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Dinkelscherben

06.11.2019

Neue Pläne für den alten Rathausstadel in Dinkelscherben

Der Rathausstadel aus dem 18. Jahrhundert ist baufällig.
Bild: Marcus Merk

Das denkmalgeschützte Gebäude in Dinkelscherben aus dem 18. Jahrhundert soll saniert werden. Die Kosten liegen bei rund einer Million Euro. 

Der Rathausstadel in Dinkelscherben soll saniert werden. Das alte Gebäude aus dem 18. Jahrhundert ist seit Längerem baufällig. Nun liegen konkrete Pläne auf dem Tisch, wie die Sanierung aussehen könnte. Etwa eine Million Euro soll es kosten, den Stadel zu erhalten und das Umfeld durch den Rathausgarten barrierefrei zu gestalten. Der Stadel wurde um 1750 südlich nahe der Zusam, die damals noch durch den heutigen Rathausgarten floss, erbaut. Über das Gebäude wird schon seit Jahren diskutiert. Ein Vorschlag ist, einen „Kulturstadel“ daraus zu machen.

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Die Pläne dazu stellte ein Architekt bei der jüngsten Sitzung des Dinkelscherber Gemeinderats vor. Von der Reparatur des Daches über die Bodenplatte bis zum denkbaren Heizungskonzept wurde das Projekt vorgestellt. Demnach soll die tragende Substanz des Gebäudes erhalten bleiben. Auch der kleinteilige Aufbau werde nicht verändert. Im Erdgeschoss finden sich drei Räume, die künftig neu genutzt werden sollen. In das Obergeschoss des Stadels soll aus dem Foyer künftig ein neuer behindertengerechter Aufzug führen.

Geplant sind Ausstellungsflächen für das Heimatmuseum

Der neu gestaltete Stadel solle in erster Linie zusätzliche Ausstellungsflächen für das Heimatmuseums bieten, erklärt Bürgermeister Edgar Kalb. Viele interessante Exponate blieben wegen der beschränkten Kapazitäten im Zehentstadel unsichtbar und unbekannt. Im Obergeschoss des Stadels sollen in Zukunft wechselnde Ausstellungen angeboten werden. Auch könne der Raum für Lesungen, Vorträge und kleine Konzerte genutzt werden. Die freie Höhe unter dem imposanten, sichtbaren Dachstuhl biete ein außergewöhnliches Ambiente.

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Durch die von Norden und Süden zugängliche Anliefer- und Technikzone im Erdgeschoss werde neben der Logistik für den Rathausstadel weiterhin die Anlieferung für Veranstaltungen im Rathausgarten möglich bleiben.

Die Kosten für die Sanierung des alten Stadels schätzte der Architekt auf 600 000 bis 800 000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die barrierefreie Gestaltung des Umfelds. Eventuell könne man auch den Weg durch den Fikari-Hof barrierefrei gestalten, regte Bürgermeister Kalb an. Hierzu müsse man sich aber zunächst mit den Grundstückseigentümern einig werden.

Gemeinde hofft auf hohe Fördergelder

Gemeinderat Hans Marz (SPD) regte in der Sitzung an, im Gebäude ein öffentliches WC zu schaffen. Das fehle in der Marktgemeinde zur Zeit. Eine öffentliche Toilette wäre durchaus vorstellbar, erläuterte der zuständige Architekt. Marz regte außerdem an zu prüfen, inwiefern auch das Umfeld in die Sanierung mit einbezogen werden kann. „Die angrenzende Terrasse passt momentan einfach nicht dazu“, sagte Marz. Grundsätzlich begrüße er aber das vorgestellte Konzept. Marz: „Es wahrt den Charakter des Gebäudes.“

Gemeinderat Peter Kraus (Freie Wähler) mahnte die Kosten des Projekts an. Auch wenn es Aussicht auf eine hohe Förderung gebe, müsse die Gemeinde „angesichts der angespannten Finanzlage“ sparen. Schließlich komme auch bei einer Förderung ein Eigenanteil an den Kosten auf die Gemeinde zu.

Der erste Entwurf zum neuen Stadel wurde vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet. Bürgermeister Kalb geht davon aus, dass eine Förderung des Projekts von bis zu 80 Prozent möglich ist.

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