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Fischach

21.11.2020

Krippen-Projekt: So sieht der Advent in Fischach mit Corona aus

In Fischach gibt es ab 27. November unter anderem bewegte Schaufenster. Sie zeigen in insgesamt zehn Szenen einen besonderen Weihnachtsbesuch bei Pettersson und Findus. Foto: FB-Art Herbert Fleschutz
Bild: Fb-art Herbert Fleschutz

Plus Fischach feiert Weihnachten auf besondere Weise: Am Marktplatz sind Krippen zu bestaunen. Außerdem grüßen Pettersson und Findus aus den Schaufenstern.

Die Marktgemeinde Fischach trotzt auf kulturellem Gebiet der Corona-Pandemie. Zwar wurden in diesem Zusammenhang sowohl der traditionelle Weihnachtsmarkt als auch das weit über die Ortsgrenzen hinaus beliebte Puppenspiel abgesagt, dennoch müssen die Bürger nicht gänzlich auf Aktivitäten im Advent verzichten. Am Freitag, 27. November, starten ab 17 Uhr gleich zwei Angebote.

Dann zeigen die Krippenfreunde Augsburg und Umgebung in den Schaufenstern des ehemaligen Schreibwarengeschäfts Pfitzmayr am Marktplatz wieder ausgewählte Krippen. Alle Interessierten können so unter Einhaltung der Abstandsregeln von außen einen Blick auf die kreativen Unikate werfen. Die Schmuckstücke seien von den Vereinsmitgliedern ausschließlich während der Corona-Zeit angefertigt worden, teilt der Vorsitzende Werner Kramer mit.

Fischach im Advent: Krippen zeigen die Freude am Gestalten

Die Ausstellung umfasst über 30 Kunstwerke. „Größtenteils sind es orientalische Krippen“, informiert Kramer. „Dennoch strotzen sie vor Vielfalt und Ideenreichtum.“ Der Rest seien Heimatkrippen. „Mit ihren unterschiedlichen Materialien, Größen und Szenenbildern dokumentieren sie trefflich die Freude am Gestalten, aber auch das Geschehen um die Geburt Christi“, erläutert Kramer. Höhepunkt ist diesmal eine über 100 Jahre alte Krippe, die der Vereinsvorsitzende mit viel Können und Liebe zum Detail restauriert hat und die eine enorme Tiefenwirkung ausstrahlt.

Mit dabei sind bei der einen oder anderen Krippe auch die Heiligen Drei Könige. Angesichts der aufgeflammten Rassismusdebatte um die Melchior-Figur gibt es bei den Krippenfreunden keine „Zensur“ dieser Person. „Wir beteiligen uns nicht an diesem Armutszeugnis“, spricht Kramer Klartext. Die Diskussion darüber sei ihm unverständlich. Schwarze Melchior-Figuren wertet er nicht als Rassismus, sondern als Symbol für den Erdteil Afrika. „Auch Ochs und Esel stehen beim neugeborenen Jesuskind nicht explizit in der Bibel“, macht er aufmerksam. „Ich hoffe nicht, dass sie irgendwann auch entfernt werden.“

Die Krippenpräsentation läuft bis Donnerstag, 14. Januar. Besonders sehenswert sei sie zwischen sechs und neun Uhr morgens sowie zwischen 16 und 23 Uhr, meint Kramer. „In diesem Zeitrahmen sind sie stimmungsvoll beleuchtet.“ Und noch einen Tipp hat er parat: „Nur rund 100 Meter entfernt befindet sich in der Kirche St. Michael die Fischacher Kirchenkrippe.“ Auch sie lohne einen Besuch.

Advent: Kinderliebling Findus zieht in die Fischacher Schaufenster ein

Doch das ist längst nicht alles. Der Marktgemeinderat hat auf Vorschlag von Bürgermeister Peter Ziegelmeier beschlossen, als Ersatz für den ausgefallenen Adventsmarkt und die Puppenspiele für Kinder und Eltern auf spezielle Weise die Geschichte um einen Weihnachtsbesuch bei Pettersson und Findus optisch ins Leben zu rufen. „Dafür stellen viele Einzelhändler ihre Schaufenster zur Verfügung“, freut sich Marion Halamay von der Gemeindeverwaltung. Die Kosten der Aktion trage die Marktgemeinde.

Die warmherzige Erzählung von Sven Nordqvist ist in zehn Bildszenen aufgeteilt. Sie berichten davon, dass sich der alte Pettersson den Fuß verstaucht hat und Kater Findus wegen des fehlenden Weihnachtsbaums und der leeren Vorratskammer für das Weihnachtsfest schwarzsieht. Zum Glück ist Pettersson ein genialer Erfinder. Kurz vor Heiligabend zaubert er einen Baum herbei. Zudem helfen die Nachbarn: Sie sorgen für leckeres Essen. „Die einzelnen Szenen sind beweglich“, so Halamay. Das mache die Aktion für die Kinder noch interessanter.

Hier sind in Fischach die beweglichen Bildszenen mit Pettersson und Findus zu sehen:

  • Bild 1 und 3: Kreissparkasse, Hauptstraße 17
  • Bild 2: Staudenblüte Holl, Hauptstraße 10
  • Bild 4: Friseursalon Seitel, Hauptstraße 10
  • Bild 5: HS Schißler, Poststraße 1
  • Bild 6: Fahrschule Gessler, Augsburger Straße 1
  • Bild 7: Flair-Reisen Ziegelmeier, Augsburger Straße 1
  • Bild 8: Mrs. Nail, Marktplatz 5
  • Bild 9: IDEAntity, Hauptstraße 9
  • Bild 10: Buchhandlung Lesehexe, Hauptstraße 13

Neben diesen zehn Schaufenstern gibt es viele zusätzliche, in denen sich ein kleiner Findus versteckt. Dazu gibt es ein Weihnachtsrätselspiel mit Fragen über Pettersson und seinen Kater. Der ausgefüllte Zettel mit Lösungswort ist spätestens bis zum 23. Dezember in den Briefkasten am Rathaus einzuwerfen. Eine Glücksfee waltet dann ihres Amtes.

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