1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Sommerkrimi: Ist doch der Schorsch  das richtige Opfer?

Sommerkrimi

05.09.2019

Sommerkrimi: Ist doch der Schorsch  das richtige Opfer?

Copy%20of%20MMA_0077.tif
3 Bilder
Abschlussbild der Gersthofer Laienschauspieler: Sie hatten den frei erfundenen Sommerkrimi Szene für Szene nachgespielt – und einen Mordsspaß dabei. 
Bild: Marcus Merk

Bei unserem Sommerkrimi durften Leser miträtseln. Auch ein alternatives Ende war gefragt: Dabei kommt der verrückte Schorsch gar nicht gut weg.

In unserem Sommerkrimi fiel der verrückte Schorsch, der Friseurmeister am Ort, einer Verwechslung zum Opfer: Eigentlich sollte nicht er den Löffel abgeben, sondern der Banker Laurin Nieswurz. Die vierteilige Sommerkrimi, bei dem Leser zum Mitraten aufgerufen waren, könnte auch anders enden. Aber wie? Leserin Gabi Elsner hat sich Gedanken gemacht.

Bei ihrem alternativen Ende des Sommerkrimis ist der „Schorsch“ nicht das versehentlich falsche Opfer. Nein, genau er sollte umgebracht werden. Krimi-Fan Gabi Elsner aus Haunstetten erklärt: „Friseurmeister Schorsch ist frisch verliebt. Seine neue Freundin ist die Arztgattin Ella Goldlack. Als langjährige Stammkundin hat sie Schorsch oft genug ihr Leid über ihren untreuen Gatten geklagt und sie hat dem Schorsch schon immer gut gefallen. So ist aus den Beiden ein heimliches Paar geworden. Ella Goldlack hat Schorsch auch von einem früheren Verhältnis mit Bauunternehmer Hans Hammer erzählt, auf das sie sich aus lauter Frust eingelassen hatte. Dieses Wissen kommt dem Schorsch gerade recht.“

Hammer schmiedet sein mörderisches Komplott

Seine berufliche Existenz sei nach der Version von Leserin Gabi Elsner nämlich bedroht. „Er betreibt seinen Friseursalon in einem älteren Haus auf dem Grundstück des Baulöwen Hans Hammer. Das Haus soll demnächst abgerissen und statt dessen ein vierstöckiges Haus mit Luxuswohnungen errichtet werden.“ Sich einzumieten wäre viel zu teuer für den Friseurmeister Schorsch. Er konfrontierte deshalb Hans Hammer mit seinem delikaten Wissen und erpresste ihn.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Gabi Elsner: „Hammer soll ihm für sein Schweigen eine der künftigen Wohnungen als neue Räume für seinen Salon überlassen. Kostenlos natürlich, versteht sich! Hammer geht zum Schein auf die Erpressung ein und schmiedet sein mörderisches Komplott. Weder hat er Lust von seinem kürzlich beendeten Verhältnis in der Yellow Press zu lesen (von der Reaktion seiner Frau mal abgesehen), noch will er eine seiner Luxuswohnungen dem Schorsch zu überlassen. Er besorgt sich über einen Kontakt im Darknet das Zyankali und verschickt die Einladungen für das Krimi-Dinner. Beim Servieren der Suppe lenkt er die Anwesenden mit einem vermeintlichen Unfallgeschehen auf der Straße vor dem Gasthaus ab und gibt das Gift in die Suppe. Ende bekannt!“

Der verrückte Schorsch bekam eigens die Haare gefärbt.
Bild: Marcus Merk

Im veröffentlichten Sommerkrimi kommt es am Ende tatsächlich zu einer unerwarteten Wendung: Kommissarin Lara Klar deckt auf, dass „Frau Doktor“ Ella Goldlack und ihr Freund hinter dem Mord stecken. Letzterer hatte das Gift in die Suppe getröpfelt – durch eine Verwechslung traf es dann den verrückten Schorsch.

Es kommt anders als geplant

Auf der richtigen Spur war Christine John aus Schwabmünchen. Sie hatte den richtigen Riecher: „Oje, es hat wirklich den falschen getroffen. Da bin ich mir sicher. Ella Goldlack hatte alles so schön geplant.“ Die Einladungen hatte sie im Namen der Fabrikantenwitwe geschrieben. Der Verdacht würde sofort auf Erna von Weinstein fallen.

Christine John: „Aber wie so oft im Leben. Es kommt anders als geplant. Der Banker, die Frau Bürgermeisterin und der Bauunternehmer Hans Hammer wollten den Anlass nutzen, um ein wichtiges Projekt durchzusprechen. Für die anstehende Bürgermeisterwahl muss der Wohnungsbau endlich voran gehen. Deshalb tauschte der Banker mit dem verrückten Schorsch den Platz. Aber da wurde die Suppe schon serviert. Und so saß plötzlich der verrückte Schorsch neben Ella Goldlack. Als sie es bemerkte, war es schon zu spät und das Zyankali in der Suppe.“

Ein ganz gerissener Kerl

Kriminalistischen Spürsinn bewies übrigens auch Brigitte Ferstl aus Schwabmünchen. Auch sie hatte schnell Ella Goldlack im Verdacht. Sie hatte ein Bild in der Zeitung unter die Lupe genommen und festgestellt: Ella Goldlack hatte eine kleine Tasche dabei – befand sich darin ein Fläschchen? Brigitte Ferstl hatte noch andere Thesen aufgestellt, denen sie dann nachgegangen war: Sie fragte sich zum einen, warum „Frau Doktor“ einen Kleinkredit brauchte. Die Antwort: Weil sie vom Friseurmeister erpresst wurde. Der wusste von ihrem Techtelmechtel. Der verrückte Schorsch war eben nicht nur ein Frauenschwarm, sondern auch ein ganz gerissener Kerl.

Lesen Sie dazu auch:

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren