchenkutsche ganz aus Eis

Baar/Meitingen

13.01.2021

In Baar gibt es eine Märchenkutsche ganz aus Eis

Mit einer Märchenkutsche und zwei Zugpferden hat der Eiskünstler Klaus Grunenberg aus Baar seine Frau Anita zu ihrem 60. Geburtstag überrascht.
Bild: Claus Braun

Plus Der Eiskünstler Klaus Grunenberg aus Baar schafft eine Kutsche samt Pferdegespann aus Eis. Für dieses Unikat gibt es einen besonderen Anlass.

Runde Geburtstage der Ehefrau stellen auch in Corona-Zeiten Männer vor so manche Herausforderung. Ein Strauß roter Rosen, ein feines Schmuckstück vom Juwelier um die Ecke oder vielleicht ein opulentes Wellness-Wochenende mit allen denkbaren Massage- und Wohlfühl-Raffinessen? Ähnliches dachte sch vielleicht auch der gebürtige Meitinger Klaus Grunenberg, als er sich Gedanken um ein Geburtstagsgeschenk anlässlich des 60. Wiegenfestes seiner Ehefrau Anita machte.

Klaus Grunenberg, 60 Jahre, ist gebürtiger Meitinger, stammt aus der Steinmetz-Familie Grunenberg und ist auch selbst gelernter Steinmetz. Seit den 1990er-Jahren in Baar beheimatet, ist er seit vielen Jahren europaweit als professioneller Eisschnitzer unterwegs und präsentiert Eiskunst in allen denkbaren Facetten.

Eiskünstler aus Baar: Ein besonderes Geschenk zum Geburtstag seiner Frau

Auf die Idee, seiner Ehefrau Anita zum 60. Geburtstag ein besonderes und aufwändigeres Geschenk als sonst zu machen, kam er in der Corona-Zeit. Aufgrund der Pandemie-Beschränkungen fielen auch dem Eisdesigner viele Aufträge weg, da Firmen-Events ausfielen und Weihnachtsfeiern mit gebuchten Live-Vorführungen nicht durchgeführt werden konnten.

Klaus Grunenberg hatte also Zeit übrig - und vor allem auch Eis! Dieses stellt er durch Spezialmaschinen mit einem besonderen Gefrierverfahren in der Werkhalle in Baar selbst her. „Die gefrorenen Eisblöcke zeichnen sich durch ihre Klarheit aus und zeigen kaum Trübungen. Meist sind sie klar wie ein edler Kristall“, erklärt er stolz.

So haben viele Menschen vor der Corona-Zeit den Eiskünstler Klaus Grunenberg in Aktion erlebt. Mit einer Motorsäge nimmt er die ersten groben Schritte am Eisblock vor.
Bild: Claus Braun

Eine gute Woche lang brauchte Klaus Grunenberg, um seiner Frau Anita, die von Kindesbeinen an eine Liebhaberin von Märchenkutschen ist, ein entsprechendes Modell heimlich in der Werkhalle zu kreieren. Am vergangenen Samstag, einen Tag vor dem Jubeltag, baute er die Kutsche aus vielen Einzelteilen mit einem Helferteam im Vorgarten des Eigenheimes am Dorfplatz in Oberbaar auf. Drei Stunden dauerte es, um die drei Meter lange Skulptur aus gut zwei Tonnen Eis entsprechend zu präsentieren.

Der Schriftzug "Eiszeit" wurde live vor den Zuschauern mit der Kettensäge in riesige Eisblöcke geschnitzt.
10 Bilder
Eiskalte Kunst: Ein Schnitzer zeigt seine Werke ein Baar
Bild: Alice Lauria

Die kristallglänzende Märchenkutsche mit Kutscherfigur, einem Reisekoffer, der Geburtstagszahl 60 und dem Schriftzug „Anita“ wird von zwei filigran gestalteten Pferden gezogen. Abgerundet wird dieses Schmuckstück, welches zwar vergänglich, aber einmalig, bezaubernd und für alle Beteiligten unvergesslich ist, von einer stimmungsvollen Beleuchtung.

Baar: Auch Passanten sind vom Kunstwerk aus Eis überwältigt

Mit dieser Märchenkutsche und dem Pferdegespann ist Klaus Grunenberg eine tolle Überraschung geglückt, und die frostigen Temperaturen spielten auch noch mit. Überglücklich und überwältigt freute sich dann das Geburtstagskind Anita über das Kunstwerk. Überwältigt sind übrigens auch viele Interessierten, die sich seit Tagen dieses Schmuckstück vor Ort ansehen und vielfach fotografieren. „Das man so was Schönes machen kann, ist schier nicht vorstellbar“, stellen nicht wenige fest.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren