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24.06.2014

Serenade bei Kaiserwetter

Fünf Kapellen gestalteten die Holzwinkelserenade in Emersacker im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kult(o)ur-Sommer.

Holzwinkel-Kapellen spielen in Emersacker auf

Bei bestem Kaiserwetter geriet die diesjährige Holzwinkelserenade in Emersacker zu einem Fest für alle Sinne.

Ausgesprochen heiter waren das Wetter, die 120 Musiker und die noch zahlreicher erschienenen Gäste. Heiter auch die musikalische Programmauswahl durch die Dirigenten, die ihrem treuen Publikum einen bunt gemischten Bauernstrauß aus feurigen Filmmelodien, Märschen und Polkas überreichten. Im angenehm schattigen Gärtchen des Kindergartens, wo sonst die Kleinen unter Obstbäumen toben, gaben die Musiker neben solidem musikalischen Können auch noch die eine oder andere faschingsreife Showeinlage zum Besten. Ein frisches, seidig-trockenes Abendwindchen sorgte für glasklare Luft und angenehme Kühlung.

Der Wind fächelte aber auch das musikalische Nach-Sonnwendfeuer an, das die Bonstetter da zur neunten Serenade anzündeten. Nur drei Sätze aus Bizets „Carmen“, schon loderte es spanisch heiß im Klostergarten. Reutern legte mit der eigens für die Kapelle frisch geschriebenen „Holzwinkel-Polka“ noch einen drauf, Adelsried und Emersacker zogen beschwingt nach. Das Finale vor der Pause bestritt die Musikvereinigung Welden mit Ennio Morricones Italo-Western-Melodie „My Name Is Nobody“. Kein Wunder, dass Musiker und Gäste im Verpflegungszelt kräftig der drohenden Dehydrierung vorbeugten. So zeigte sich schon zur Pause ein bedrohlicher Engpass beim Wasser, der aber mit einem von den Emersackerern in weiser Voraussicht angelegten Biervorrat überbrückt werden konnte. Böse Stimmen behaupteten, es sei das tramplige Cowboypferd im Gespann der Marktkapelle gewesen, das den Gastgebern das Wasser weggesoffen hatte.

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Erfrischt ging es in den zweiten Teil der Serenade, den einer uralten Tradition gemäß alle Kapellen zusammen unter wechselnder Leitung der einzelnen Dirigenten bestreiten.

Zackig militärisch und mit einem Schuss Selbstironie gab Adelsried den erneuten Startschuss und setzte sich in Marsch auf die Hochheidecksburg. „Florian Silbereisen“ gab den Stab dann weiter an Milan Nemec und die Reuterner, die mit der böhmischen Polka „Hanna“ das Publikum kräftig zum Klatschen und Mitwippen animierten.

Auch im zweiten Teil schoss die Marktkapelle mit einer Filmmelodie den Vogel ab. Zu Monty-Pythons „Always Look on the Bright Side of Life“ aus der Kult-Persiflage „Das Leben des Brian“ durfte das Publikum lustig beschwingt mitpfeifen. Emersackers Dirigent Florian Helgemeier ließ den Abend dann stramm ausklingen mit dem Marsch „Mein Regiment“, dem Schwabenhymnus und der Bayernhymne.

Zum abendlichen Konzert im Klostergarten, das durch den Musikverein Emersacker ausgerichtet worden war, trugen auch D’Holzwinkler Musikanten Reutern unter Milan Nemec, die Adelsrieder Musikanten, geleitet durch Franz J. Schipf, die Stauffersberger Musikanten, dirigiert von Gudrun Gastl, sowie die Marktkapelle der Musikvereinigung Welden unter Barbara Schied bei.

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