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Rangelei in Adelsried: Keine voreiligen Schlüsse ziehen

Rangelei in Adelsried: Keine voreiligen Schlüsse ziehen
Kommentar Von Philipp Kinne
14.11.2019

Solange kein Gericht den Beschuldigten verurteilt, ist er unschuldig. Das sollte allen Beteiligten klar sein. 

Noch steht nicht fest, was an dem Tag im Juli auf dem Adelsrieder Bauhof genau passiert ist. Daher muss klar sein: Auch für den Bruder der Bürgermeisterin gilt die Unschuldsvermutung. Solange kein Gericht zu dem Schluss gekommen ist, dass sich der Mann falsch verhalten hat, ist er unschuldig. Ganz egal, was an den Stammtischen in Adelsried gesprochen wird.

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Dennoch: Es sieht ganz danach aus, dass der Streit auf dem Bauhof eskaliert ist. Schließlich spricht auch der Beschuldigte selbst von einem Fehler. Sollte sich herausstellen, dass die Vorwürfe stimmen, muss er mit den Konsequenzen leben. Dass der Fall überhaupt öffentlich wurde, liegt auch an den Stimmen im Gemeinderat, die genau das fordern. Die Bürgermeisterin hat darauf offenbar zu spät reagiert. Erst nachdem Vorwürfe laut wurden, sie würde den Vorfall ignorieren, wurde die Rechtsaufsicht eingeschaltet. Danach wurde klar, dass die Rathauschefin nicht gleichzeitig die Chefin ihres eigenen Bruders sein kann.

Diese Einsicht kam zu spät. Von Anfang an hätte die Zuständigkeit bei ihrem Stellvertreter liegen sollen. Nun gilt es den Vorfall umfänglich aufzuklären. Zu verschweigen gibt es in Adelsried aber nichts. Das zeigt die Offenheit aller Beteiligten.

Die Hintergründe zur Rangelei auf dem Bauhof in Adelsried lesen Sie hier.

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