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Bürgerversammlung

23.11.2018

Ortszentrum in Gablingen dauert noch länger

Bei den Planungen für das Gablinger Ortszentrum gibt es noch Einwände der Anwohner.
Bild: Marcus Merk

Bürgermeister verweist auf Anwohnereinsprüche. Barrierefreiheit und Verkehr sind Hauptthemen

Bürger der Gemeinde Gablingen können in Zukunft manche Dienste von zu Hause aus in Anspruch nehmen und müssen nicht mehr für jedes Anliegen ins Rathaus kommen. Dies betonte geschäftsleitender Beamter Roland Wegner bei der Bürgerversammlung in Gablingen. Nach den Berichten aus dem Rathaus befassten sich die Anliegen der Bürger vor allem mit den Straßen und dem Verkehr.

Bauamtsleiterin Helga Kraus berichtete, dass die Kanalsanierung weitgehend abgeschlossen sei, und nun Stück für Stück die restlichen Arbeiten erledigt werden sollten.

Große Probleme gebe es allerdings derzeit mit den Planungen für das Gablinger Ortszentrum. Diese müssen voraussichtlich ein drittes Mal öffentlich ausgelegt werden, weil bei der letzten Auslegung härtere Einwände der Anwohner eingegangen seien als bei den Runden zuvor. Unter anderem wurde erst jetzt ein Gutachten für die Geruchsbelästigung gefordert. „Das Verfahren wird sich noch ziehen“, sagte Helga Kraus. „Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass wir das schaffen.“ Bürgermeister Hörmann betonte, es gehe darum, mit den Einwendungen fair umzugehen. „Es wird aber sicher Kompromisse brauchen.“

Wegen der Sanierungsarbeiten der Kreisstraße A5 vom Bahntunnel bis zum Ortseingang Lützelburg mussten geplante Maßnahmen zurückgestellt werden. Stattdessen wurden die Gehwege sowie die Zufahrten und Kreuzungsbereiche an dieser Ortsdurchfahrt erneuert und neue Wasserschieber eingebaut.

Bürgermeister Karl Hörmann erläuterte, dass die Schulden zum Jahresende 2018 bei 4,12 Millionen Euro liegen werden. „Davon entfallen rund 3,40 Millionen auf die Sanierung und Erweiterung der Kläranlage.“ Allerdings werden zum Jahresende die gemeindlichen Rücklagen höher sein als die Schulden. Dies resultiert zu großen Teilen aus dem Verkauf von Grundstücken. „Wir müssen da künftig allerdings achtsam umgehen, denn allzu viele Flächen, die verkauft werden könnten, besitzen wir nicht mehr.“ Die Pro-Kopf-Verschuldung liege bei 857 Euro und soll sich dem Bürgermeister zufolge in den kommenden Jahren weiter jährlich um knapp 100 Euro verringern.

Die Bevölkerung ging von 4966 (Oktober 2017) auf 4889 Einwohner zurück. Hörmann führt dies darauf zurück, dass kurzfristig in der JVA untergebrachte Häftlinge mit ihrem Wohnsitz oft nicht gemeldet würden. Außerdem wurde in der Siedlung die Flüchtlingsunterkunft geschlossen – was den Verlust von 76 Einwohnern bedeutete.

Christian Almer wollte wissen, wie sich die Gemeinde weiterentwickeln soll. „Viele junge Familien möchten hierbleiben – weist die Gemeinde Bauland aus?“ Hörmann verwies darauf, dass der Gemeinde mangels eigener Flächen die Hände gebunden seien und verwies auf die Bürger selbst: „Es gibt derzeit circa 200 Bauplätze in privater Hand, die aber nicht in den Handel kommen.“ Außerdem beschäftige sich die Gemeinde derzeit intensiv mit einem Baulandprogramm.

Eine erste Begehung habe stattgefunden, so Hörmann. Für den barrierefreien Umbau der Schule habe es ein Angebot gegeben. „Dann sollten wir mehr Firmen anschreiben – und jetzt haben wir keine mehr, die den Umbau machen möchte.“

Walter Trettwer bemängelte die fehlende Barrierefreiheit am Bahnhof. Hörmann zufolge ist der Umbau schwierig, da die Bahnsteige nicht breit genug für den Einbau von Aufzügen seien. „Die Bahn ist nicht bereit, diese zu verbreitern und dafür das Gleis zu verlegen.“

„In der Hauptstraße fehlen Mittelmarkierungen“, beklagte Karl Dempf. Dies verursache gefährliche Situationen, beispielsweise weil sich Radfahrer zum Linksabbiegen nicht an den Streifen orientieren können. „Diese Markierungen entsprechen den heutigen Sicherheitsbestimmungen“, antwortete Zweite Bürgermeisterin Karina Ruf, die deswegen schon mit der Verkehrsbehörde im Landratsamt gesprochen hatte. Die Straße sei nicht breit genug. Trettwer forderte, dass die Gemeinde in Eigenregie die Mittelstreifen im Ortsbereich aufbringen solle. „Das müssen wir noch einmal klären“, kündigte der Bürgermeister an.

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