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Neusäß

06.08.2018

Rettungsinfos in der Kühlschranktür

Peter Büttner überreichte Bürgermeister Richard Greiner eine Notfalldose gemeinsam mit seiner Vereinskollegin Eveline Scharmacher, stellvertretende Vorsitzende des VdK-Kreisverbands Augsburg. Auch Landrat Martin Sailer bekam ein Exemplar für seinen Kühlschrank von Thomas Metzger, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender des VdK-Ortsverbands Neusäß/Aystetten.
Bild: ACO

Wichtige Patienteninfos sollte man an diesem überraschenden Ort aufbewahren. Denn das hat einen einfachen Grund: Denn dort findet sie der Rettungsdienst auf jeden Fall

Die Idee kommt aus England, sie ist so einfach wie genial. Eine schlichte Plastikdose, bei der man den Deckel leicht abschrauben kann, dient als Aufbewahrungsbehälter für das SOS-Infoblatt. Es ist ein Faltblatt mit allen wichtigen Informationen für einen Notfalleinsatz bei einem Patienten.

Wichtige Daten, wie der Vor- und Zuname, das Geburtsdatum, die Muttersprache, Krankenkasse und Religionszugehörigkeit, sind auf einen Blick ersichtlich. Der VdK nutzte nun den Ehrenamtstag des Hilfsvereins ACO, um diese Dose bekannter zu machen. Auch Landrat Martin Sailer und der Neusässer Bürgermeister Richard Greiner wurden mit dem Konzept vertraut gemacht.

„Für den Notfall sind dann besonders die Vorerkrankungen und eine laufende Therapie schnell erkennbar“, erklärt Peter Büttner, Vorsitzender des Ortsverbands Neusäß/Aystetten des Sozialverbands VdK. „Natürlich ist es auch wichtig, zu wissen, ob jemand regelmäßig Medikamente einnimmt und Allergien bekannt sind.“ Für die Helfer ist es auch wichtig, welcher Hausarzt den Patienten betreut und welche Pflegestation beauftragt ist. „Besonders bei alleinlebenden Personen stellt sich die Frage, welche Kontaktpersonen sollen informiert werden und wie kann man diese erreichen? Oft sind es Familienmitglieder, Kinder oder Enkelkinder aber auch die Nachbarn, die sich kümmern“, so Büttner.

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Wohin mit dem Haustier, wenn ein Klinikaufenthalt notwendig wird? All diese Fragen lassen sich auf einen Blick klären. Auf dem SOS-Faltblatt ist auch vermerkt, ob es eine Patientenverfügung gibt oder ein Organspendeausweis vorliegt. Leben mehrere Personen in einem Haushalt, dann können auch mehrere Faltblätter in einer SOS-Dose aufbewahrt werden, allerdings sollte dann jedes Blatt mit einem aktuellen Passfoto versehen sein. „Eine tolle Sache“, findet Peter Büttner.

Es ist ihm ein wichtiges Anliegen, dass möglichst viele Bürger und Rettungsdienstmitarbeiter Kenntnis davon haben, dass es diese Notfall-Dosen gibt und, dass diese in der Kühlschranktüre aufbewahrt werden.

Warum gerade in der Kühlschranktüre? Diese Frage wurde immer wieder gestellt und es gibt eine ganz einfache Antwort dazu: „Der Kühlschrank ist in jedem Haushalt einfach zu finden. Lebensretter müssen dann nicht lange in Schubladen oder Schränken nach Informationen suchen, sondern gehen in die Küche.“ Auf dem Kühlschrank klebt ein Hinweis: „SOS-Dose in der Kühlschranktür.“

Wer so eine wichtige und lebensrettende Infodose künftig nutzen möchte, der kann sich an den Sozialverband VdK wenden. Dort erhält man sie gegen eine geringe Spende von einem Euro.

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