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Gemeinderat

09.11.2019

Streit um teure Möbel für den neuen Kindergarten

Die Innenausstattung des neuen Kindergartens kostet mehr Geld als einigen Recht ist.

In Emersacker wird über die Kosten für die neue Einrichtung diskutiert. Außerdem gibt es Neuigkeiten zur Frau, die mit ihrem Sohn in einem Container leben muss. Mehrere Angebote liegen auf dem Tisch

Was dürfen Einbauschränke für einen Kindergarten kosten? In Emersacker: 10 000 Euro. Eine ganze Menge, finden einige Gemeinderäte. Die Summe führte zu einer Debatte bei der jüngsten Sitzung.

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Bürgermeister Michael Müller sah günstigere Schränke „von der Stange“ nicht als Alternative.Etliche Gemeinderäte bemängelten die Kostensteigerung für das Projekt und dass die Schätzungen des Architekten weit überschritten würden. Bürgermeister Müller entgegnete, dass jeder wisse, wie sich Baukosten in den letzten Jahren entwickelt hätten. Einige Dinge seien auch anders gemacht worden als ursprünglich geplant. Und alle seien mit dem Gemeinderat abgestimmt worden. Gemeinderat Rudolf Roßmann sah nicht Veränderungen oder zusätzliche Arbeiten als Problem, sondern dass der Planer falsch gerechnet habe. Müller erklärte, dass im Kindergarten-Neubau nach wie vor Nachbesserungsarbeiten nötig sind. Der überwiegende Teil der zweiten Etage kann noch nicht genutzt werden. In der nächsten Woche findet ein Abstimmungsgespräch mit den Fachplanern für die Sanierung des Klostergebäudes statt. Ab 18. November sollen hier die Arbeiten beginnen. Im Außenbereich finden derzeit die Pflasterarbeiten zu den Eingängen statt. Letztendlich stimmte der Gemeinderat der Bestellung der Einbauschränke zu. Geliefert werden diese allerdings frühestens im Januar kommenden Jahres.

Das Gremium befasste sich auch mit den Anliegen, die Bürger bei der Bürgerversammlung vorgebracht hatten. Zum einen war das die Unterbringung einer alleinerziehenden Mutter und ihres Kindes in einem Wohncontainer. Bürgermeister Müller berichtete, hier seien einige Hilfsangebote – unter anderem Angebote von Wohnung und Arbeit – eingegangen, die er weitergeleitet habe.

Streit um teure Möbel für den neuen Kindergarten

Die fehlende Bepflanzung im Baugebiet Süd II sowie auch andere Pflanzungen sollen im nächsten Jahr stattfinden und dafür auch Mittel im Haushalt bereitgehalten werden.

Ein großes Thema bei der Bürgerversammlung waren Fahrzeuggeschwindigkeiten an den Ortseinfahrten. Nachdem insbesondere Bürger, die an der Ortseinfahrt aus Richtung Welden wohnen, auf die Gefährlichkeit hingewiesen hatten, wurde hier eine aus Welden ausgeliehene Geschwindigkeitsmesstafel aufgehängt. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde eine solche Tafel ausgeliehen. An der Ortseinfahrt aus Richtung Welden wurden dabei in zweieinhalb Wochen etwa 40000 Fahrzeuge registriert, von den 85 Prozent durchschnittlich 68 km/h fuhren. Spitzenreiter war ein Fahrzeug mit 116 km/h. An der Ortseinfahrt aus Richtung Wertingen hing die Tafel vier Wochen, in denen die Geschwindigkeiten von 100 000 Fahrzeugen aufgezeichnet wurden. Bürgermeister Müller sagte, dass sich in Welden seit der Nutzung der Messtafeln ein verändertes Fahrverhalten abzeichne. Raser würde man damit allerdings nicht in den Griff kriegen. Gemeinderat Daniel Ullmann zweifelte den Langzeiteffekt der Messgeräte an.

Der Gemeinderat beschloss mit 9:2 Stimmen, zwei stationäre Messgeräte für die Weldener Straße sowie die Lauterbrunner Straße zu kaufen. Außerdem soll ein mobiles Gerät gekauft werden, das in den Tempo-30-Zonen zum Einsatz kommen soll.

Die Arbeiten am Dachgebälk des Schlosses in Emersacker sind weitestgehend abgeschlossen. An die Bürger geht der Aufruf, sich bei der Erarbeitung eines Konzepts für die künftige Nutzung des Mansardengebäudes einzubringen.

Die Asphaltierungsarbeiten sind erledigt und die Tragdeckschicht aufgebracht. In den nächsten Tagen wird im Kreuzungsbereich Sportplatzstraße/Schäfflerweg gearbeitet.

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