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Neusäß

20.12.2019

Neusäß wird moderner, belebter und städtischer

An der Stelle des Gasthofs Schuster wird als erstes im Frühjahr mit dem Bau des Geschäftshauses begonnen. Eine Bank und eine Bäckerei werden einziehen.
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An der Stelle des Gasthofs Schuster wird als erstes im Frühjahr mit dem Bau des Geschäftshauses begonnen. Eine Bank und eine Bäckerei werden einziehen.
Bild: Wunderle + Partner Architekten

Plus Nach jahrelangen Verhandlungen ist der Bebauungsplan für das Schuster-Areal fertig und die Verträge unterzeichnet. Wie sich Neusäß verändern wird.

Kurz vor Weihnachten haben viele Menschen ja das dringende Bedürfnis, Unerledigtes und Projekte noch abzuschließen. Wenn es dann gelingt, machen sich eine große Zufriedenheit und Erleichterung breit. Dies war auch in der letzten Stadtratssitzung des Jahres in Neusäß deutlich zu spüren, denn eines der größten und wichtigsten Projekte fand seinen Abschluss.

Der Bebauungsplan für das Schuster-Areal ist nun endlich beschlossen, und dem Start des Bauprojekts steht nach der Absegnung durch das Landratsamt nichts mehr im Wege.

Kurz zuvor waren noch beim Notar die letzten noch fehlenden Verträge zur Umsetzung der Bauvorhaben unterzeichnet worden. Es ging um den Grundabtretungs- und den Erschließungsvertrag. Dieser war nötig, um die Wegeführung durch das Areal sowie die Abgrenzung von privaten zu den öffentlichen Flächen wie Geh- und Radwegen abstimmen zu können.

Neusäß wird moderner, belebter und städtischer

Jahrelang um eine Einigung gerungen

„Ich bin sehr froh, dass wir es mit dem jetzigen Stadtrat vor der Wahl noch hinbekommen haben“, sagte Bürgermeister Richard Greiner, der jahrelang um eine Einigung mit dem Eigentümer und Investor Johann Schuster gerungen hat.

Dabei ging es auch im Stadtrat immer wieder um wichtige Fragen, damit sich der Stadtkern von Neusäß auch so entwickelt, wie es gewollt ist: Welche Vorgaben soll der Bebauungsplan für das Gebiet zwingend enthalten? Wo sollen über Grunddienstbarkeiten öffentliche Wege als Verbindung ins Zentrum, auch vom Sailer-Areal aus, entstehen? Gibt es genügend Stellplätze? Wie kann der Verkehr mit all den Tiefgaragenausfahrten, Geschäften und den Bushaltestellen vernünftig geleitet werden?

Wohn- und Geschäftshauses an der Stelle, wo er Gasthof Schuster stand

„Im Laufe der Jahre waren einige schwierige Knackpunkte zu lösen“, sagte Greiner. Nun sieht der Bebauungsplan den Bau eines Wohn- und Geschäftshauses an der Stelle vor, wo ehemals der Gasthof Schuster stand. Außerdem werden in mehreren Gebäuden Wohnungen und ein neues Hotel Neusässer Hof entstehen. Geplant haben das Großprojekt Wunderle + Partner Architekten aus Steppach. Alleinige Partner und Gesellschafter sind die Architekten Andi Mueller und Christian Essler. Das Büro besteht aus einem Architekten- und Bauleiterteam mit insgesamt 20 Mitarbeiter.

Wie Andi Mueller im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt, wird als Erstes im Frühjahr mit dem Bau des Geschäftshauses begonnen. „Hier sind wir derzeit schon in der Ausschreibung“, so Mueller. Bestätigte Mieter seien eine Bäckerei und eine Bank. Das alte Hotel Neusässer Hof wird ebenfalls im Frühjahr abgerissen und durch ein modernes Businesshotel mit 90 Zimmern ersetzt. Hier wird der Baubeginn laut Mueller im Sommer sein. Danach folgen die Wohngebäude mit rund 50 familienfreundlichen Wohneinheiten an der Fliederstraße sowie mit dem sozialen Wohnbau an der Bahnstrecke.

Das Sailer-Areal war schneller realisiert

Schon seit Jahren bestimmen Laster und Baukräne das Bild im Stadtzentrum, denn das Sailer-Areal war das Großprojekt, das schneller realisiert war. Nachdem im Frühjahr als erstes 40 Sozialwohnungen fertiggestellt waren, die im Auftrag der Hans und Hermine Sailer-Stiftung gebaut wurden, folgten dann die weiteren Bauabschnitte.

Im Beethovenpark ziehen in diesen Tagen weitere Bewohner ein. Wie Vitus Lederle, der kaufmännische Leiter der tfm Wohnbau, auf Anfrage erklärte, findet gerade die Übergabe des nächsten Bauabschnitts mit 138 Wohnungen statt. „Die Ersten ziehen derzeit schon ein“, so Lederle – sowohl Eigentümer als auch Mieter. 49 Wohnungen sind bereits in diesem Sommer übergeben worden, die restlichen Wohnungen werden im Laufe der nächsten beiden Jahre fertiggestellt. Bis zum Ende 2021 werde voraussichtlich alles fertig sein. „Alles lief nach Plan und ohne größere Probleme“, so der tfm-Prokurist. Die Wohnungen sind allesamt schon verkauft.

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel: Der „Neusässer Hof“ macht Platz für ein neues Hotel

Zu den Kommentaren von Angela David: Der Neubau des Hotels ist das i-Tüpfelchen und Wohnen in Neusäß: Gesunde Mischung darf nicht fehlen

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