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Dinkelscherben

25.01.2019

Kirche gibt auf - Bürger sollen über Heim entscheiden

Das Seniorenheim in Dinkelscherben kann möglicherweise doch erhalten werden.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Seit Wochen demonstrieren Hunderte Dinkelscherber für den Erhalt ihres Seniorenheims. Nun gibt die Kirche nach. Sie zieht sich aus der Verantwortung.

Die

Hospitalstiftung

in

Dinkelscherben

will die Verantwortung über das

Seniorenheim

den Bürgern übergeben. Die Stiftung teilt mit, dass sie mit dieser Entscheidung „den Willen der Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde sehr ernst nehmen“ wolle. 

Aufgrund „baulicher, ökonomischer und weiterer Gründe“ stehe der Verwaltungsausschuss, der das Heim-Aus beschlossen hatte, nach wie vor zu seinem Schließungsbeschluss. Man wolle nun aber den Bürgern die Möglichkeit eröffnen, selbst die Verantwortung zu übernehmen. 

Bürger sollen Verantwortung der Stiftung übernehmen

Nach internen Gesprächen des Vorstands der Hospitalstiftung mit Vertretern des Domkapitels und der Caritas sei der Entschluss gereift, der Stiftung eine Neuausrichtung zu ermöglichen. Dazu solle die Stiftung zu einer rein bürgerlichen werden. Das bedeutet, dass die kirchlichen Vertreter ihre Verantwortung abgeben und künftig allein bürgerliche Vertreter, zum Beispiel aus der Gemeinde, über die Zukunft des Heims entscheiden sollen.

Der aktuelle Vorstand wolle die Übergangsphase und die Wechsel in der Führung konstruktiv begleiten. Die ersten Schritte zur Änderung der Satzung, Neubesetzung des Verwaltungsausschusses und damit Bestellung eines neuen Vorstandes sollen zügig in die Wege geleitet werden. Dies alles soll in enger Begleitung durch die Stiftungsaufsicht der Regierung von Schwaben erfolgen. Gleichzeitig sollen mit verschiedenen wichtigen Partnern Gespräche geführt werden.

Bürgermeister sieht Entscheidung als Triumph

Wie die Abwicklung der Änderungen innerhalb der Stiftung im Detail ablaufen sollen, ist noch völlig offen. Weiterhin werden Vertreter der Kommunen Dinkelscherben und Zusmarshausen und des Landratsamts im zuständigen Ausschuss sitzen. Wer das sein wird, ist derzeit noch unklar.

Der Dinkelscherber Bürgermeister Edgar Kalb begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Er sagt: „Ich halte diese Entscheidung für wegweisend und wünsche mir, dass damit der Weg geebnet ist, um aktiv am Erhalt der Einrichtungen in Dinkelscherben und Zusmarshausen Spitals zu arbeiten.“ Dies solle im Sinne des Stifters und der Bürger geschehen. Kalb bedankt sich „bei allen Menschen, die in den vergangenen Wochen nie den Glauben an eine mögliche Lösung verloren haben und mit ihren Engagement zur heutigen Entscheidung beigetragen haben. “ Auch bei den Verantwortlichen der Stiftung bedankt sich Kalb. Sie hätten mit der Entscheidung „dem Verlangen, dem Willen und den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger aus Dinkelscherben und Zusmarshausen Rechnung getragen“.

Weiterführung des Seniorenheims ist möglich

Der aktuelle Vorsitzende der

Hospitalstiftung

,

Ulrich Hörwick

, steht weiterhin hinter der Entscheidung zum Heim-Aus. Er sagt: „Aus unserer Sicht sind die Gebäude in

Dinkelscherben

aufgrund der gesamten baulichen Struktur und weiterer Rahmenbedingungen nicht geeignet, das Haus in ein modernes

Seniorenheim

umzuwandeln.“ Nach der Diskussion der letzten Wochen sei aber nun der Entschluss gereift, die Stiftung in neue Hände zu geben und den Bürgern vor Ort die weitere Gestaltung der Stiftung zu übertragen. „Dazu wollen wir in der nächsten ordentlichen Verwaltungsausschusssitzung die ersten konkreten Schritte einleiten.“, sagt Höwrick. Damit könnten die dann Verantwortlichen „selbständig und uneingeschränkt das Haus in

Dinkelscherben

als

Seniorenheim

weiterführen.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

25.01.2019

Das Altersheim von Dinkelscherben ist eine Bauruine,und wird den Bürger sehr viel Geld kosten wenn sie es selber betreiben möchten.. Ich meine man sollte ein neues Altersheim bauen das allen gerecht werden könnte. In der heutigen moderen Zeit was die Unterbringung älterer Menschen anbelangt,sollten man nicht immer in die Vergangenheit schauen ,sondern viel mehr in die Zukunft. Für mich als ausenständer Bürger käme nur ein Neubau in betracht.,doch frage ich ich mich wer soll das bezahlen. Ich glaube die Vorstandschaft von diesem Altersheim in Dinkelscherben haben richtig gehandelt.denn man soll die Stiftungsgelder nicht sinnlos
für ein marodes Haus ausgeben. Das die Bürger von Dinkelscherben an ihr Alterheim hängen ist für mich verständlich ,doch nicht um jeden Preis. Warum kann man nicht die alte Lungenklinik von Zusmarshausen als neues Alterheim umbauen frage ich mich. Wir sollten zuerst bestehende Gebäude in betracht ziehen bervor man Millionen Steuergelder in ein altes Gebäude investiert.

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25.01.2019

Die frage ist dann aber auch ob die Katholische Kirche das geld Rausrückt das sie Dinkelscherben weg genommen hat !! denn die Diocese Augsburg ist ja eine der reichsten in Deutschland und lässt sich jede Leistung sehr gut Bezahlen

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