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Marktgemeinderat

23.01.2015

Rat erteilt der Ampel eine Absage

In der Augsburger Straße in Thierhaupten wird keine Ampel errichtet. Stattdessen soll ein Hinweisschild aufgestellt werden.
Bild: Marcus Merk

Gremium will stattdessen in Thierhaupten ein Hinweisschild aufstellen. Lösung für den Marktplatz wird vertagt

Ein Hinweisschild soll die Autofahrer auf die Fußgänger und Kindergartenkinder bei der Überquerung am Thierhauptener Ortseingang in Richtung Sand aufmerksam machen. Das beschloss der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Somit steht fest, dass es dort keine Ampel geben wird. Diese hatte sich der Elternbeirat des Kindergartens St. Peter und Paul gewünscht, und er hatte einen Antrag gestellt, dass an der sanierten Straßenüberquerung in der Augsburger Straße eine Verkehrsampel und eine 30er-Zone errichtet werden sollte. Im Rahmen einer Verkehrsschau hatten Bürgermeister Toni Brugger und der geschäftsführende Beamte Anton Berchtenbreiter drei Polizeibeamte begleitet, die alle problematischen Verkehrspunkte in der Marktgemeinde besichtigten und Verbesserungsvorschläge äußerten.

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Die Verkehrsexperten lehnten dabei eine Ampel ab, weil sie die Stelle in der Augsburger Straße als durchaus sicher erachteten. Sie begründeten dies damit, dass sich dort seit dem Ausbau eine Verkehrsinsel befinde, die die Überquerung der Straße auf zwei Etappen ermögliche. Außerdem habe eine Verkehrsmessung an der umstrittenen Stelle gezeigt, dass dort keineswegs zu schnell gefahren werde, so Anton Berchtenbreiter. Schließlich gebe es noch einen weiteren entscheidenden Punkt. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, ist der Landkreis für die Beschilderung zuständig. Thierhaupten könne lediglich einen Antrag zur Verbesserung der Situation stellen, so Berchtenbreiter abschließend.

Doch bei der Debatte ging es nicht nur um die Situation am Ortseingang. „Den schwierigsten Verkehrspunkt der Gemeinde stellt der Marktplatz dar“, sagte Bürgermeister Toni Brugger. Wegen der beengten örtlichen Verhältnisse sei eine Verbesserung der Situation nur schwer zu realisieren, erklärte er. Daher werde man vorerst nichts unternehmen, aber keinesfalls die Problematik aus den Augen verlieren. „Es ist selbst für Erwachsene ein Abenteuer, die Straße zu überqueren“, sagte Ratsmitglied Franz Hölzl (CSU) über die Lage im Thierhauptener Ortskern. Um eine Verbesserung zu erreichen, schlug Berchtenbreiter vor, dass man ein Planungsbüro und die Behörden kontaktieren und mit den Experten eine Lösung erarbeiten solle.

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Eine Neuerung im Ortskern wird das Halteverbot in der Franzengasse sein. Fortan gilt in der Seitenstraße an Samstagen von 6 bis 12 Uhr ein beidseitiges Halteverbot, da es Klagen über rücksichtslose Parker während des Wochenmarktes gegeben hat. Sollte es mit der geplanten Beschilderung zu Nachteilen für die Händler kommen, werde man sich nach einer anderen Lösung umschauen, so das Gremium.

gibt es in folgenden Straßen: An der Einmündung Franzengassen/Gerberweg gilt fortan rechts vor links. Bereits in der Bürgerversammlung in der Ötz forderten Anwohner eine Neuregelung der Vorfahrtsbeschilderung in der Thierhauptener und Hemerter Straße. Fortan gilt dort eine abknickende Vorfahrtsstraße.

Für Diskussionen sorgte die Versetzung des Ortsschildes auf Höhe des Thierhauptener Sportplatzes, da aus Sicht der Polizei die vorhandene Ortstafel bereits ausreichend außerhalb der Besiedlung aufgestellt ist. Für diesen Straßenzug sei das Landratsamt zuständig, so Berchtenbreiter. Weil dort aber viele Unfälle passieren, entschlossen sich die Räte dazu, einen Antrag zu stellen, in dem um eine Versetzung des Schildes und eine Beschränkung auf 70 Stundenkilometer vom Ortsrand bis einschließlich Gemeindewald gebeten wird.

In Hölzlarn bleiben trotz der fehlenden Rechtsgrundlage die Tempo-30-Schilder stehen.

In Neukirchen werden zwei weitere Ortstafeln an den Straßen „Zur Wies“ und „Zum Wald“ errichtet. Des Weiteren gilt in der Heimpersdorfer Straße und „Zur Wies“ künftig rechts vor links. Für Diskussionen sorgte die Ortsumgehungsstraße Neukirchen. Bei einer Geschwindigkeitsmessung des Landratsamtes war festgestellt worden, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit 20 Stundenkilometer über der erlaubten Geschwindigkeit liegt. Die drei Neukirchner Gemeinderäte forderten daher, dass man die Ortsschilder versetzen solle, sodass Raser mit einer höheren Geldstrafe rechnen müssen. Das Gremium entschied sich, im Landratsamt einen Antrag zur Versetzung der Schilder zu stellen, da die Kreisstraße der Behörde untersteht.

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